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Wissenschaft

Nationale Akademie der Wissenschaften

Die acht deutschen Akademien der Wissenschaften in Berlin, Düsseldorf, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Leipzig, Mainz und München sind in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossen. Insgesamt gehören ihnen etwa 1.900 ordentliche oder korrespondierende bzw. außerordentliche Mitglieder aus den verschiedensten Fachrichtungen an. Aufgabe der Akademien ist es im Wesentlichen, langfristige Vorhaben der Grundlagenforschung zu koordinieren und zu betreuen sowie den interdisziplinären Dialog zu entwickeln und zu pflegen.

Die Akademien unterstützen darüber hinaus mit Stellungnahmen zu aktuellen Fragen alle politisch Handelnden und die Öffentlichkeit bei der Suche nach Antworten auf die Zukunftsfragen unserer Gesellschaft.
Die Durchführung des von Bund und Ländern je zur Hälfte finanzierten Akademienprogramms, dessen Gesamtvolumen 2012 rund 54,4 Mio. Euro beträgt, gehört deshalb zu ihren wesentlichen Aufgaben. Der Grundhaushalt der Akademien der Wissenschaften, die Landeseinrichtungen sind, wird jedoch allein vom jeweiligen Sitzland finanziert. Im Juli 2008 wurde die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt.

Darüber hinaus existiert seit Januar 2008 die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) e.V. acatech ist eine Arbeitsakademie mit knapp 330 Mitgliedern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Akademie fördert zum einen den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Zum anderen berät und informiert die Akademie selbstbestimmt zu relevanten Technikthemen, die für die Zukunft des Standortes Deutschland von zentraler Bedeutung sind, in ausgewogener, unabhängiger und wissenschaftlich fundierter Weise. acatech ist nicht Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Bund (BMBF) und Länder beteiligen sich jeweils zur Hälfte an der staatlichen Grundfinanzierung. Darüber hinaus wird der Verein mit Mitteln der Wirtschaft gefördert.

Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

Die Leopoldina ist eine übernationale naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft, die vom Bund (BMBF) und dem Land Sachsen-Anhalt im Verhältnis 80:20 finanziert wird. Gegründet 1652, ist sie die weltälteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie. Mit zurzeit ca. 1.300 Mitgliedern ist sie zudem die mitgliederstärkste der deutschen Gelehrtengesellschaft. Wesentliche Aufgaben sind die Förderung der Wissenschaft, die interdisziplinäre Diskussion und Beratung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie deren Verbreitung. Die Leopoldina ist nicht Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

Bund und Länder haben im Rahmen der GWK im Februar 2008 beschlossen, die Leopoldina zur Nationalen Akademie der Wissenschaften zu ernennen. Damit einher geht die Erwartung, dass die Leopoldina einerseits die deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in internationalen Gremien mit einer Stimme vertritt (internationale Repräsentanz) und sich andererseits in die wissenschaftsbasierte Beratung von Gesellschaft und Politik einbringt. Auf diesem Gebiet arbeitet sie mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und den Akademien der Länder zusammen und bezieht deren Expertise ein. Ein Koordinierungsgremium unter Beteiligung der genannten Akademien verständigt sich über die im Rahmen der wissenschaftsbasierten Politikberatung zu bearbeitenden Themen und setzt Arbeitsgruppen ein, die - gegebenenfalls unter Einbeziehung der Expertise weiterer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler - Stellungnahmen zu politisch und gesellschaftlich relevanten Fragestellungen erarbeiten.

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