Forschung
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Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften: Wissen für kulturelle und soziale Orientierung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verstärkt mit einem neuen Rahmenprogramm seine Förderung der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. "Wir verfügen in diesen Fächern über einen reichen Schatz an Wissen, der zum Verständnis von Kultur und Gegenwart beiträgt. Unser Ziel ist es, die Internationalisierung der Geisteswissenschaften zu fördern und für Forscher und Nachwuchswissenschaftler neue Freiräume zu schaffen - über die Grenzen von Ländern und Disziplinen hinaus", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am 07. Dezember 2012 bei der Vorstellung des neuen Rahmenprogramms in Berlin. Für die Umsetzung in die Projektförderung stehen in den nächsten fünf Jahren rund 380 Millionen Euro bereit.

Mit dem ersten Rahmenprogramm dieser Art sollen deutsche Einrichtungen so attraktiv werden, dass die besten ausländischen Wissenschaftler gerne kommen. Mit internationalen Kollegs für Geistes- und Sozialwissenschaften, wie beispielsweise den vom BMBF geförderten Käte Hamburger Kollegs, den Geisteswissenschaftlichen Zentren in Berlin und Leipzig oder dem Wissenschaftskolleg zu Berlin bestehen bereits gute Voraussetzungen, im globalen Wettbewerb um Spitzenforscher erfolgreich zu sein.

Das neue Rahmenprogramm Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften schließt an die Förderinitiative "Freiraum für die Geisteswissenschaften" (2007-2012) an, mit der entsprechend den Empfehlungen des Wissenschaftsrats neue Förderformate für die Geisteswissenschaften eingeführt werden.

Zum neuen Rahmenprogramm geht es hier
(- nicht barrierefrei -)

Die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften liefern eine Fülle an Wissen über kulturelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen sowie über soziale Strukturen. Sie schaffen damit wichtige Grundlagen für Entscheidungen über aktuelle Probleme und Herausforderungen. Ihre Arbeit wird erleichtert, wenn vorhandene Daten besser verfügbar sind. Ihre Aussagekraft wird erhöht, wenn sie stärker disziplinübergreifend zusammenarbeiten. Ihre Wirkung wird größer, wenn ihr Praxisbezug und ihre internationale Rolle verstärkt werden.

Das BMBF unterstützt die Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften mit dem neuen Rahmenprogramm gezielt in sechs Schwerpunkten:

  • Orte und Freiräume für Forschung
  • Geistes- und Sozialwissenschaften weltweit 
  • Informationsinfrastrukturen
  • Wissenschaftlicher Nachwuchs
  • Kulturelles Erbe und Forschungsmuseen
  • Religion, Kulturelle Vielfalt und Zusammenhalt.

Diese Schwerpunktsetzung orientiert sich an strukturellen und inhaltlichen Zielen, die der sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlichen Forschung neue Impulse geben sollen: 

  • Es werden Beiträge der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften zu zentralen Fragen unserer Zeit und damit zur Gestaltung der Zukunft angeregt.
  • Diese Disziplinen sollen stärker profiliert und strukturell verbessert werden. Die Geistes- und Sozialwissenschaften sowie die Technik- und Naturwissenschaften sollen intensiver vernetzt werden.
  • Damit soll auch ein besseres Verständnis komplexer Systeme geschaffen werden. Die geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fachgebiete, die bereits international sichtbar sind, sollen ihre Spitzenstellung ausbauen.
Um die Forschungslandschaft zu stärken, nutzt das BMBF zum einen das Mittel der Projektförderung. Gezielte Projektförderung kann schnell auf Anforderungen der Gesellschaft und aktuelle Themen, z.B. auf Empfehlungen des Wissenschaftsrates reagieren, und sie kann nachhaltige Impulse setzen.

Zum anderen setzt das BMBF auf die langfristig ausgerichtete institutionelle Förderung. Forschungseinrichtungen, die vom BMBF gemeinsam mit den Ländern auf dem Gebiet der Sozial- und Geisteswissenschaften gefördert werden, sind:

sowie die acht Forschungsmuseen

Mit der Max Weber Stiftung - Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina  - Nationale Akademie der Wissenschaften  (seit 2011 ist auch die Junge Akademie unter dem Dach der Leopoldina angesiedelt) und  der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) werden drei übergeordnete Einrichtungen institutionell gefördert.

Das vom BMBF gemeinsam mit dem Land Berlin geförderte Wissenschaftskolleg zu Berlin hat die Aufgabe, exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedenster Fachrichtungen und Nationalitäten durch Aufenthalte als Jahres-Fellows des Kollegs Raum und Zeit für selbst gewählte Forschungsaufgaben und den interdisziplinären Diskurs zu geben.

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) ist eine Bundesstiftung im Zuständigkeitsbereich des BMBF. Sie verfolgt den Zweck, die Friedens- und Konfliktforschung gemäß ihrer außen- und sicherheitspolitischen Bedeutung in Deutschland dauerhaft zu stärken.

