Kurse für Buchhaltung, Rechnungswesen und Steuern werden von Beschäftigten besucht, die ihre Qualifikation für den beruflichen Aufstieg ausweiten möchten. Kurse dieser Art sind aber auch wichtig für diejenigen, die vor einem Wiedereinstieg in das Berufsleben nach einer Elternschaftsphase oder Arbeitslosigkeit stehen. Die zwischen 1.500 bis 5.500 Euro liegenden Kosten der Kurse tragen Interessierte selbst, der Arbeitgeber oder die Bundesagentur für Arbeit.
Das Angebot ist unübersichtlich. Die STIFTUNG WARENTEST hat die Kurse von 16 Anbietern untersucht. Die Angebote haben sehr unterschiedliche Bezeichnungen. Dahinter verbergen sich Inhalte, die auf die Anforderungen in verschiedenen Branchen und Unternehmen zugeschnitten sind. Um den richtigen Kurs zu finden, ist eine genaue Information unerläßlich.
Die Kurse wurden anhand mehrerer Dimensionen bewertet. Dazu gehörten die Vorabinformationen, die Räumlichkeiten, die didaktische Kompetenz der Dozenten und ihr Auftreten. Maßgeblichen Einfluss hatten jedoch die fachlichen Fähigkeiten der Dozenten und ihre Erfahrungen aus der Praxis.
Die STIFTUNGS WARENTEST hat Teilnehmer an Weiterbildungsveranstaltungen im Rechnungswesen bei 16 Anbietern nach ihren Erfahrungen befragt. Fast alle der 245 teilnehmenden Personen äußerten sich insgesamt positiv. Kritik gab es lediglich an der Art der Wissensvermittlung und den praktischen Übungen. Unterschiedliche Reaktionen gab es bei Fragen nach der Qualität der Informationen vor Kursbeginn, der Kursdurchführung und nach den Rahmenbedingungen.
Vor Vertragsabschluss sollten sich Interessierte detailliert über die Angebote informieren. Das war bei einigen Anbietern aber nur schwer möglich. Nicht einmal bei jedem zweiten Anbieter ließen sich Auskünfte über die fachliche Ausbildung und Lehrerfahrung der Dozenten bekommen.
Unentbehrlich für eine erste Information sind Hinweise zum Kursablauf, zum Inhalt des Lehrplans, zu den Kosten, Fördermöglichkeiten, Prüfungsbedingungen und der Art des Abschlusses. Üblich sind zum Beispiel die Abschlüsse als "IHK Fachkraft Rechnungswesen" oder "Fachkraft Rechnungswesen". Wichtig ist, rechtzeitig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu bekommen und vor Vertragsabschluss zu prüfen, ob der Anbieter den Teilnehmern eine Zahlungsfrist bis Lehrgangsbeginn einräumt, ob Teilnehmer kostenlos vom Kurs zurücktreten können und der Anbieter Unterrichtszeiten, -orte und -pläne sowie die vereinbarte Gruppengröße einhält.
Als Orientierung in diesem uneinheitlichen Markt rät die STIFTUNG WARENTEST, auf Themen zu achten, die im Rahmen einer Weiterbildung im Rechnungswesen unverzichtbar sind. Das sind Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung, Lohn- und Gehaltsabrechnung, steuerrechtliche Grundlagen einschließlich Jahresabschluss sowie EDV in der Buchhaltung. Berufsrückkehrer und Langzeitarbeitslose sollten Kurse wählen, die innerhalb der Weiterbildung auch ein Praktikum vorsehen.
Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie [hier].
Kurse zum Rechnungswesen können - sofern gesetzlich definierte Voraussetzungen vorliegen - von der Bundesagentur für Arbeit über die Ausgabe eines Bildungsgutscheins finanziert werden. Einen gesetzlichen Anspruch auf einen Bildungsgutschein gibt es jedoch nicht. Ob die Bedingungen für einen Bildungsgutschein vorliegen, ergibt sich aus den Informationen der Bundesagentur für Arbeit.
Profil und Kosten von Kursen lassen sich bequem im Internet vergleichen. Zwei umfangreiche Datenbanken zu Weiterbildungsangeboten sind
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(URL: http://www.iwwb.de/metasuche/)