Forschung
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Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften: Wissen für kulturelle und soziale Orientierung

Die Geistes- und Sozialwissenschaften liefern eine Fülle an Wissen über kulturelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen sowie über soziale Strukturen. Sie leisten damit wichtige Beiträge für Entscheidungen über aktuelle Probleme und Herausforderungen. Ihre Arbeit wird erleichtert, wenn vorhandene Daten besser verfügbar sind. Ihre Aussagekraft wird erhöht, wenn sie stärker disziplinübergreifend zusammen arbeiten. Ihre Wirkung wird größer, wenn der Praxisbezug und ihre internationale Rolle verstärkt werden. Das BMBF unterstützt die Geistes- und Sozialwissenschaften daher gezielt in diesen Bereichen.

Das BMBF fördert die Sozial- und Geisteswissenschaften in vier Schwerpunkten:

Diese Schwerpunktsetzung orientiert sich an methodischen und inhaltlichen Zielen, die der sozial- und geisteswissenschaftlichen Forschung neue Impulse geben sollen. Gefördert werden

  • die Verbesserung der Grundlagen für wissenschaftliches Arbeiten durch leichteren Datenzugang für die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und wissenschaftliche Kooperation und Kommunikation auf dem Weg zu e-social sciences und e-humanities.
  • innovative Methoden der Berichterstattung zu Trends der gesellschaftlichen Entwicklung.
  • Interdisziplinäre Forschungsverbünde zu ausgewählten Themen, die insbesondere der Förderung internationaler Zusammenarbeit und Sichtbarkeit dienen
  • Ansätze der strukturellen Stärkung und Internationalisierung der geisteswissenschaftlichen Forschung.

Ein thematischer Schwerpunkt hat beispielsweise zum Ziel, die Erkenntnisfortschritte der Technik- und Naturwissenschaften für die Geisteswissenschaften nutzbar zu machen. Hier kooperieren Naturwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen mit Geisteswissenschaftlern auf dem Gebiet der Archäologie und der Sprach- und Literaturwissenschaften. Weitere Förderlinien in den Geisteswissenschaften sind auf die Förderung interdisziplinärer Arbeitsgruppen  z. B. von Hirnforschern und Philosophen, Sprachwissenschaftlern , Historikern und anderen  sowie auf die strukturelle Stärkung und Internationalisierung der geisteswissenschaftlichen Forschung im Rahmen neuer Arbeits- und Diskursformen wie der Käte-Hamburger-Kollegs gerichtet. Darüber hinaus wird die geisteswissenschaftliche Expertise des "Übersetzens" - im Sinne der Verständigung, Vergegenwärtigung und Übertragung - weiterentwickelt sowie universitätsübergreifende Kompetenznetze  und der Aufbau von inneruniversitären Zentren für Regionalstudien gefördert. Ziel der Nachwuchsförderung ist unter anderem die internationale Sichtbarkeit der Geisteswissenschaften zu stärken.

Den Geisteswissenschaftlichen Zentren  in Berlin und Leipzig wird eine langfristige Perspektive gegeben.

Die Projektförderung setzt Akzente und ergänzt damit die längerfristig angelegten Arbeiten, die in institutionell vom BMBF gemeinsam mit den Ländern geförderten Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Sozial- und Geisteswissenschaften durchgeführt werden:

sowie die acht Forschungsmuseen

als Teile der Leibniz-Gemeinschaft.

Mit der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA ) und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina  - Nationale Akademie der Wissenschaften - seit 2011 ist auch die Junge Akademie unter dem Dach der Leopoldina angesiedelt - werden zwei übergeordnete Institutionen institutionell gefördert.

Das vom BMBF gemeinsam mit dem Land Berlin geförderte Wissenschaftskolleg zu Berlin hat die Aufgabe, exzellente Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen und Nationalitäten durch Aufenthalte als Jahres-Fellows des Kollegs Raum und Zeit für selbst gewählte Forschungsaufgaben und den interdisziplinären Diskurs zu geben.

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung  (DSF) ist eine Bundesstiftung im Zuständigkeitsbereich des BMBF. Sie verfolgt den Zweck, die Friedens- und Konfliktforschung gemäß ihrer außen- und sicherheitspolitischen Bedeutung in Deutschland dauerhaft zu stärken.

  • Forschung

    Freiraum für die Geisteswissenschaften

    Die Geisteswissenschaften leisten einen Beitrag zur Gestaltung der Zukunft und zum kulturellen Gedächtnis. Sie vermitteln zwischen Kulturen, sie reflektieren und bieten Orientierung über Werte und Entwicklungen in den Teilbereichen der Gesellschaft. Mit der Initiative "Freiraum für die Geisteswissenschaften" wird das BMBF die Geisteswissenschaften strukturell stärken und ihnen größeren Spielraum für die Entfaltung ihrer Leistungen geben.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/10567.php)
  • Forschung

    Kompetenzen entwickeln und Innovationsfähigkeit erhalten

    Unsere Wirtschafts- und Sozialstrukturen sind gravierenden Veränderungen ausgesetzt. Frühere Schwellenländer treten am Weltmarkt als Anbieter von Hochtechnologie mit markanten Lohnkostenvorteilen auf. Chancen auf neue Arbeitsplätze hierzulande versprechen vor allem Innovationen in Produktion und Dienstleistung in wissensbasierten Wirtschaftssektoren. Innovationen bedeuten aber nicht nur die Entwicklung und den Einsatz neuer Technik, sondern setzen voraus, dass Menschen neue Kompetenzen erwerben und damit zur Innovationsfähigkeit ihrer Unternehmen beitragen. Nur so entstehenden neue Produkte und Dienstleistungen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7771.php)
  • Forschung

