Einen Berufsalltag ohne Konflikte gibt es nicht. Da ist der Mitarbeiter aus der Buchhaltung, der das Rauchverbot in der Gemeinschaftsküche zum Ärger aller nichtrauchenden Kollegen missachtet oder die Sachbearbeiterin, die ständig über dem Termin ist und ihre Kolleginnen damit allmählich zur Weißglut treibt. In Seminaren können Berufstätige lernen, wie sie Konflikte frühzeitig erkennen und bewältigen können. Die STIFTUNG WARENTEST hat Testpersonen verdeckt in zwei- bis viertägige Seminare zum Konfliktmanagement geschickt. Die Angebote bei sieben getesteten Anbietern richteten sich hauptsächlich an Führungskräfte, Projekt- und Teamleiter.
Großen Wert wurde auf die Qualität der Kurse gelegt: Orientierte sich der Kurs an den Bedürfnissen der Teilnehmer? Wurden aktuelle und praxisnahe Inhalte vermittelt? Wie war das Verhältnis von Theorie und Praxis? War der Kurs vom Anmeldeverfahren bis zur Raumausstattung gut organisiert? Darüber hinaus wurden auch die Vertragsbedingungen und die Qualität des Informationsmaterials geprüft.
Vier der sieben getesteten Seminare erreichten das Qualitätsurteil "gut". Das Verhältnis von Theorie und Praxis war ausgewogen. In den Kursen wurde das nötige Grundlagenwissen vermittelt. Die Teilnehmer lernten, welche Ursachen und Arten von Konflikten es gibt und wie man sich in Konfliktsituationen angemessen verhält.
Berufstätige, die das Seminar selbst bezahlen müssen, sollten sich auch über die Programme der Volkshochschulen und der Industrie- und Handelskammern informieren. Trainings zur Konfliktbewältigung bieten diese häufig günstiger an als private Bildungsträger.
Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie [hier].