  • Forschung

    Kompetenzen entwickeln und Innovationsfähigkeit erhalten

    Unsere Wirtschafts- und Sozialstrukturen sind gravierenden Veränderungen ausgesetzt. Frühere Schwellenländer treten am Weltmarkt als Anbieter von Hochtechnologie mit markanten Lohnkostenvorteilen auf. Chancen auf neue Arbeitsplätze hierzulande versprechen vor allem Innovationen in Produktion und Dienstleistung in wissensbasierten Wirtschaftssektoren. Innovationen bedeuten aber nicht nur die Entwicklung und den Einsatz neuer Technik, sondern setzen voraus, dass Menschen neue Kompetenzen erwerben und damit zur Innovationsfähigkeit ihrer Unternehmen beitragen. Nur so entstehenden neue Produkte und Dienstleistungen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7771.php)
  • Forschung

    Den demografischen Wandel aktiv gestalten

    Unter der Schirmherrschaft von Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat vom 22. bis 23. Januar 2013 der 6. Deutsche AAL-Kongress in Berlin statt gefunden. In diesem Jahr richtete der Kongress seinen Fokus auf das Thema Lebensqualität im Wandel von Demografie und Technik. Mit der großen Bandbreite des Themas sollten viele Lebensbereiche einbezogen werden, in denen AAL-Systeme neue und zusätzliche Lebensqualität bieten können. Eine verbesserte Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen durch die Erforschung und Entwicklung neuer Lösungen, Produkten und Dienstleistungen, ist auch das Ziel der Forschungsagenda "Das Alter hat Zukunft", die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) konsequent umsetzt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4657.php)
  • Forschung

    Berichterstattung zur sozio-ökonomischen Entwicklung in Deutschland (soeb)

    Die sozioökonomische Berichterstattung ist ein sozialwissenschaftliches Berichtssystem, welches den Fokus auf die Zusammenhänge und Wechselwirkungen von sozialer und ökonomischer Entwicklung in Deutschland legt und damit bereits existierende sektorale Berichtssysteme wie z. B. Armuts-/Reichtumsbericht oder Gesundheitsberichterstattung ergänzt. Berichtet wird aus der Perspektive der einzelnen Personen bzw. Haushalte und der Betriebe mit Blick auf den deutschen Sozialstaat und die gesamte Volkswirtschaft. Das Berichtssystem richtet sich vor allem an Politik und Verwaltung sowie Verbände und die Wissenschaft.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4700.php)
  • Forschung

    Nationale und internationale Strukturbildung

    Bestandteile des Schwerpunkts sind die Verbesserung der informationellen Infrastruktur für die empirisch forschenden Sozialwissenschaften und die Förderung von "enhanced Humanities" Geisteswissenschaften. Besonders wichtig sind dabei eine Verknüpfung von Infrastrukturen für die Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mit entsprechenden EU-Initiativen im European Strategic Forum on Research Infrastructures (ESFRI), die Einbettung in die nationale Roadmap zur Entwicklung innovativer Forschungsinfrastrukturen und tragfähige Finanzierungsregeln hinsichtlich der Investitions- und Betriebskosten.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4817.php)
  • Bildung

    Zeitgemäße Integrationspolitik: Islamische Theologie an deutschen Hochschulen

    In Deutschland leben etwa vier Millionen Muslime. Sie bilden die nach evangelischen und katholischen Christen drittgrößte religiöse Gruppe in Deutschland. Die Einrichtung von Studiengängen für Islamische Theologie an deutschen Hochschulen ist Teil einer zeitgemäßen Integrationspolitik. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb über fünf Jahre mit rund 20 Millionen Zentren für Islamische Theologie an den vier Standorten Münster/Osnabrück, Tübingen, Frankfurt/Gießen und Nürnberg-Erlangen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/15619.php)

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Geisteswissenschaften in Deutschland

Dokumente

Publikationen

  • Erfolgreich in Europa ID = 1450

    Titelbild der Publikation

    Deutsche Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaftler im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm

    2011, 48 Seiten
    Bestell-Nr.: 30677

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 2,59 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/erfolgreich_in_europa.pdf)

  • Museen: Forschung, die sich sehen lässt ID = 1533

    Titelbild der Publikation

    2012, 56 Seiten
    Bestell-Nr.: 30740

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 7,51 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/museen_forschung_die_sich_sehen_laesst.pdf)

  • Neue Blicke auf alte Kulturen ID = 1499

    Titelbild der Publikation

    Wechselwirkung zwischen Natur und Geisteswissenschaften in der Archäologie

    2012, 28 Seiten
    Bestell-Nr.: 30704

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,98 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/neue_blicke_auf_alte_kulturen.pdf)

  • Geist kennt keine Grenzen ID = 1384

    Titelbild der Publikation

    Die Internationalisierung der Geisteswissenschaften in Deutschland

    2011, 44 Seiten
    Bestell-Nr.: 30650

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,97 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/geist_kennt_keine_grenzen.pdf)

  • New Frontiers for Ideas ID = 1517

    Titelbild der Publikation

    The Internationalization of German Humanities

    2011, 44 Seiten
    Bestell-Nr.: 30656

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    Download [PDF - 2,30 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/new_frontiers_for_ideas.pdf)

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(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)