
Das BMBF fördert seit den 70er Jahren die Materialforschung und ausgewählte Schwerpunkte der Chemietechnik. Ende der 90er Jahre kam die Nanotechnologie hinzu. Die technologische Entwicklung und das Zusammenwachsen unterschiedlicher Forschungsbereiche führte dazu, die Programme "Materialforschung" und "MaTech - Neue Materialien für Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts" sowie das Fördergebiet "Chemische Technologien" zu einem neuen Rahmenprogramm zusammenzufassen. Das neue Förderprogramm "WING - Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft" wurde Anfang 2004 veröffentlicht. Darin sind erstmals die klassische Materialforschung mit der Basisdisziplin Chemie und der Nanotechnologie integriert.
Neben der Integration von Grundlagenforschung und angewandter Materialforschung zur Beschleunigung des Ergebnistransfers spielen auch technologisch getriebene Änderungen der Marktbedingungen eine Rolle. So kann der eigentliche Werkstoffhersteller oft nur geringfügig an der späteren, oft hohen Wertschöpfung im Bauteil bzw. System partizipieren, obwohl bei ihm der überwiegende Teil der Forschung- und Entwicklungskosten anfällt. Zudem benötigt der Markt um so geringere Werkstoffmengen, je spezieller deren besonderen Funktionen sind, wie das etwa bei Funktionswerkstoffen oder Schichtmaterialien der Fall ist. Die zunehmende Spezialisierung bei Werkstoffen erfordert daher auch eine verstärkte Zusammenarbeit. Erst Verbünde aus Forschung und Entwicklung erlauben kleinen und mittleren Unternehmen, lukrative Nischenmärkte zu besetzen.
WING wurde in intensiver Zusammenarbeit mit Werkstoffherstellern und -anwendern aus Großunternehmen und KMU, Vertretern aller Wissenschaftsorganisationen, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde erarbeitet und auf die folgenden Leitziele fokussiert:
Damit soll ein ganzheitlicher Ansatz für werkstoffbasierte Produktinnovationen verfolgt sowie dem gesellschaftlichen Bedarf und den Nachhaltigkeitsaspekten in der Materialentwicklung Rechnung getragen werden. WING orientiert sich damit an den international abgestimmten Grundpfeilern der Nachhaltigkeit: Ökonomie - Ökologie - Gesellschaft. Sie spiegeln sich wider in der zukünftigen werkstoffrelevanten Förderung von Themen wie Gesundheit, Mobilität, Information/Kommunikation, sicherer Energieversorgung und höherer Ressourceneffizienz, die insgesamt zu besseren ökonomischen, ökologischen und sozialen Verhältnissen in unserer Industriegesellschaft und Umwelt führen sollen. Durch eine entsprechende Förderpolitik wird damit die Basis für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit, für ressourcen- und umweltschonende Technologien und für den Erhalt und die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze in Deutschland gelegt. Das Programm WING baut zugleich auf Stärken der deutschen Industrie auf und zielt darauf ab, interdisziplinäre Systemkompetenz und die Fähigkeit weiterzuentwickeln, anwenderspezifische Problemlösungen anzubieten.
Auf Projektebene verfolgt das Rahmenprogramm WING folgende Ziele:
Der inhaltliche Rahmen von WING ist bewusst offen gehalten und soll durch Schwerpunktsetzungen im Laufe des Programms gestaltet werden. Es wird allerdings in den Projekten darauf ankommen, durch die Mobilisierung privaten Kapitals Entwicklungen mit möglichst großer Hebelwirkung für den Innovationsprozess auszulösen. Das BMBF richtet die Förderung von Werkstoffentwicklungen bewusst auf die exportstarken Branchen Maschinenbau, Fahrzeugbau, chemische Industrie, Elektrotechnik / Elektronik und Information / Kommunikation aus, die eine hohe wirtschaftliche und technologische Relevanz in Deutschland haben. Das Programm WING konzentriert sich dabei fachlich auf zehn exemplarische Handlungsfelder:
Charakteristisch für diese Handlungsfelder ist eine hohe Interdisziplinarität, insbesondere zwischen der klassischen Materialforschung, der Chemie und den Nanotechnologien, die eine besondere Bedeutung für industrielle Produktentwicklungen und damit ökonomische Bedeutung haben.
Als Förderinstrument steht weiterhin die Verbundforschung mit mehreren Unternehmen und Instituten unter industrieller Federführung im Vordergrund. Idealerweise decken die Verbundprojekte die einzelnen Wertschöpfungsstufen der Werkstoffentwicklung ab, mit dem langfristigen Ziel einer effizienten Marktumsetzung von Forschungsergebnissen.
English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/3780.php)
[PDF - 1,25 MB]
- Ergebnisbericht - (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/ergebnisbericht_wing_2011.pdf)
[PDF - 160,0 kB]
- nicht barrierefrei - (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/10-_Punkteprogramm_zu_Materialwissenschaft_und_Werkstofftechnik.pdf)

2003, 76 Seiten
Download [PDF - 1,27 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/rahmenprogramm_wing.pdf)
Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)
11.01.2013 - 30.04.2013 (URL: http://www.bmbf.de/foerderungen/21069.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/2161.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/1948.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/1727.php)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.ptj.de/werkstoffinnovationen)