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Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften: Wissen für kulturelle und soziale Orientierung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verstärkt mit einem neuen Rahmenprogramm seine Förderung der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Ziel ist es, die Internationalisierung der Geisteswissenschaften zu fördern und für Forscher und Nachwuchswissenschaftler neue Freiräume zu schaffen - über die Grenzen von Ländern und Disziplinen hinaus. Für die Umsetzung in die Projektförderung stehen in den nächsten fünf Jahren rund 380 Millionen Euro bereit.

Mit dem ersten Rahmenprogramm dieser Art sollen deutsche Einrichtungen so attraktiv werden, dass die besten ausländischen Wissenschaftler gerne kommen. Mit internationalen Kollegs für Geistes- und Sozialwissenschaften, wie beispielsweise den vom BMBF geförderten Käte Hamburger Kollegs, den Geisteswissenschaftlichen Zentren in Berlin und Leipzig oder dem Wissenschaftskolleg zu Berlin bestehen bereits gute Voraussetzungen, im globalen Wettbewerb um Spitzenforscher erfolgreich zu sein.

Das neue Rahmenprogramm Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften schließt an die Förderinitiative "Freiraum für die Geisteswissenschaften" (2007-2012) an, mit der entsprechend den Empfehlungen des Wissenschaftsrats neue Förderformate für die Geisteswissenschaften eingeführt werden.

Zum neuen Rahmenprogramm geht es hier

Die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften liefern eine Fülle an Wissen über kulturelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen sowie über soziale Strukturen. Sie schaffen damit wichtige Grundlagen für Entscheidungen über aktuelle Probleme und Herausforderungen. Ihre Arbeit wird erleichtert, wenn vorhandene Daten besser verfügbar sind. Ihre Aussagekraft wird erhöht, wenn sie stärker disziplinübergreifend zusammenarbeiten. Ihre Wirkung wird größer, wenn ihr Praxisbezug und ihre internationale Rolle verstärkt werden.

Das BMBF unterstützt die Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften mit dem neuen Rahmenprogramm gezielt in sechs Schwerpunkten:

  • Orte und Freiräume für Forschung
  • Geistes- und Sozialwissenschaften weltweit 
  • Informationsinfrastrukturen
  • Wissenschaftlicher Nachwuchs
  • Kulturelles Erbe und Forschungsmuseen
  • Religion, Kulturelle Vielfalt und Zusammenhalt.

Diese Schwerpunktsetzung orientiert sich an strukturellen und inhaltlichen Zielen, die der sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlichen Forschung neue Impulse geben sollen: 

  • Es werden Beiträge der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften zu zentralen Fragen unserer Zeit und damit zur Gestaltung der Zukunft angeregt.
  • Diese Disziplinen sollen stärker profiliert und strukturell verbessert werden. Die Geistes- und Sozialwissenschaften sowie die Technik- und Naturwissenschaften sollen intensiver vernetzt werden.
  • Damit soll auch ein besseres Verständnis komplexer Systeme geschaffen werden. Die geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fachgebiete, die bereits international sichtbar sind, sollen ihre Spitzenstellung ausbauen.
Um die Forschungslandschaft zu stärken, nutzt das BMBF zum einen das Mittel der Projektförderung. Gezielte Projektförderung kann schnell auf Anforderungen der Gesellschaft und aktuelle Themen, z.B. auf Empfehlungen des Wissenschaftsrates reagieren, und sie kann nachhaltige Impulse setzen.

Zum anderen setzt das BMBF auf die langfristig ausgerichtete institutionelle Förderung. Forschungseinrichtungen, die vom BMBF gemeinsam mit den Ländern auf dem Gebiet der Sozial- und Geisteswissenschaften gefördert werden, sind:

sowie die acht Forschungsmuseen

Mit der Max Weber Stiftung - Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina  - Nationale Akademie der Wissenschaften  (seit 2011 ist auch die Junge Akademie unter dem Dach der Leopoldina angesiedelt) und  der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) werden drei übergeordnete Einrichtungen institutionell gefördert.

Das vom BMBF gemeinsam mit dem Land Berlin geförderte Wissenschaftskolleg zu Berlin hat die Aufgabe, exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedenster Fachrichtungen und Nationalitäten durch Aufenthalte als Jahres-Fellows des Kollegs Raum und Zeit für selbst gewählte Forschungsaufgaben und den interdisziplinären Diskurs zu geben.

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) ist eine Bundesstiftung im Zuständigkeitsbereich des BMBF. Sie verfolgt den Zweck, die Friedens- und Konfliktforschung gemäß ihrer außen- und sicherheitspolitischen Bedeutung in Deutschland dauerhaft zu stärken.