    Den demografischen Wandel aktiv gestalten

    Das Bundeskabinett hat die von Bundesforschungsministerin Annette Schavan vorgelegte "Forschungsagenda der Bundesregierung für den demographischen Wandel: Das Alter hat Zukunft" beschlossen. Es ist das erste ressortübergreifende Forschungskonzept zu diesem Thema. Mit der Agenda richtet die Bundesregierung die Forschungsprogramme der Bundesministerien konsequent auf Herausforderungen und Chancen des demographischen Wandels aus. "Wir wollen durch Forschung die Entwicklung von neuen Lösungen, Produkten und Dienstleistungen vorantreiben, die die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen verbessern. Wir wollen dadurch zum Wohle aller Generationen bislang verborgene Schätze einer Gesellschaft des längeren Lebens heben", sagte Schavan anlässlich der Bekanntgabe der Agenda.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4657.php)
  • Forschung

    Forschung zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft

    Um politische Entscheidungen vorzubereiten und ihre Konsequenzen zu bewerten, wird heute verstärkt auf wissenschaftliche Beratung zurückgegriffen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es um die möglichen Folgen neuer technischer Entwicklungen geht. Die sozial- und politikwissenschaftliche Forschung untersucht politisch-gesellschaftliches Handeln und macht Zusammenhänge zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und gesellschaftlichem Handeln sichtbar. Ein Ziel ist es dabei, die Ergebnisse für das forschungs- und wissenschaftspolitische Handeln nutzbar zu machen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4633.php)
  • Forschung

    Berichterstattung zur sozio-ökonomischen Entwicklung in Deutschland (soeb)

    Die sozioökonomische Berichterstattung ist ein sozialwissenschaftliches Berichtssystem, welches den Fokus auf die Zusammenhänge und Wechselwirkungen von sozialer und ökonomischer Entwicklung in Deutschland legt und damit bereits existierende sektorale Berichtssysteme wie z. B. Armuts-/Reichtumsbericht oder Gesundheitsberichterstattung ergänzt. Berichtet wird aus der Perspektive der einzelnen Personen bzw. Haushalte und der Betriebe mit Blick auf den deutschen Sozialstaat und die gesamte Volkswirtschaft. Das Berichtssystem richtet sich vor allem an Politik und Verwaltung sowie Verbände und die Wissenschaft.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4700.php)
  • Forschung

    Nationale und internationale Strukturbildung

    Bestandteile des Schwerpunkts sind die Verbesserung der informationellen Infrastruktur im Bereich der empirisch forschenden Sozialwissenschaften und Förderung im Sinne der "enhanced Humanities" im Bereich der Geisteswissenschaften. Besonders wichtig ist dabei eine Verknüpfung der Entwicklung solcher Infrastrukturen für die Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mit entsprechenden EU-Initiativen im European Strategic Forum on Research Infrastructures (ESFRI), die Einbettung in die nationale Roadmap zur Entwicklung innovativer Forschungsinfrastrukturen, tragfähige Finanzierungsregeln hinsichtlich der Investitions- und Betriebskosten.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4817.php)
  • Bildung

    Zentren für Islamische Theologie in Deutschland

    Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat am 16. Januar 2012 in Tübingen das erste "Zentrum für Islamische Theologie" eröffnet. Vier Standorte wurden 2010 und 2011 als Zentren für Islamische Theologie ausgewählt: Münster/Osnabrück, Tübingen, Frankfurt/Gießen und Nürnberg-Erlangen. Insgesamt wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) diese vier Zentren mit circa 20 Millionen Euro über fünf Jahre fördern. In Deutschland leben etwa vier Millionen Muslime. Sie bilden die nach evangelischen und katholischen Christen die drittgrößte religiöse Gruppe in unserem Land. Die Einrichtung von Studiengängen "Islamische Theologie" an deutschen Hochschulen erweist sich als Teil einer zeitgemäßen Integrationspolitik.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/15619.php)

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Geisteswissenschaften in Deutschland

Publikationen

  • Geist kennt keine Grenzen ID = 1384

    Titelbild der Publikation

    Die Internationalisierung der Geisteswissenschaften in Deutschland

    2011, 44 Seiten
    Bestell-Nr.: 30650

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,97 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/geist_kennt_keine_grenzen.pdf)

  • 25 Jahre Leben in Deutschland - 25 Jahre Sozio-oekonomisches Panel ID = 972

    Titelbild der Publikation

    2008, 59 Seiten
    Bestell-Nr.: 30384

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,84 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/soep_leben_in_deutschland.pdf)

  • Freedom for Research in the Humanities ID = 939

    Titelbild der Publikation

    2007, 48 Seiten

    Download [PDF - 2,21 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/freedom_for_research_in_the_humanities.pdf)

  • Freiraum für die Geisteswissenschaften ID = 909

    Titelbild der Publikation

    2007, 48 Seiten
    Bestell-Nr.: 30329

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,67 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/freiraum_fuer_die_geisteswissenschaften.pdf)

  • Alte Fragen - Neue Antworten ID = 582

    Titelbild der Publikation

    Neue Technologien in den Geisteswissenschaften - unveränderter Nachdruck 2005 -

    2005, 120 Seiten
    Bestell-Nr.: 30056

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,70 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/alte_fragen_neue_antworten.pdf)

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