Gegenwärtig werden bei der Leibniz-Gemeinschaft 84 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Einrichtungen mit Servicefunktion für die Forschung gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Der Finanzierungsanteil von Bund und Ländern beträgt in der Regel 50:50, insbesondere bei den Einrichtungen mit Servicefunktion können die Finanzierungsschlüssel davon abweichen. Für die Finanzierung der Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen der gemeinsamen institutionellen Forschungsförderung werden Bund und Länder 2006 rund 755 Mio. € (Soll) aufwenden.
Am 19. November 2007 hat die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) beschlossen, im Jahr 2009 fünf weitere Institute neu in die Leibniz-Gemeinschaft aufzunehmen und diese Einrichtungen gemeinsam zu fördern. Dabei handelt es sich um:
Die Zahl der Institute in der Leibniz-Gemeinschaft erhöht sich damit im Jahr 2009 auf 86. Der Bund fördert diese Einrichtungen mit insgesamt knapp 15 Millionen Euro pro Jahr.
Die 36 Einrichtungen in den Neuen Ländern prägen deren Wissenschaftsstandort deutlich mit und spielen eine Schlüsselrolle für die wirtschaftliche Entwicklung in den Neuen Ländern. Durch vielfältige Kooperationsbeziehungen, insbesondere mit Hochschulen und Instituten der MPG und FhG gestaltet die Leibniz-Gemeinschaft die Wissenschaftslandschaft des Unternehmens Forschung in Deutschland mit und setzt innovative Impulse.
Seit 2003 evaluiert der extern besetzte Senat der Leibniz-Gemeinschaft die Einrichtungen. Im Rahmen der Evaluation, die zuvor vom Wissenschaftsrat vorgenommen wurde, wird jeweils auch die der gemeinsamen Förderung von Bund und Ländern immanente überregionale Bedeutung und das gesamtstaatliche wissenschaftspolitische Interesse geprüft. Die mindestens alle sieben Jahre anstehenden Entscheidungen der BLK zu Ausrichtung und Förderungswürdigkeit der Leibniz-Einrichtungen stützen sich auf die Stellungnahmen des Senats.
Alle Leibniz-Institute haben sich in der Leibniz-Gemeinschaft zusammen geschlossen. Der Zusammenschluss ermöglicht eine stärkere Zusammenarbeit der Einrichtungen durch einen regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch, die Zusammenarbeit in gemeinsam interessierenden Angelegenheiten zur Nutzung des vorhandenen Potentials sowie die Wahrnehmung gemeinsamer Interessen der Mitglieder nach außen. Die Leibniz-Gemeinschaft wird geleitet von einem Präsidenten, der von einem Generalsekretär unterstützt wird. Sie unterhält eine Geschäftsstelle in Bonn, sowie Büros in Berlin und Brüssel.
Die Leibniz-Gemeinschaft gliedert sich in fünf Sektionen:
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