Vor 100 Jahren erschienen Einsteins erste bahnbrechende Veröffentlichungen, die das physikalische Grundverständnis unserer Welt veränderten. Das Einstein-Jahr 2005 erinnerte aus diesem Anlass an den Menschen und das Werk des genialen Physikers.
Am 23. November 2005 wurde mit einer letzten Aktion eine weitere Einstein-Zitat-Projektion am Alexanderplatz enthüllt.
Daran schloss sich eine Abschlussveranstaltung in Berlin an. In ihren Reden würdigten die neue Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, und ihre Vorgängerin im Amt, Edelgard Bulmahn, als Bundesministerin für das Einsteinjahr verantwortlich, die im Einsteinjahr erreichte verstärkte Auseinandersetzung nicht nur mit der Person Albert Einsteins, sondern auch mit den von ihm betriebenen wissenschaftlichen Arbeiten und dankten den Beteiligten für ihr Engagement.
Staffelübergabe: Bundesministerin Dr. Schavan, Prof Treusch und Bundesministerin a.D. BulmahnUm das Interesse an Forschung und Wissenschaft zu wecken und zu erhöhen, wird das nächste Wissenschaftsjahr 2006 das Jahr der Informatik sein. Prof. Dr. Joachim Treusch, Vorsitzender der Initiative Wissenschaft im Dialog, zog eine ebenfalls positive Bilanz des Einsteinjahres. Die Festrede hielt der Nobelpreisträger für Physik 2005, Prof. Dr. Theodor Hänsch über seine physikalischen Arbeiten zur Zeitmessung mit höchster Präzision.
Das Einstein-Jahr 2005 war auch Anlass, am 15. Juni 2005 zwei besondere Ehrungen Albert Einsteins der Öffentlichkeit vorzustellen.
Auf Beschluss der Bundesregierung wird ab dem 15.06.2005 die Gedenkmünze "Albert Einstein - 100 Jahre Relativität, Atome, Quanten" zum Nennwert von 10 Euro ausgegeben, um die hervorragenden Leistungen Einsteins besonders zu würdigen. Die Münze ziert die Darstellung einer Kugel, deren Masse Raum und Zeit krümmt - die Idee Einsteins, die unser heutiges Verständnis eines dynamischen Universums geprägt hat.
Für alle Freunde und Sammler schöner Briefmarken wurde zum gleichen Gedenktag eine 55-Cent-Sonderbriefmarke herausgegeben. Die Marke bezieht sich ebenso wie die Münze auf Einsteins wissenschaftliche Leistungen. Die Marke zeigt ein signiertes Portrait Einsteins und seine für das Verständnis atomarer Vorgänge fundamentale Formel E=mc2 zum Verhältnis von Masse und Energie zueinander, wonach jede Energieform mit einer Masse verknüpft ist.
Zuvor stand die 69. Jahrestagung der Deutsch Physikalischen Gesellschaft vom 4. bis 9. März in Berlin in diesem Jahr im Zeichen der Aktivitäten Albert Einsteins. In ihrer Begrüßungsrede an die über 6.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, unter Ihnen mehrere Nobelpreisträger und viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, forderte Bundesforschungsministerin Bulmahn dazu auf, das Einsteinjahr nicht als feierliche Veranstaltung sondern als Anstoß und Ermutigung zu weiterwirkenden Prozessen in unserer Gesellschaft zu nutzen.
Einstein begegnete uns 2005 in verschiedenster Weise, z. B. durch Zitate im öffentlichen Raum. Die Enthüllung von Einstein-Zitaten an öffentlichen Gebäuden begann Anfang Februar am Bundeskanzleramt. Seit 2. März 2005 ist auch der Berliner Dienstsitz des BMBF und das Rote Rathaus mit Zitatbannern geschmückt, die Neugier auf die Gedanken des weltberühmten Wissenschaftlers wecken sollen. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kasparick enthüllte an der Fassade des BMBF das Zitat "Wichtig ist, dass man nicht aufhört, zu fragen." Diese Botschaft an "Einsteins Erben" soll zu Nachfragen und Nachdenken, Phantasie und Kreativität anregen, die Grundsteine einer neuen Innovationskultur in Deutschland sind. Am Roten Rathaus ist zu lesen: "Berlin ist die Stätte, mit der ich durch menschliche und wissenschaftliche Beziehungen am meisten verbunden bin."
Im Rahmen des Einsteinjahres 2005 wurden weitere öffentliche Gebäude quer durch Deutschland mit Einsteins Zitaten geschmückt. Neben der Neugier, die dadurch für die Wissenschaft geweckt werden soll, wurden auch die zahlreichen Facetten Einsteins gewürdigt, der genialer Wissenschaftler, aber auch ein für Frieden und Freiheit eintretender Weltbürger war.
Das Einsteinjahr 2005 stand in der Tradition der erfolgreichen Wissenschaftsjahre, die bereits seit dem Jahr 2000 mit jährlich wechselnden Schwerpunktthemen stattfinden. Die zentralen Akteure im Einsteinjahr sind die Max-Planck-Gesellschaft, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Deutsche Physikalische Gesellschaft, das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam und das Einstein Forum.
Darüber hinaus beteiligten sich zahlreiche weitere Forschungseinrichtungen, Universitäten, Stiftungen und Unternehmen mit eigenen Aktivitäten. Auch Theater und Museen gehören zum wachsenden Kreis der Partner aus Deutschland, Israel, der Schweiz und den USA. Auch die UNESCO hat 2005 zum "World Year of Physics" ausgerufen.
Die zentralen Veranstaltungsorte des Einsteinjahres 2005 waren Berlin und Potsdam - die beiden Städte, in denen Einstein bis zu seiner Emigration in die USA fast zwei Jahrzehnte lebte und arbeitete. Durch Ausstellungen, Kulturveranstaltungen, Symposien und andere Veranstaltungsformate wurden die Spuren Einsteins und sein wissenschaftliches Erbe sichtbar gemacht und Deutschland als Forschungs- und Innovationsstandort thematisiert. Aber auch an anderen Orten in Deutschland wurde Albert Einstein gefeiert, beispielsweise in München, wo er die ersten Jahre seiner Kindheit verbracht hat.
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