Die Jobchancen für Pflegehilfskräfte - auch Schwesternhelfer/in oder Pflege(dienst)helfer/in genannt - sind gut. Das liegt am starken Kostendruck in der Pflegebranche, wo vermehrt ungelernte, also schlechter bezahlte Arbeitskräfte eingesetzt werden, um ausgebildete Krankenschwestern und Altenpfleger zu unterstützen.
Pflegehilfskräfte waschen und frisieren Hilfsbedürftige, helfen im Haushalt und begleiten sie zu Ärzten und Behörden. Interessierte können sich in 200 Stunden zur Pflegehilfskraft schulen lassen. Die STIFTUNG WARENTEST hat die Beratung von 15 Anbietern von Basiskursen Haus- und Familienpflege getestet.
Die Qualität der Beratung hat einen hohen Stellenwert, insbesondere für Menschen, die sich neu orientieren wollen oder müssen, sei es nach Arbeitslosigkeit oder Familienphase. Deshalb hat die STIFTUNG WARENTEST Tester in die Beratungsgespräche mit den Anbietern geschickt.
Neben der allgemeinen Kundenfreundlichkeit wurde auch beurteilt, inwieweit das Gespräch auf die persönlichen Voraussetzungen und die beruflichen Ziele der Interessenten zugeschnitten war und ob auch die mageren Verdienstmöglichkeiten und die regionalen Arbeitsmarktchancen thematisiert wurden.
Nur 3 von 15 Beratungsgesprächen wurden als "gut" bewertet. In den meisten Gesprächen wurde eine realistische Beschreibung des Berufsbildes ausgespart; weder die beruflichen Hintergründe der Interessenten wurden berücksichtigt noch Arbeitsmarktchancen und Verdienst zur Sprache gebracht. Auch an der persönlichen Situation und der Motivation der Ratsuchenden waren die Berater der meisten Bildungsträger nicht interessiert.
Auch die Wohlfahrtsverbände ermöglichen die Basisqualifizierung zur Pflegehilfskraft. Dort ist sie in der Regel preiswerter als bei privaten Anbietern, bei denen das Basismodul zwischen 400 und 950 Euro kosten kann. Bevor man jedoch Zeit und Geld in die Ausbildung investiert, sollte man sich ein realistisches Bild von dem Beruf machen und die Motivation noch einmal genau hinterfragen.
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