Navigationsbereich


Forschung

Demografischer Wandel

Kaum eine Entwicklung wird Deutschland so prägen wie der demografische Wandel. Das Bundesforschungsministerium hat deshalb verschiedene Programme aufgelegt. Was bedeutet der Wandel für das Wohnen, für die Mobilität und für unsere Städte?

Politik und Gesellschaft können die Folgen der demografischen Veränderungen aktiv mitgestalten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat deshalb verschiedene Forschungsprogramme auf den Weg gebracht, die sich mit den vielen Fragen des demografischen Wandels beschäftigen: Welche Konsequenzen ergeben sich für das Wohnen, die Gesundheitsversorgung und für die Mobilität? Was bedeutet er für die Struktur der Städte und der ländlichen Regionen? Wie lässt sich selbstbestimmtes Leben im Alter organisieren? Welche Chancen ergeben sich aus den Veränderungen? Und wie können wir von den Erfahrungen der älteren Generation profitieren?

Um Antworten und praktische Lösungen für diese Herausforderungen zu erhalten, arbeiten Expertinnen und Experten aus vielen Fachrichtungen zusammen. Erkenntnisse aus Sozialwissenschaften und Bildung müssen sinnvoll mit technischen Entwicklungen verbunden werden. Wir brauchen innovative Mobilitäts- und Wohnkonzepte ebenso wie eine Weiterentwicklung bei gesundheitsfördernden und pflegerischen Maßnahmen.

Die Forschungsagenda der Bundesregierung

Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

Mit der „Forschungsagenda der Bundesregierung für den demografischen Wandel: Das Alter hat Zukunft“ wurde ein ressortübergreifendes Forschungskonzept zum demografischen Wandel vorgelegt, welches die Forschungsprogramme der Ressorts bündelt und sie auf die Herausforderungen und Chancen einer älter werdenden Gesellschaft ausrichtet.

Mit der Forschungsagenda werden gezielt Forschungs- und Innovationsvorhaben gefördert und die Entwicklung von Schlüsseltechnologien gestärkt. Im Mittelpunkt stehen dabei Bereiche, die für die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen von besonderer Bedeutung sind: Mobilität und Kommunikation, längere Beschäftigungsfähigkeit, Wohnen, Gesundheit und Pflege sowie gesellschaftliches und kulturelles Engagement.

Selbstbestimmtes Wohnen

Vor allem im Alter ist eine vertraute Umgebung wichtig, die nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden kann. Damit Seniorinnen und Senioren selbstbestimmt leben können, unterstützt das Bundesforschungsministerium die Entwicklung technischer Systeme, die älteren Menschen den Alltag erleichtern können und für Sicherheit in den eigenen vier Wänden sorgen wie beispielsweise ein über Sensoren gesteuertes Hausnotrufsystem, das sofort den Rettungsdienst alarmiert, wenn eine Person in der Wohnung gestützt ist.

Mobilität ist keine Frage des Alters

Auch im hohen Alter wollen Menschen ihre Eigenständigkeit bewahren und sich frei, sicher und autark in der eigenen Umgebung bewegen. Egal ob mit dem Auto, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln – Ziel der Bundesregierung ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich ältere Menschen überall barrierefrei bewegen können. Deshalb fördert das Bundesforschungsministerium neben vielen anderen Projekten auch die Entwicklung von Autonomie- und Fahrerassistenzsystemen.

Älter werden bei guter Gesundheit

Mit dem allgemeinen Anstieg der Lebenserwartung wird auch die Zahl der Pflegebedürftigen künftig zunehmen. Prognosen des Statistischen Bundesamtes zufolge wird ihre Zahl bis 2020 auf 2,9 Millionen und bis 2030 auf etwa 3,4 Millionen ansteigen. Die Forschung kann dazu beitragen, menschenwürdige Pflege dauerhaft sicherzustellen.