  • Ein Mann durchschreitet einen antiken Torbogen und blickt auf eine weite Ebene

    Forschung

    Orte und Freiräume für Forschung

    Mit dem Rahmenprogramm "Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften" verstärkt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Dezember 2012 sein Engagement für diese Forschungsfelder. Das Ziel des BMBF ist es, die Internationalisierung der Geisteswissenschaften zu fördern und für Forscher und Nachwuchswissenschaftler neue Freiräume zu schaffen - über die Grenzen von Ländern und Disziplinen hinaus. Für die Umsetzung stehen in den nächsten fünf Jahren rund 380 Millionen Euro in der Projektförderung bereit. Einige bewährte Maßnahmen aus der 2007 im Jahr der Geisteswissenschaften gestarteten Freiraum-Initiative.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/21517.php)
  • Eine Weltkugel inmitten einer Bücherwand

    Forschung

    Geistes- und Sozialwissenschaften weltweit

    Internationalisierung gehört zu den Kernzielen des Rahmenprogramms für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Mit diesem Programmschwerpunkt unterstützt das BMBF die Disziplinen darin, ihren Beitrag zum Verständnis der gesellschaftlichen Vergangenheit und Gegenwart in Europa und weltweit zu leisten.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/21528.php)
  • Laptop und Weltkugel mit binär Code

    Forschung

    Informationsinfrastruktur

    Die Verbesserung der informationellen Infrastruktur für die empirisch forschenden Sozialwissenschaften und die Förderung von "enhanced Humanities" in den Geisteswissenschaften sind die Schwerpunkte in diesem Bereich. Dabei ist die Verknüpfung von Infrastrukturen für die Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mit entsprechenden EU-Initiativen im "European Strategic Forum on Research Infrastructures" (ESFRI) besonders wichtig. An dieser Schnittstelle werden die nationale Roadmap zur Entwicklung innovativer Forschungsinfrastrukturen und Finanzierungsregeln für die Investitions- und Betriebskosten erarbeitet.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/21568.php)
  • forschen Kindergruppe

    Forschung

    Wissenschaftlicher Nachwuchs

    Gut qualifizierter Nachwuchs ist nicht nur eine wesentliche Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit unseres Wissenschaftssystems, sondern auch außerhalb des Wissenschaftssystems sehr gefragt. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist daher ein zentrales Anliegen des BMBF.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/21587.php)
  • ein junges Mädchen macht sich Notizen in einem Museum

    Forschung

    Kulturelles Erbe und Forschungsmuseen

    Das vielfältige kulturelle Erbe in den Archiven, Sammlungen, Museen und Bibliotheken wird durch Forschung erschlossen, ins öffentliche Bewusstsein gebracht und präsent gehalten. Hier setzt das BMBF sowohl mit langfristig wirkender institutioneller Förderung als auch mit gezielter Projektförderung wichtige Impulse. Dabei geht es auch darum, Forschung zum kulturellen Erbe einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/21592.php)
  • Eine Weltkugel mit verschiedenen Gesichtern

    Forschung

    Religion, kulturelle Vielfalt und Zivilgesellschaft

    Moderne Gesellschaft zeichnen sich durch kulturelle und soziale Vielfalt sowie die fortschreitende Pluralisierung von Lebensstilen aus. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren, ist es deshalb erforderlich, eine Debatte hinsichtlich der Ziele, Werte und Regeln des gemeinsamen Miteinanders anzuregen. Insbesondere stellt sich die Frage, wie in ethnisch, sprachlich und kulturell heterogenen Gesellschaften die Legitimität von sozialen, politischen und ökonomischen Ordnungen hergestellt werden kann. Die Geistes- und Sozialwissenschaften schaffen hierfür wichtiges Orientierungswissen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/21618.php)

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/4630.php)

Geisteswissenschaften in Deutschland

Dokumente

Publikationen

  • Erfolgreich in Europa ID = 1450

    Titelbild der Publikation

    Deutsche Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaftler im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm

    2011, 48 Seiten
    Bestell-Nr.: 30677

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 2,59 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/erfolgreich_in_europa.pdf)

  • Museen: Forschung, die sich sehen lässt ID = 1533

    Titelbild der Publikation

    2012, 56 Seiten
    Bestell-Nr.: 30740

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 7,51 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/museen_forschung_die_sich_sehen_laesst.pdf)

  • Neue Blicke auf alte Kulturen ID = 1499

    Titelbild der Publikation

    Wechselwirkung zwischen Natur und Geisteswissenschaften in der Archäologie

    2012, 28 Seiten
    Bestell-Nr.: 30704

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,98 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/neue_blicke_auf_alte_kulturen.pdf)

  • Geist kennt keine Grenzen ID = 1384

    Titelbild der Publikation

    Die Internationalisierung der Geisteswissenschaften in Deutschland

    2011, 44 Seiten
    Bestell-Nr.: 30650

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,97 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/geist_kennt_keine_grenzen.pdf)

  • New Frontiers for Ideas ID = 1517

    Titelbild der Publikation

    The Internationalization of German Humanities

    2011, 44 Seiten
    Bestell-Nr.: 30656

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 2,30 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/new_frontiers_for_ideas.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Presseecho

03.04.2013: Augsburger Allgemeine
Karriere: Geisteswissenschaft
29.01.213: The European
Der Triumph der Bücherwürmer
21.12.2012: Deutschlandfunk
Geldsegen für die Geisteswissenschaften