24.05.2011
Jugend forscht/Schüler experimentieren
Der Startsschuss zum 46. Bundeswettbewerb Jugend forscht fiel am 19. Mai. Vier Tage lang traten Deutschlands beste Jungforscherinnen und Jungforscher im Landtag von Schleswig-Holstein in den wissenschaftlichen Wettstreit. 195 Jugendliche mit insgesamt 110 Projekten haben sich in sieben naturwissenschaftlich-technischen und mathematischen Fachgebieten für das diesjährige Finale qualifiziert. Höhepunkt war am Sonntag, den 22. Mai die Bekanntgabe der Bundessieger in Anwesenheit von Bundespräsident Christian Wulff und Staatssekretär Thomas Rachel. Sie fand vor rund 1200 geladenen Gästen im Kieler Schloss statt.
"Gerade in Zeiten der Krise ist es wichtig, nachhaltig in Bildung und Forschung zu investieren", sagt Bundesbildungsministerin Annette Schavan, die zugleich Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V. ist. "Für die Zukunft unseres Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes ist es von entscheidender Bedeutung, noch weitaus mehr junge Talente als bisher zu finden und sie gezielt zu fördern. Jugend forscht ist zweifellos eines der wirkungsvollsten Instrumente der Nachwuchsförderung in Deutschland."
Seit über vier Jahrzehnten leistet Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb einen wichtigen Beitrag, die Begabungspotenziale zu identifizieren und auszuschöpfen, die wir in Wirtschaft und Wissenschaft dringend benötigen. Jugend forscht gelingt es dabei auf vorbildliche Weise, junge Menschen für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu begeistern: Seit der Gründung haben sich rund 180 000 Jugendliche am Wettbewerb beteiligt. Die Mehrheit der erfolgreichen Teilnehmer bleibt ihren Fächern in Ausbildung und Studium treu. Viele sind anschließend als Wissenschaftler an Hochschulen und Forschungseinrichtungen oder als Führungskräfte in Unternehmen tätig. Entscheidende Grundlage für die einzigartige Erfolgsbilanz ist die Organisation des Wettbewerbs als gesellschaftlich breit verankertes Netzwerk. Verschiedene Gruppen und Institutionen engagieren sich dabei für ein gemeinsames Ziel. Hauptförderer der Initiative sind BMBF, stern und Wirtschaft; die Kultusministerien und Schulen unterstützen Jugend forscht maßgeblich.
Jugend forscht/Schüler experimentieren
Jugend forscht ist Europas größter Nachwuchswettbewerb für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Der bundesweite Wettbewerb, den das BMBF wesentlich mit finanziert, richtet sich an Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen mindestens die 4. Klasse besuchen. Teilnehmer bis 14 Jahre starten in der Juniorensparte Schüler experimentieren. Das Thema der Wettbewerbsarbeit ist frei wählbar, muss sich aber einem der sieben Fachgebiete zuordnen lassen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik oder Technik.
Jugend forscht/Schüler experimentieren fördert besondere Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Das Ziel ist, Jugendliche langfristig für diese Themen zu begeistern und über den Wettbewerb hinaus die berufliche Orientierung zu unterstützen.
Wer kann teilnehmen?
Der bundesweite Wettbewerb richtet sich an Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen mindestens die 4. Klasse besuchen. Studenten dürfen sich nur im Jahr ihres Studienbeginns anmelden. Teilnehmer bis 14 Jahre treten in der Juniorensparte Schüler experimentieren an; ab 15 Jahren starten sie in der Sparte Jugend forscht. Entscheidend für die Zuordnung ist das Alter am 31. Dezember. Teilnehmen können Einzelpersonen oder Gruppen. Eine Gruppe besteht aus zwei oder drei Personen. Bislang haben sich in über vier Jahrzehnten rund 170 000 Jugendliche beteiligt.
Welche Themen können eingereicht werden?
Bei Jugend forscht werden keine Themen vorgegeben. Die Wettbewerbsteilnehmer suchen sich selbst eine interessante Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Ihr Projekt muss sich einem der sieben Fachgebiete zuordnen lassen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik oder Technik.
Wie ist der Ablauf des Wettbewerbs?
Anmeldeschluss ist in jedem Jahr der 30. November. Im darauffolgenden Januar müssen die Teilnehmer eine schriftliche Arbeit mit maximal 15 Seiten einreichen. Anschließend wird der Wettbewerb auf drei Ebenen ausgetragen: Die Jugendlichen treten zunächst im Februar bei einem der Regionalwettbewerbe an. Hier präsentieren sie ihre Projekte an einem selbstgestalteten Ausstellungsstand einer Jury sowie der Öffentlichkeit. Wer hier gewinnt, darf im März auf der Landesebene starten. Die Sieger der Landeswettbewerbe qualifizieren sich für den Bundeswettbewerb im Mai.
Was gibt es zu gewinnen?
In jeder Wettbewerbsrunde gibt es Geld-, Sach- und Sonderpreise im Wert von rund einer Million Euro zu gewinnen.
Wer organisiert Jugend forscht?
Jugend forscht ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, stern, Wirtschaft und Schulen. Schirmherr ist der Bundespräsident. Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V. ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung. Rund 250 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft richten die Wettbewerbe aus, stiften Preise und fördern weitere Aktivitäten. Rund 6 000 Lehrer unterstützen Jugend forscht ehrenamtlich als Projektbetreuer und Wettbewerbsleiter. Mehr als 2 000 Fach- und Hochschullehrer sowie Experten aus der Wirtschaft bewerten die Arbeiten.
Wo gibt es weitere Informationen zum Wettbewerb?
Stiftung Jugend forscht e. V.
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-0
Fax: 040 374709-99
E-Mail: info@jugend-forscht.de
Internet: http://www.jugend-forscht.de