
Die vom Bundesforschungsministerium vorgelegte "Forschungsagenda der Bundesregierung für den demographischen Wandel: Das Alter hat Zukunft" ist das erste ressortübergreifende Forschungskonzept zu diesem Thema. Mit der Agenda richtet die Bundesregierung die Forschungsprogramme der Bundesministerien konsequent auf Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels aus. Ziel ist es, durch Forschung die Entwicklung neuer Lösungen, Produkte und Dienstleistungen voranzutreiben. So soll die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen verbessert werden. Und: Zum Wohle aller Generationen sollen die verborgenen Schätze einer Gesellschaft des längeren Lebens gehoben werden.
Verbesserte Lebensbedingungen, Frieden, und soziale Sicherungssysteme haben in den Industrienationen einen Wandlungsprozess in der Altersstruktur der Bevölkerung zur Folge. Das Ansteigen des Altersdurchschnitts zieht wiederum Veränderungen im Lebens- und Berufsalltag nach sich. Wie geht die Gesellschaft damit um? Wie können wir Chancen nutzen und von Erfahrungen profitieren? Lösungen aus der Gesundheitsforschung sind hier ebenso gefragt wie aus Produktion und Dienstleitung, für die Aus- und Weiterbildung und für die Umgestaltung unserer Städte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in verschiedenen Fachprogrammen Ansätze zum Umgang mit dem demografischen Wandel.
Auf www.das-alter-hat-zukunft.de finden Sie detaillierte Informationen zur "Forschungsagenda der Bundesregierung für den demographischen Wandel: Das Alter hat Zukunft".
Alle weiteren Informationen sowie Materialien zur Demografiestrategie der Bundesregierung erhalten sie über das Bundesministerium des Innern hier.
Die Veränderungen in der Altersstruktur der Gesellschaft kommen weder unerwartet noch ist dieser Prozess unerforscht. Die heutige Alterspyramide ist Ergebnis der schon seit vielen Jahren zu beobachtenden langfristigen Bevölkerungsentwicklung.
Die ersten Folgen waren bereits umgesetzte Anpassungen in der Struktur der sozialen Sicherungssysteme. Gegenwärtig wird die Zahl der Schulen der verringerten Anzahl von Kindern im schulpflichtigen Alter angepasst. Und wenn in zehn Jahren aus den Kindern Jugendliche geworden sind, wird unter diesen veränderten Bedingungen ein Nachwuchsmangel an Auszubildenden und damit ein Fachkräftemangel spürbar werden.
Wie bei allen langfristigen Entwicklungen, deren Folgen für die Allgemeinheit erst im Jahr 2020, oder 2050 sichtbar werden, droht die Zeit ungenutzt zu verstreichen, die für die Entwicklung von Alternativen und ein Umdenken in der Praxis benötigt wird.
Der demografische Wandel ist ein Schwerpunkt der Forschungsförderung des BMBF. Die im November 2011 vom Bundeskabinett verabschiedete "Forschungsagenda für den demographischen Wandel: Das Alter hat Zukunft" benennt dazu sechs Handlungsfelder:
Natürlich liegt auch ein besonderer Schwerpunkt des BMBF im Bereich Gesundheitsforschung. Neben der besseren Vermeidung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten, deren Häufigkeit bei einer alternden Bevölkerung zunimmt, geht es insbesondere auch um Forschungsarbeiten und Entwicklungen, die darauf abzielen, Autonomie und Mobilität zu erhalten.
Ebenso müssen wir unseren Lebensalltag an die Veränderungen der Altersstruktur in Deutschland anpassen. Durch den steigenden Anteil der Älteren in unserer Gesellschaft verändern sich die Anforderungen an Produkte und Dienstleitungen, an die Aus- und Weiterbildung und an die Gestaltung des direkten Lebensraums. Welche Konsequenzen hat der demografische Wandel für das Wohnen, die Mobilität und damit für die Struktur der Städte? Um langfristig auf Veränderungen reagieren zu können, müssen wir sie bereits jetzt in den Blick nehmen. Das BMBF untersucht alle diese Bereiche in verschiedenen Forschungsprogrammen und verhindert, dass Zeit ungenutzt verstreicht und für die Entwicklung von Alternativen nicht mehr zur Verfügung steht.
