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Wissenschaft

Leibniz Gemeinschaft

Auf Grund ihrer überregionalen Bedeutung und des gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interesses an ihrer Förderung werden die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft (ehemals "Einrichtungen der Blauen Liste") von Bund und Ländern als selbständige Forschungseinrichtungen und Einrichtungen mit Servicefunktion für die Forschung gefördert. Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) hat nun beschlossen, 2009 fünf weitere Institute neu in die Leibniz-Gemeinschaft aufzunehmen und diese Einrichtungen gemeinsam zu fördern.

Gegenwärtig werden bei der Leibniz-Gemeinschaft 84 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Einrichtungen mit Servicefunktion für die Forschung gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Der Finanzierungsanteil von Bund und Ländern beträgt in der Regel 50:50, insbesondere bei den Einrichtungen mit Servicefunktion können die Finanzierungsschlüssel davon abweichen. Für die Finanzierung der Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen der gemeinsamen institutionellen Forschungsförderung werden Bund und Länder 2006 rund 755 Mio. € (Soll) aufwenden.

Am 19. November 2007 hat die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) beschlossen, im Jahr 2009 fünf weitere Institute neu in die Leibniz-Gemeinschaft aufzunehmen und diese Einrichtungen gemeinsam zu fördern. Dabei handelt es sich um:

  • Deutsches Rheumaforschungszentrum (DRFZ), Berlin
  • Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt/Main
  • Zentrum für Marine Tropenökologie an der Universität Bremen (ZMT)
  • Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V. (ZZF)
  • Museum für Naturkunde (MfN), Berlin

Die Zahl der Institute in der Leibniz-Gemeinschaft erhöht sich damit im Jahr 2009 auf 86. Der Bund fördert diese Einrichtungen mit insgesamt knapp 15 Millionen Euro pro Jahr.

Die 36 Einrichtungen in den Neuen Ländern prägen deren Wissenschaftsstandort deutlich mit und spielen eine Schlüsselrolle für die wirtschaftliche Entwicklung in den Neuen Ländern. Durch vielfältige Kooperationsbeziehungen, insbesondere mit Hochschulen und Instituten der MPG und FhG gestaltet die Leibniz-Gemeinschaft  die Wissenschaftslandschaft des Unternehmens Forschung in Deutschland mit und setzt innovative Impulse.

Seit 2003 evaluiert der extern besetzte Senat der Leibniz-Gemeinschaft die Einrichtungen. Im Rahmen der Evaluation, die zuvor vom Wissenschaftsrat vorgenommen wurde, wird jeweils auch die der gemeinsamen Förderung von Bund und Ländern immanente überregionale Bedeutung und das gesamtstaatliche wissenschaftspolitische Interesse geprüft. Die mindestens alle sieben Jahre anstehenden Entscheidungen der BLK zu Ausrichtung und Förderungswürdigkeit der Leibniz-Einrichtungen stützen sich auf die Stellungnahmen des Senats.

Alle Leibniz-Institute haben sich in der Leibniz-Gemeinschaft zusammen geschlossen. Der Zusammenschluss ermöglicht eine stärkere Zusammenarbeit der Einrichtungen durch einen regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch, die Zusammenarbeit in gemeinsam interessierenden Angelegenheiten zur Nutzung des vorhandenen Potentials sowie die Wahrnehmung gemeinsamer Interessen der Mitglieder nach außen. Die Leibniz-Gemeinschaft wird geleitet von einem Präsidenten, der von einem Generalsekretär unterstützt wird. Sie unterhält eine Geschäftsstelle in Bonn, sowie Büros in Berlin und Brüssel.

Die Leibniz-Gemeinschaft gliedert sich in fünf Sektionen:

  • Geisteswissenschaften und Bildungsforschung;
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften;
  • Lebenswissenschaften;
  • Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie
  • Umweltwissenschaften.
Die Leibniz-Gemeinschaft zeichnet sich durch eine enge Kooperation mit den Universitäten aus. Forschung in Netzwerken ist prägendes Element und Leitgedanke aller Institute, beginnend damit, dass der Direktor eines Leibniz-Institutes in aller Regel ein gemeinsam mit einer Hochschule berufener ordentlicher Professor ist. Die Institute sind berechtigt, Anträge bei der DFG auf ihrem Hauptarbeitsgebiet zu stellen. Sie zahlen dafür einen Anteil in Höhe von 2,5% Zuwendungen (ohne Bauinvestitionen) an die DFG. Keine andere Forschungsorganisation kann auf solche Art an der Hochschulforschung partizipieren und auf diese Weise Forschungs- und Wissenschaftssystem verknüpfen.

Die Vernetzung geschieht mit folgenden konkreten Maßnahmen:
  • Bündelung der Aktivitäten in regionalen Verbünden und in Zusammenarbeit mit den Hochschulen (themenorientierte und administrative Verbünde, Exzellenzcluster, virtuelle Zentren, Kooperation durch vertragliche Regelungen)
  • Sektionsübergreifende Wissenschaftsverbünde (u. a. zu folgenden Zukunftsthemen: Infektionsforschung, Lernforschung, Klimaforschung, Meeresforschung, Optische Technologien, Umweltforschung)
  • Sektionsübergreifende Arbeitskreise
  • Wissenschaft

    Die Leibniz-Gemeinschaft in den Lebenswissenschaften

    21 der insgesamt 84 in der Leibniz-Gemeinschaft zusammengeschlossenen Forschungs- und Serviceeinrichtungen gehören der Sektion Lebenswissenschaften an. Sie ergänzen sich mit den programmatisch orientierten Kapazitäten der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF).
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1721.php)
  • Wissenschaft

    Standorte der Leibniz-Gemeinschaft in Deutschland

    Alle Institute der Leibniz-Gemeinschaft im geografischen Überblick.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6716.php)

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/243.php)

Ansprechpartner

  • Leibniz Gemeinschaft

    • Chausseestraße 111
    • 10115 Berlin
    • Telefonnummer: 030 / 20 60 49 - 0
    • Faxnummer: 030 / 20 60 49 - 55
    • E-Mail-Adresse: info@leibniz-gemeinschaft.de
    • Homepage: http://www.wgl.de