
Es gibt Arbeitsgeräte, für deren Bedienung Experten benötigt werden. Computer waren lange Jahre nur für Profis konstruiert. Zum Glück hat der Siegeszug des PC mit grafischer Benutzeroberfläche und Maus gezeigt, dass der Umgang mit Computern auch sehr viel einfacher sein kann. Die Ideen dafür stammen aus der Erforschung der Mensch-Maschine-Kommunikation, die in den USA "User Interface Engineering" genannt wird.
Mittlerweile sind Maus und Computerbildschirm schon unmodern geworden. Touch-Screens, Sprache, Gestik und andere Formen der Verständigung sind für die Interaktion mit dem Computer bereits erprobt. Das ist auch nötig, wenn Computer heute als Tablets oder Smartphones hochmobil sind und überall einsetzbar sein sollen. Die meisten Computer sind außerdem in Alltagsprodukte eingebaut. Dort sind sie unsichtbare "eingebettete Systeme", die - etwa in "Smart Homes" vielfältigste Funktionen steuern und regeln. Auch solche einbetteten Systeme müssen bedienbar und steuerbar sein, obwohl sie gar nicht mit eigenen Bedienoberflächen ausgestattet sind.
Diese neue Einsatzfelder verlangen nach völlig neuartigen Lösungen für die Steuerung von Computern. Innovative Lösungen zum Umgang des Menschen mit der Technik werden zukünftig die Voraussetzung sein, um für neue Systeme Kundinnen und Kunden zu finden.
Die deutsche Forschung gehört derzeit zu den weltweit Führenden auf dem Gebiet der virtuellen und erweiterten Realität. Das schließt die Darstellung vollständig künstlich erzeugter, virtueller Welten genauso ein wie die Erweiterung von realen Sinneseindrücken um per Computer erzeugte Zusatzinformationen. Beispiel für erweiterte Realitäten (englisch: augmented reality, AR) sind die von einigen Automobilherstellern angebotenen Fahrerinformationen, die im Sichtfeld des Fahrers auf die Frontscheibe projiziert werden.
Das Forschungsgebiet "Virtuelle Welten" (VR/AR) ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wichtig und zunehmend interessant, da mittlerweile ausreichend leistungsfähige Hardware verfügbar ist. Aber auch Großunternehmen können von der Technologie profitieren, beispielsweise bei der durch Techniken der erweiterten Realität unterstützten außerordentlich komplexen Verkabelung von Flugzeugen, Fahrzeugen und anderem.Die Ergebnisse aus Forschungsprojekten des BMBF führten in den letzten Jahren zu zahlreichen Patenten und haben Grundlagen für diverse Anwendungsfälle und Produkte gelegt.
VR/AR ist heute in der Produkt- und Medienwelt angekommen. Trotzdem bestehen weiterhin spezifische technologische Herausforderungen, von denen hier nur einige Beispiele genannt sind:
Eine breite Nutzung hängt somit besonders stark davon ab, VR/AR-Technik in bestehende Abläufe und Umgebungen zu integrieren und Benutzerbedarfen gerecht zu werden.
Gutes Design und intuitive Benutzbarkeit von Hardware und Software werden mittlerweile überall als Qualitätsmerkmal und entscheidende Eigenschaft von Produkten anerkannt. Weniger anerkannt ist, dass es auch in Deutschland viele kreative Köpfe gibt, die hochwertige und innovative Interaktionsformen für unterschiedlichste IT-Systeme entwickeln.
Mit dem vom BMBF zusammen mit der Deutschen Messe AG ins Leben gerufenen CeBIT Innovation Award sollen junge Forscherinnen und Forscher im IT-Bereich motiviert werden, ihre herausragenden - praktisch vorführbaren - Entwicklungen mit kreativen und innovativen Ideen rund um das Thema Benutzer-Interaktion und Usability in der IT in einem Wettbewerb zu realisieren. Die von einer Jury ausgewählten Wettbewerbsgewinner präsentieren ihre Ergebnisse auf der CeBIT. Damit werden die kreativen Entwickler neuartiger Interaktionslösungen einem breiten Publikum vorgestellt.
Im industriellen Umfeld wächst der Bedarf an Robotern, die zusammen mit Menschen in einer Arbeitsumgebung operieren können. Um Unfälle zu vermeiden, wenn sich Roboter in Werkshallen frei bewegen, müssen Roboter Menschen sicher wahrnehmen und Gefahren zuverlässig vermeiden. Zugleich müssen Roboter enger als bisher mit Menschen zusammenarbeiten, um die Fähigkeiten von Menschen und Maschinen besser zu nutzen.
Ziel ist es daher, die Interaktion des Menschen mit Robotern technisch so weiterzuentwickeln, dass eine Kooperation zwischen Menschen und Robotern sowohl im industriellen wie auch im privaten Bereich möglich ist. Deutschland ist auf dem Gebiet der Serviceroboter weltweit mit an der Spitze. In praxisorientierten Forschungsvorhaben werden dazu Technologien für die zuverlässige Mensch-Maschine-Kooperation entwickelt.
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Forschung für Innovationen
2007, 80 Seiten
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Bis 7.06.2013 (URL: http://www.bmbf.de/foerderungen/21327.php)
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