Werkstoff-Forschung im Nachwuchswettbewerb Nanotechnologie

Im Nachwuchswettbewerb Nanotechnologie werden Nachwuchsforscherinnen und - forscher aus allen Bereichen der Nanotechnologie ausgezeichnet. Im Wettbewerb hat sich auch ein Schwerpunkt in der Nanomaterialforschung herausgebildet. Dieser umfasst Forschungsarbeiten zu nanoskaligen Bereichen der Materialforschung, Chemie, Biotechnologie und Analytik.

Seit Anfang 2003 werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung 17 Forschergruppen im Nachwuchswettbewerb Nanotechnologie gefördert. In diesen Gruppen sind insgesamt über 70 Wissenschaftler sowie 13 Techniker tätig, die über ein Gesamtbudget von 27 Mio. € verfügen. Die Gruppen wurden von einer Jury bestehend aus Industrie-Experten und Institutsleitern als Sieger aus dem Nachwuchswettbewerb ausgewählt. Gegenstand der Forschungsarbeiten sind sowohl visionäre Entwicklungsansätze als auch Themen an der Grenze zur anwendungsorientierten Entwicklung. Hauptsächlich diese angewandtere Forschung hat das Interesse der Industrie hervorgerufen, so dass enge Kooperationen zu 15 Industrieunternehmen aufgebaut werden konnten, darunter eine beachtliche Zahl an mittelständischen Betrieben. Unter den Industrieunternehmen sind die Chemische Industrie, Mess- und Regeltechnik, Halbleitertechnik und Pharmazeutische Industrie besonders stark an dieser Zusammenarbeit interessiert. Die Themen der Forschungsarbeiten umfassen alle Wissenschaftsbereiche von Nanomaterialien über
Nanochemie hin zur Nanobiotechnologie und nanoskaligen Analytik. Aus Sicht der Nanomaterialforschung sind für den Aufbau von komplexen Materialsystemen besonders notwendig:

  • die Entwicklung nanopartikelverstärkter polymerer Hochleistungskunststoffe,
  • die Erforschung von Fullerenen für den Einsatz in Quantencomputern,
  • nanotribologische Untersuchungen an Werkstoffen,
  • die Entwicklung von Hybridmaterialien sowie Nanostäben und Nanoröhrchen unter Nutzung von Selbstorganisationsmechanismen,
  • die Entwicklung von Materialsystemen für Spintronics,
  • die Forschung an Nanomaterialien für Terahertz-Technologien 
  • und schließlich an der Schnittstelle zur Biologie die Erforschung des Einsatzes von DNA und Motorproteinen.

Nano-Nachwuchswettbewerb NanoFutur


Der BMBF-Nachwuchswettbewerb "NanoFutur" wurde auf der Konferenz NanoDE 2002 gestartet. Aus
bisher zwei Auswahlrunden wurden mehrere Gruppen von Nachwuchsforschern ausgewählt. Von den
18 geförderten Nachwuchsforschern der ersten Runde haben inzwischen sieben einen Ruf auf eine
Professur erhalten. In der zweiten Runde wurden elf Nachwuchsgruppen ausgewählt, die bis zum
Jahre 2011 mit ca. 16 Mio. € gefördert werden. Schwerpunkt sind aktuell die Nanooptik,
Nanoelektronik, Sensorik, Life Sciences und die Nanochemie. Zur Fortsetzung des BMBF-Nachwuchswettbewerbs ist die Erweiterung von der Nanotechnologie auf die gesamte Materialforschung geplant. Hierzu werden in Kürze Ausschreibungen erfolgen.
(URL: http://www.bmbf.de/de/534.php)

 

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    Nano-Nachwuchswettbewerb NanoFutur

    Der BMBF-Nachwuchswettbewerb "NanoFutur" wurde auf der Konferenz NanoDE 2002 gestartet. Aus bisher zwei Auswahlrunden wurden mehrere Gruppen von Nachwuchsforschern ausgewählt. Von den 18 geförderten Nachwuchsforschern der ersten Runde haben inzwischen sieben einen Ruf auf eine Professur erhalten. In der zweiten Runde wurden elf Nachwuchsgruppen ausgewählt, die bis zum Jahre 2011 mit ca. 16 Mio. € gefördert werden. Schwerpunkt sind aktuell die Nanooptik, Nanoelektronik, Sensorik, Life Sciences und die Nanochemie.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/534.php)