
Das CHE Centrum für Hochschulentwicklung hatte am 23. Mai 2007 eine zweite Studie zum Stand der Einführung der Juniorprofessur vorgelegt. Sie basiert auf einer Befragung der Universitäten und einer Befragung der Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren.
Danach würden sich 71 Prozent der Befragten erneut für eine Juniorprofessur entscheiden. Nach Bewertung des Leiters der Studie, Gero Federkeil, werde die Juniorprofessur insbesondere von den Hochschulen dafür genutzt, exzellente Nachwuchskräfte zu rekrutieren und ist besonders geeignet, innovative Forschungsfelder zu besetzen. Bei der Berufung von Juniorprofessuren werden weitgehend die gleichen Verfahren eingesetzt wie bei der Besetzung von Lebenszeitprofessuren.
Die Zwischenevaluation, die in der Regel nach drei Jahren erfolgt und über die Fortführung der Juniorprofessur entscheidet, wird von den Stelleninhabern positiv gewertet. 70 Prozent gaben an, dass sie das Verfahren überwiegend als angemessen bewerten. Die bisher durchgeführten Zwischenevaluationen hatten in der Regel ein positives Ergebnis. Nur in zwei Prozent der Fälle fiel sie negativ aus. Mehr als ein Viertel der Befragten hat allerdings angegeben, dass sie sich darüber im Unklaren fühlen, an welchen Zielen sie konkret gemessen werden.
Die Studie zeichnet ein unterschiedliches Engagement der Bundesländer und Hochschulen bei der Einrichtung von Juniorprofessuren. An einigen Hochschulen wurde eine beträchtliche Zahl an Juniorprofessuren eingerichtet. Genannt werden dabei vor allem die Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie Universität Berlin, sowie die Universitäten Göttingen, Hamburg, Bremen und Hannover. Die gegenwärtigen Ausschreibungszahlen gewährleisten, dass die Zahl der bislang geschaffenen über 800 Juniorprofessuren konstant bleibt.
Die erste Untersuchung von CHE und Junger Akademie stammte aus dem Jahr 2004. Darin äußerten sich über 91 Prozent der befragten Juniorprofessorinnen und -professoren zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Situation. Die Befragten hoben ferner die größere Unabhängigkeit in Forschung und Lehre als wichtig hervor. Die Befragten hielten schon 2004 ihre Position für eine angemessene Vorbereitung auf die Lebenszeitprofessur: Ein Drittel rechnen aufgrund ihrer Juniorprofessur mit guten oder sehr guten Karrierechancen.
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Die zweite Studie zur Juniorprofessur von CHE (URL: http://www.che.de/downloads/CHE_Juniorprofessur_Befragung_AP_90.pdf)
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Die erste Studie zur Juniorprofessur von CHE und Junger Akademie (URL: http://www.che.de/downloads/JP_Studie_Endfassung__4_233.pdf)