07.03.2012
Frauen in Bildung und Forschung: Chancengleichheit als Leitprinzip
Zukunftsorientierte Politik muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Frauen in allen Bereichen und auf allen Ebenen, vor allem auch in Führungspositionen, angemessen vertreten sind. Die unterschiedlichen Sichtweisen und Denkansätze von Frauen und Männern müssen genutzt werden - im Interesse von Fortschritt in Bildung, Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt. Dies ist eine Schwerpunktaufgabe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
Exzellenz, Qualität und Chancengerechtigkeit sind selbstverständlicher Bestandteil zukunftsweisender Bildungs- und Forschungspolitik.
Die durchgängige Beachtung geschlechterbezogener Aspekte ist eine Strategie zur Erreichung der Gleichstellung von Frauen und Männern als Bestandteil aller Politikfelder. "Chancengerechtigkeit" ist bei allen politischen Entscheidungen, Maßnahmen und Aktivitäten als durchgängiges Leitprinzip einzubeziehen. Dies wird bei der Entwicklung von Programmen und Maßnahmen, bei der Vergabe von Fördermitteln, bei Umsetzung und Evaluation gleichermaßen berücksichtigt.
Strategische Handlungsschwerpunkte sind:
Das Referat "Chancengerechtigkeit in Bildung und Forschung" hat die Aufgabe, mit Hilfe eines eigenen Haushaltstitels diese Schwerpunkte durchzusetzen. Das Referat
- gehört zur Abteilung "Strategien und Grundsatzfragen" des BMBF,
- hat die Aufgabe, Chancengerechtigkeit durchgängig in allen Arbeitsfeldern des BMBF zu unterstützen,
- analysiert den Handlungsbedarf in Bildung und Forschung,
- fördert strategische Maßnahmen und Projekte und
- arbeitet eng mit allen Fachabteilungen und -referaten des BMBF und allen Akteurinnen und Akteuren in diesem Bereich zusammen.
Weitere Themen
Aus dem Themenbereich Ministerium
An Deutschlands Hochschulen ist der Frauenanteil unter den Professuren auf einen neuen Höchststand gestiegen. Im Jahr 2010 lehrten und forschten nach den Daten des Statistischen Bundesamtes rund 7.945 Professorinnen. Der Anteil der Lehrstuhlinhaberinnen stieg seit 1995 von acht auf rund 19 Prozent an. Dabei unterscheidet sich der Frauenanteil deutlich zwischen den einzelnen Fachrichtungen: Nur in den Sprach- und Kulturwissenschaften liegt der Anteil der Professorinnen über 30 Prozent. In den Ingenieurwissenschaften beträgt ihr Anteil nur neun Prozent, im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften zwölf Prozent.
(URL: http://www.bmbf.de/de/494.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Ausschließlich auf Frauen bezogene Förderinstrumente sind rechtlich zulässig, wenn sie keinen Automatismus enthalten und transparente, nachprüfbare und in sich diskriminierungsfreie Kriterien zugrunde legen. Dies ist eines der wesentlichen Ergebnisse des Gutachtens "Rechtliche Grundlagen für Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit in der Wissenschaft", das als Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung veröffentlicht wurde. Es beleuchtet die aktuelle Rechtslage im Hinblick auf die Möglichkeiten des Staates, eine gleichstellungsorientierte Wissenschaftspolitik zu betreiben.
(URL: http://www.bmbf.de/de/15759.php)
Aus dem Themenbereich Bildung
Fachkräfte mit Abschlüssen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - kurz MINT - haben vielfältige Arbeitsmöglichkeiten und hervorragende Berufsaussichten. Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, deutlich mehr junge Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen. Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde am 17. Juni 2008 in Berlin der nationale Pakt für mehr Frauen in MINT-Berufen geschlossen. Unter dem Motto "Komm, mach MINT!" will die Bundesregierung gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik das Engagement aller Beteiligten stärken und bündeln. Am 13. Dezember 2011 gab Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen den Startschuss für die zweite Phase des Pakts.
(URL: http://www.bmbf.de/de/12563.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen an den Unternehmensgründungen deutlich zu erhöhen. Durch die Bekanntmachung des BMBF "Power für Gründerinnen" werden Projekte gefördert, um Frauen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen.
(URL: http://www.bmbf.de/de/2578.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
In der EU sind Frauen auf allen Beteiligungsebenen der Forschung unterrepräsentiert. Deshalb wird seit dem 6. Forschungsrahmenprogramm (2002-2006) das Ziel verfolgt, den Anteil von Wissenschaftlerinnen zu erhöhen und Forschung gendersensibel zu gestalten. Diese Ziele gelten auch für das laufende 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (2007-2013).
(URL: http://www.bmbf.de/de/532.php)
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Aus dem Themenbereich Bildung
Die Studie für das BMBF vergleicht Schulleistungen und Noten von Jungen und Mädchen. Jungen sind in der Schule weniger erfolgreich als Mädchen. Je geringer qualifizierend die Schulform, desto höher der Anteil an Jungen: Ihr Anteil an Hauptschulen beträgt 56%, an Gymnasien 45%. Jungen bleiben häufiger sitzen, etwa jeder 10. bleibt ohne Abschluss. Mädchen werden bei gleicher Leistung besser benotet: Bei gleichem Interesse zeigen die Leistungen in verschiedenen Fächern geringe Kompetenzdifferenzen. Junge Männer erweisen sich beim Übergang in Studium und Beruf aber oft als erfolgreicher, ergreifen besser bezahlte und karriereorientiertere Berufe
(URL: http://www.bmbf.de/de/12020.php)