
Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung einen umfassenden Nachhaltigkeitsdialog gestartet. Die Beiträge sind in die Arbeiten am Fortschrittsbericht 2012 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie eingeflossen. Anregungen, Kritik und Kommentare aller Bürger sind gefragt; auf der Plattform des "Bürgerdialogs Nachhaltigkeit"
Der Verlust von Biodiversität, Energieprobleme, Rohstoffknappheit und Klimawandel, sowie die daraus erwachsenden gesellschaftlichen Folgen sind Herausforderungen, die lokal wie global sehr eng miteinander verwoben sind. Wir brauchen daher einen integrierten konzeptionellen Forschungsansatz, der alle wichtigen Aspekte - wirtschaftliche, ökologische und soziale - gleichzeitig umfasst, um nicht ein Problem auf Kosten des anderen zu lösen.
Aus diesem Grund wurde am 2. Februar 2010 das neue Rahmenprogramm "Forschung für nachhaltige Entwicklungen" bekannt gegeben. Bis zum Jahr 2015 stellt das BMBF damit mehr als 2 Milliarden Euro Fördermittel für die Entwicklung nachhaltiger Innovationen bereit.
Die Bundesregierung bietet als deutschen Beitrag für ein internationales Klimaschutzabkommen nach 2012 an, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Diese Zahlen lassen sich nur mit zusätzlichen Forschungsanstrengungen erreichen.
Die Energieversorgung muss nachhaltig und zukunftssicher gestaltet werden. Bis 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung auf 20 Prozent gesteigert und die Energieproduktivität bis 2020 gegenüber 1990 verdoppelt werden.
Die Rohstoffproduktivität soll bis 2020 verdoppelt, der zusätzliche Flächenverbrauch von 130 Hektar pro Tag auf 30 Hektar pro Tag reduziert werden. Der weltweite Verlust von Biodiversität muss eingedämmt, die Ökosystemfunktionen erhalten werden.
Um die Ziele zu erreichen, muss Deutschland international kooperieren und global tragfähige Lösungen gemeinsam mit den betroffenen und dynamisch wachsenden Weltregionen entwickeln. Gleichzeitig bedeutet das Ziel einer global nachhaltigen Entwicklung eine einmalige Chance für die Wirtschaft. Klimaschutz, Ressourceneffizienz und zukunftsfähige Energieversorgung sind die Leitmärkte der Zukunft. Diese Chance gilt es, jetzt zu nutzen. Deutschland als Exportnation und Technologieführer ist dafür bestens aufgestellt.
Mit dem neuen Rahmenprogramm "Forschung für nachhaltige Entwicklungen" setzt das BMBF konsequent die nationale Nachhaltigkeitsstrategie sowie die Hightech-Strategie im Bereich Klimaschutz, Ressourcenschutz und Energie um.
Das neue Forschungsrahmenprogramm fokussiert dabei die zentralen Aktionsfelder:
Die Informations- und Kommunikationsplattform zur "Forschung für nachhaltige Entwicklungen" bündelt umfangreiche Hintergrundinformationen zu den Handlungsfeldern und Forschungsaktivitäten. Sie bietet aktuelle Nachrichten, Serviceangebote, Möglichkeiten zum Networking sowie Kontakte zu Expertinnen und Experten - für Akteure, Interessierte und Medien. Die Plattform ist als Medium für die interdisziplinäre Vernetzung aller relevanten wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen sowie gesellschaftlichen Akteure und Aktivitäten im Bereich der Forschung für Nachhaltigkeit konzipiert.
Bisher wird Kohlendioxid (CO2) in der Öffentlichkeit vorwiegend als "Problemstoff" im Zusammenhang mit der Erwärmung der Erdatmosphäre wahrgenommen. Dies könnte sich in Zukunft ändern. Es wird zwar weiterhin notwendig sein, CO2-Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden und Möglichkeiten der CO2-Speicherung zu nutzen. CO2 kann aber auch stofflich genutzt werden und zur Wertschöpfung beitragen. Sollten die entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte erfolgreich verlaufen, könnte dies langfristig einen Strukturwandel unserer Industrie und Gesellschaft ("weg vom Öl") einleiten.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Abtrennung und stofflichen Nutzung von CO2 mit bis zu 100 Millionen Euro in den nächsten Jahren. Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, hat am 3. Mai 2011 in Berlin die Tagung "Chemische Prozesse und stoffliche Nutzung von CO2" eröffnet. Dort wurden erste Ergebnisse aus dieser Projektförderung der Öffentlichkeit vorgestellt.
Bei der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie sind alle gefragt. Die breite Diskussion und das gemeinsame Engagement sind feste Bestandteile des Nachhaltigkeitsgedankens und der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Nutzen Sie die Chance, sich in die Politik einzumischen. Diskutieren Sie mit!

Rahmenprogramm des BMBF
2010, 68 Seiten
Download [PDF - 1,89 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/forschung_fuer_nachhaltige_entwicklung.pdf)

Rahmenprogramm des BMBF im Überblick
2010, 18 Seiten
Bestell-Nr.: 30520
Download [PDF - 448,8 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/rahmenprogramm_nachhaltige_entwicklung_kurz.pdf)

Framework Programme of the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF)
2010, 68 Seiten
Bestell-Nr.: 30559
Download [PDF - 1,87 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/research_for_sustainability.pdf)

Framework Programme of the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) at a Glance
2010, 18 Seiten
Bestell-Nr.: 30558
Download [PDF - 576,5 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/research_for_sustainability_sv.pdf)
Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/2776.php)
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(URL: http://www.dialog-nachhaltigkeit.de/pdf/Entwurf_Fortschrittsbericht_2012.pdf)
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(URL: http://www.uncsd2012.org/rio20/)
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IWRM (URL: http://www.wasserressourcen-management.de/)
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(URL: http://www.fona.de/)