Navigationsbereich


Forschung

Photonik Kongress 2014

Photonik ist die technische Beherrschung von Licht in jeder Form. Im Blickpunkt der Photonik stehen Erzeugung, Kontrolle, Messung und vor allem die Nutzung von Licht in nahezu allen gesellschaftlich und ökonomisch wichtigen Gebieten. Der Begriff "Photonik" reflektiert dabei den Bezug zum Photon, dem Lichtteilchen, so wie der Begriff "Elektronik" auf das Elektron verweist.

Photonik Kongress 2014

"Bundesforschungsministerin auf dem Photonik-Kongress 2014. Quelle: VDIZukunft denken - Wandel gestalten - mit Licht gewinnen" unter diesem Motto lud die deutsche Photonik-Branche zum "Photonik Kongress 2014" in das Kongresszentrum des Radisson Blu Hotels nach Berlin. Getragen wurde die Veranstaltung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, den Industrieverbänden SPECTARIS, VDMA und ZVEI sowie der Weltleitmesse LASER World of PHOTONICS.

Neben vielen hochrangigen Rednern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft waren auch Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie auf dem Plenum.
 
Mit den drei Leitthemen "Photonik - Unser Standort heute und morgen", "Photonik im Umfeld sozialer Innovationsprozesse" und "Photonik - Technologien für morgen" widmete sich der "Photonik Kongress 2014" der Dynamik einer sich immer schneller verändernden Welt und Gesellschaft, in der neue Technologien zum Motor ständiger Veränderungen werden.
 
In der einleitenden Plenumsveranstaltung präsentierten neben der Politik prominente Plenarredner wie Dr. Hans Ulrich Seidt, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt und langjähriger Botschafter in Südkorea, Prof. Dr. Henning Kagermann, Präsident von acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V. und langjähriger Vorstandssprecher der SAP AG sowie Dr. Peter Leibinger, Geschäftsführer der TRUMPF GmbH & Co. KG ihre Sichtweisen und Erfahrungen zu aktuellen und künftigen Chancen der Photonik - aber auch zu deren Herausforderungen im internationalen Wettbewerb.
 
Die drei Leitthemen wurden am Nachmittag in Fachforen mit insgesamt 17 Vorträgen durch die Branche vertieft. Moderiert von Wirtschafts- und Wissenschaftsredakteuren diskutierten die jeweiligen Redner mit der Branche ihre Erfahrungen, Lösungsansätze und Probleme.
 
Ein Besuch der begleitenden Ausstellung zur "Make Light" Initiative des BMBF im Rahmen eines Presserundganges bildete den Auftakt des ganztägigen Kongresses. Neben Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Staatssekretärin Brigitte Zypries nehmen daran die Plenarredner und Repräsentanten der Veranstalter teil. Fachlich geführt wurden Sie dabei von Prof. Dr. Jan Borchers, dem Leiter des Lehrstuhles für Medieninformation und Mensch-Computer-Interaktion der RWTH Aachen, der gleichzeitig auch Vorreiter der sogenannten "Maker-Bewegung" in Deutschland ist und damit auch maßgeblicher Ideengeber der Initiative "Make Light".
 
"Make Light" ist die High-Tech-"Do-it-yourself"-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für die Photonik. Ziel dieser Initiative ist es, den kreativen Zugang zur Zukunftstechnologie Photonik zu erleichtern. Die Begleitausstellung auf dem Photonik Kongress 2014 will Kernelemente der Initiative in insgesamt fünf Stationen abbilden. Dazu zählen zum einen der "Photonik-Campus Deutschland", eine Gemeinschaftsinitiative des BMBF und der Photonik-Branche für den Nachwuchs. Zum zweiten der BMBF-Wettbewerb "Make Light", der erstmals im Rahmen der "Maker Faire 2013" in Hannover ausgerufen wurde und sich mit der Frage "Was ist intelligentes Licht?" beschäftigt.
 