Das Lebenslange Lernen eröffnet dabei auch älteren Menschen neue Möglichkeiten, mit den Veränderungen im täglichen Leben Schritt zu halten. Die ältere Generation ist eine wichtige und Impulse gebende Stütze der Gesellschaft, denn sie ist anderen Generationen in zahlreichen Bereichen in ihrem Wissen voraus. Der besondere Wissensvorsprung kann die Gesellschaft einerseits durch Erschließen dieses Erfahrungsschatzes bereichern und andererseits helfen, angesichts der demographischen Entwicklung ein größeres Wertschöpfungspotenzial freizusetzen.
Mit dem Altersaufbau unserer Bevölkerung verändert sich auch die Zusammensetzung der Belegschaften in den Betrieben: Es rücken weniger junge Berufsanfängerinnen und -anfänger nach, die Potenziale des älteren Personals gewinnen an Bedeutung. Die Gesellschaft hat erkannt, dass wir durch eine kontinuierliche, lebensbegleitende Weiterbildung die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen bis zum Rentenalter sichern und somit die Innovationskraft und Produktivität unserer Gesellschaft auch im demographischen Wandel erhalten können. Wenn Kenntnisse und Fähigkeiten immer wieder auf neue berufliche Anforderungen eingestellt werden, erhöhen sich die Beschäftigungsmöglichkeiten gerade für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein 55jähriger, der sich kontinuierlich weiterbildet und sein Wissen auf den neuesten Stand bringt, hat dem 25jährgen eines voraus: 30 Jahre Berufserfahrung. Ein solche Kombination aus Erfahrungswissen und dem aktuellen Wissensstand bringt sowohl den Beschäftigten als auch den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern erhebliche Vorteile. Diese Chancen gilt es gemeinsam entschlossen zu nutzen.
Die Wirtschaftskraft unseres Landes hängt davon ab, wie gut es uns gelingt, die Arbeitsbedingungen in Produktion und Dienstleistung zu verändern, wenn der Altersdurchschnitt der Arbeitsbevölkerung steigt und zugleich der Arbeitskräftenachwuchs mit der abnehmenden Zahl von Jugendlichen schrumpft. Für die Unternehmen wird es in wenigen Jahren überlebenswichtig, Antworten auf eine Reihe drängender Fragen zu finden:
Das BMBF fördert mit den Sozialpartnern Lösungskonzepte für diese Fragen.
In einer ersten Phase wurden betriebliche Werkzeuge in Kooperation von Verbänden, Sozialpartnern und über 130 Unternehmen unter wissenschaftlicher Begleitung erarbeitet. Auf einem Kongress am 28. Juni 2005 in Berlin wurden die Ergebnisse vorgestellt. In der zweiten Phase geht es darum, diese erfolgreichen Beispiele in einen möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen.
Auf dem jetzt mit den Sozialpartnern aufgebauten Portal http://www.demowerkzeuge.de/ stehen allen Unternehmen spezielle neue Werkzeuge zur Verfügung, die auf demografisch bedingte Änderungen in den Betrieben ausgerichtet sind. Dies umfassen unter anderem neu gestaltete
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(URL: http://www.bmbf.de/en/4657.php)
Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung Thomas Rachel, MdB anlässlich der Eröffnung des 6. Deutschen AAL-Kongresses am 22. Januar 2013 in Berlin
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[URL: /pub/reden/pstr_20130122.pdf]Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung Thomas Rachel, MdB zur Eröffnung des 5. Deutschen AAL-Kongresses am 24. Januar 2011 in Berlin
Download[PDF - 83,5 kB] barrierefrei
[URL: /pub/reden/pstr_20120124.pdf][PDF - 1,25 MB]

Steckbriefe der ausgewählten Projekte in der BMBF-Fördermaßnahme "Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben - AAL" (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/projekte_aal_2012.pdf)
[PDF - 2,77 MB]
Steckbriefe der ausgewählten Projekte der BMBF-Fördermaßnahme (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/Mobi-Steckbriefe-komplett.pdf)

Forschungsagenda der Bundesregierung für den demographischen Wandel
2011, 24 Seiten
Bestell-Nr.: 30668
Download [PDF - 876,0 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/alter_hat_zukunft.pdf)

Werkzeuge für betriebliche Personalarbeit
2010, 85 Seiten
Download [PDF - 1,36 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/demografischer_wandel_kein_problem_br.pdf)
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(URL: http://www.bmbf.de/press/3254.php)
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