Der ambulanten häuslichen Pflege gilt dabei ein besonderes Augenmerk. Viele Menschen in Deutschland wünschen sich, auch im Falle einer Pflegebedürftigkeit zuhause zu leben. Pflegende Angehörige sind oft stark beansprucht. Sie brauchen eine gezielte Begleitung, vor allem, wenn sie zusätzlich noch für eine eigene Familie sorgen und berufstätig sind. Technische Assistenzsysteme für die automatische Notfallerkennung, für verbesserte Pflegedokumentation oder auch für intelligente Medikamentendosierung können sinnvolle Lösungen zur Entlastung bieten. Ziel ist auch eine optimale Vernetzung von Ärzten, Pflegepersonal, Apotheken und Krankenhäusern.

Lebenslanges Lernen

Die Wirtschaftskraft Deutschlands hängt davon ab, wie gut es gelingt, die Arbeitsbedingungen in Produktion und Dienstleistung so anzupassen, dass sie den sinkenden Arbeitskräftenachwuchs kompensieren und dem steigenden Altersdurchschnitt der erwerbstätigen Bevölkerung gerecht werden.

Durch kontinuierliche, lebensbegleitende Weiterbildung kann die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen bis zum Rentenalter gesichert und somit die Innovationskraft und Produktivität unserer Gesellschaft auch im demografischen Wandel erhalten werden.

Lebenslanges Lernen eröffnet älteren Menschen neue Möglichkeiten, mit den Veränderungen im täglichen Leben Schritt zu halten oder beispielsweise leichter eine neue Arbeitsstelle zu finden. Weiterbildung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen und erfüllenden Berufsleben bis zum Eintritt in das Rentenalter. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt beispielsweise die Entwicklung von Technologien, die Lerninhalte erfahrbar machen und fördert moderne Konzepte zu Medienkompetenz oder für die Personalgewinnung, für das Talentmanagement sowie Arbeitszeitmodelle.

Zusatzinformationen

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/4657.php)

Persönlicher Assistent für Unterstütztes Leben

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes „PAUL“ („Persönlicher Assistent für Unterstütztes Leben“) werden die Wohnungen älterer Menschen mit intelligenter Technik ausgestattet, um auch im Alter sicher und unabhängig wohnen zu können.

Reden

  • 23.10.2014

    Mobil bis ins hohe Alter

    Grußwort des Parlamentarischen Staatssekretärs bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung Stefan Müller zur Eröffnung der Abschlussveranstaltung „Mobil bis ins hohe Alter“ am 23. Oktober 2014 in Nürnberg

    Download

    [PDF - 151,9 kB]  barrierefrei

    [URL: /pub/reden/pstm_20141023.pdf]
  • 08.10.2014

    Auftaktveranstaltung für die Innovationscluster „BeMobil“ und „KogniHome“

    Grußwort der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, anlässlich der Auftaktveranstaltung für die Innovationscluster „BeMobil“ und „KogniHome“ am 8. Oktober 2014 in Berlin

    Download

    [PDF - 246,5 kB]  barrierefrei

    [URL: /pub/reden/mr_20141008.pdf]

Publikationen

  • Technik zum Menschen bringen ID = 1882

    Titelbild der Publikation

    Dokumentation des 2. BMBF-Zukunftskongresses Demografie vom 29.-30.Juni 2015 in Berlin

    2015, 53 Seiten
    Bestell-Nr.: 31067

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 2,76 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/Technik_zum_Menschen_bringen.pdf)

  • Besser leben im Alter durch Technik ID = 1863

    Titelbild der Publikation

    Kommunale Beratungsstellen - 22 Wege zur Umsetzung in Stadt und Land

    2015, 26 Seiten
    Bestell-Nr.: 31045

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 3,87 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/Besser_leben_im_Alter_durch_Technik.pdf)

  • Technik zum Menschen bringen ID = 1704

    Titelbild der Publikation

    Dokumentation des 1. BMBF-Zukunftskongresses Demografie vom 21.-22.10.2013 in Berlin

    2013, 41 Seiten
    Bestell-Nr.: 30915

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 2,76 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/Technik_zum_Menschen_bringen.pdf)

  • Das Alter hat Zukunft ID = 1768

    Titelbild der Publikation

    Forschungsagenda der Bundesregierung für den demographischen Wandel

    2011, 24 Seiten

    Download [PDF - 790,5 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/Das_Alter_hat_Zukunft_ohne_Vorwort.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

 

© 2015 Bundesministerium für Bildung und Forschung