"Digitale Produktion für den Nachwuchs" ist ein drittes Element, das sich mit der Nutzung digitaler Medien, digitaler Produktionstools und Fablab-Technologien wie 3D-Scanner, 3D-Drucker, Lasercutter & Co. im Bildungsbereich beschäftigt. Dem "kreativen Schmelztiegel der Maker-Bewegung" - so die Insidersicht - widmet sich der vierte Stand der Ausstellung "Photonik in Fablabs". Die sogenannten "Fablabs" machen alle wichtigen Tools der digitalen Produktion für jedermann zugänglich. Eine Präsentation von "open-hardware" Ansätzen, also "Offenen Technologieplattformen" in der Photonikforschung, die nicht nur von Kreativen und Hobbytüftlern, sondern auch im professionellen Rahmen genutzt werden, rundeten das Ausstellungsspektrum ab.

Weitere Informationen zum Photonik Kongress finden Sie hier


Deutscher Zukunftspreis 2013 - Preisverleihung in Berlin

Bundespräsident Joachim Gauck hat am 04.12.2013 in Berlin die Entwickler des Projektes "Ultrakurzpulslaser für die industrielle Massenfertigung - produzieren mit Lichtblitzen" mit dem Deutschen Zukunftspreis 2013 ausgezeichnet.
v.l.n.r. Prof. Dr. Stefan Nolte, Dr. Jens König und Dr. Dirk Sutter ©Deutscher Zukunftspreis / Eventbild-Service / Stephanie Pilick v.l.n.r. Prof. Dr. Stefan Nolte, Dr. Jens König und Dr. Dirk Sutter ©Deutscher Zukunftspreis / Eventbild-Service / Stephanie Pilick. Das Team erhielt den mit 250.000 Euro dotierten Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation für ihre Arbeiten mit Ultrakurzpulslasern. Das Team entwickelte Werkzeuge auf der Basis von Lasern, die das Licht in Form ultrakurzer und energiegeladener Pulse aussenden. Dadurch ebneten sie den Weg für eine schnelle, zuverlässige und sehr präzise Bearbeitung unterschiedlichster Materialien - und zur Fertigung neuartiger Produkte.

Durch die konsequente und nachhaltige Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf dem Gebiet der Photonik sind heute die enormen Vorteile der minimalinvasiv abtragenden Ultrakurzpluslaser für die Industrie nutzbar.

Ebenfalls nominiert für den Deutschen Zukunftspreis waren:

  • Dipl.-Ing. Rainer Pätzel, Dr. Ralph Delmdahl und Dr. Kai Schmidt mit ihrem Projekt "Kristalline Schaltschichten für lebendige Displays - bye, bye Pixel!"
  • Prof. Dr. Wolfgang Schnick und Dr. Peter J. Schmidt mit ihren Arbeiten zu "Energiesparende Festkörperchemie - neue Materialien beleuchten die Welt".

Sie gehören zum "Kreis der Besten" und wurden von Bundespräsident Joachim Gauck mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Deutsche Unternehmen sind Weltmarktführer

Um das Medium Licht ist längst ein Hochtechnologiezweig entstanden: Deutsche Unternehmen zählen zu den Weltmarkführern in zahlreichen Bereichen der Photonik wie Lasertechnik, Beleuchtung oder Mikroskopie und Bildgebung. Über 120.000 Menschen finden in der Photonik Branche ihren Arbeitsplatz. Die Forschungsförderung der letzten zehn Jahre hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Mit dem Förderprogramm "Photonik Forschung Deutschland - Licht mit Zukunft" beschreibt das Bundesforschungsministerium die Strategie der Bundesregierung zum Erhalt und Ausbau dieser starken Marktposition für die nächsten zehn Jahre.

Im Blickpunkt der Photonik stehen Erzeugung, Kontrolle, Messung und vor allem die Nutzung von Licht in nahezu allen gesellschaftlich und ökonomisch wichtigen Gebieten. Der Begriff "Photonik" reflektiert dabei den Bezug zum Photon, dem Lichtteilchen, so wie der Begriff "Elektronik" auf das Elektron verweist.

Das Licht besitzt eine Reihe außergewöhnlicher Eigenschaften:

  • Fokussierbarkeit: bis auf den millionsten Teil eines Millimeters (Nanometer)
  • Lichtgeschwindigkeit: die höchste erreichbare Geschwindigkeit im Universum
  • Kürzeste Pulse: bis zu einem milliardsten Teil einer milliardstel Sekunde (Attosekunde)
  • Höchste Leistungen: bis zu Milliarden von Megawatt (Petawatt)
  • Ungestörte Überlagerungsfähigkeit: bis zu Millionen von Megabit pro Sekunde (Terabit pro Sekunde)

Photonik macht diese Eigenschaften nutzbar. In der Kombination mit anderen Schlüsseltechnologien liefert sie entscheidende Impulse für Energieeffizienz in der Produktion, für umweltgerechte Beleuchtung oder für eine bessere medizinische Diagnose.

Den Aufbruch in die Photonik gestalten

Nach dem Start des BMBF-Förderprogramms "Photonik Forschung Deutschland - Licht mit Zukunft" im Januar 2012 gab es einen Bezeichnungswechsel: "Photonik" löst "Optische Technologien" ab. Damit folgt man dem internationalen Sprachgebrauch und dokumentiert vor allem den Aufbruch in eine neue Ära.

Kompetenzen aus Maschinenbau, Lasertechnik, Halbleitertechnik und Medizin wachsen zusammen. Gleichzeitig beschreitet die Photonik einen vergleichbaren Weg wie die Elektronik - von der Manufaktur zur Volumenproduktion, von diskreten zu hoch integrierten Technologien.

Die Beherrschung und Nutzung des Photons ist zu einem der wichtigsten Innovationstreiber für die moderne Gesellschaft und Wirtschaft geworden. Photonik stellt heute einen global umworbenen, hoch dynamischen Weltmarkt mit einem Umsatzvolumen von 250 Milliarden Euro dar.

Mehr und mehr basieren Optische Technologien auf Halbleitern - in der Lasertechnik wie in der Beleuchtung.

"Photonik" fasst all diese Trends zusammen. Sie bieten uns enorme Chancen und stellen uns zugleich vor große Herausforderungen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Erschließung dieses immensen Potentials in den nächsten vier Jahren mit jährlich rund 100 Millionen Euro.

Zukunftsbranche auch dank Forschungsförderung

Viele Faktoren haben die Entwicklung der Photonik von einer Nischentechnologie hin zu einer der wichtigsten Zukunftsbranche Deutschlands beeinflusst.

So beispielsweise die Innovationskraft der Photonik-Branche mit ihren exzellent ausgebildeten Mitarbeitern und Investitionen in FuE in Höhe von etwa zehn Prozent des Umsatzes - immerhin 30 Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren.

Oder die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, die zum Aufbau zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen im Umfeld von Unternehmen führte. Dazu gehören die im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderten vier Cluster der Optik, Institute der Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft - wie das 2009 gegründete Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts - sowie zahlreiche Einrichtungen und Aktivitäten der Bundesländer.

Auf dieser soliden Basis konnten im Rahmen der FuE-Projektförderung des BMBF durch das Programm "Optische Technologien - Made in Germany" in den letzten zehn Jahren wichtige Technologiesprünge gelingen.

Zusatzinformationen

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/3591.php)

Deutscher Zukunftspreis 2013

Bundespräsident Joachim Gauck hat Dr. Jens König, Prof. Dr. Stefan Nolte und Dr. Dirk Sutter für ihr
Projekt "Ultrakurzpulslaser für die industrielle Massenfertigung -
produzieren mit Lichtblitzen" mit dem Deutschen Zukunftspreis 2013
ausgezeichnet.

Dokumente

Publikationen

  • Photonik Forschung Deutschland ID = 1310

    Titelbild der Publikation

    Licht mit Zukunft

    2011, 56 Seiten

    Download [PDF - 972,4 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/photonik_forschung_in_deutschland.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • VDI Technologiezentrum GmbH

    • PT Photonik, Optische Technologien
    • VDI-Platz 1
    • 40468 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 / 6214-401
    • Faxnummer: 0211 / 6214-484
    • E-Mail-Adresse: vditz@vdi.de
    • Homepage: http://www.photonikforschung.de/
    • Geförderte Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/jsp/SucheAction.do?actionMode=searchlist&suche.lfdVhb=J&suche.ressort=BMBF&suche.pt=PT-VDI&suche.referat=513
  • BMBF - Referat 513

    • Photonik, Optische Technologien
    • Heinemannstraße 2
    • 53175 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 9957-3259
    • Faxnummer: 0228 / 9957-83259
    • E-Mail-Adresse: Frank.Schlie-Roosen@bmbf.bund.de
 

© 2014 Bundesministerium für Bildung und Forschung