
Technische und naturwissenschaftliche Berufe bieten attraktive Karriere- und Verdienstmöglichkeiten - für beide Geschlechter. Bis heute sind diese Zukunftsberufe jedoch eine Männerdomäne. Junge Frauen sind überwiegend in kaufmännischen Berufen, medizinischen Assistenzberufen und im Dienstleistungssektor präsent. 2007 lag der Frauenanteil bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in vier IT-Ausbildungsberufen bei 12,3%. In naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Dieser Entwicklung tritt das Bundesministerium für Bildung und Forschung u.a. mit einer intensiven Projektarbeit entgegen.
Angesichts des sich bereits abzeichnenden Fachkräftemangels insbesondere bei naturwissenschaftlich-technischen Berufen sind Frauen ein bedeutendes Potenzial. Ein realistisches Bild der MINT-Berufe soll jungen Frauen aufzeigen, welche Chancen sie in diesen Feldern haben. Ziel ist, mehr junge Frauen für naturwissenschaftlich-technische und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge zu gewinnen und Absolventinnen dieser Studienrichtungen für Karrieren in Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu begeistern.
Um dies zu erreichen soll im Rahmen der Qualifizierungsinitiative für Deutschland ein breites Bündnis aus Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Unternehmen, Fachverbänden, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Frauen-Technik-Netzen sowie den Medien geschlossen werden. Der Pakt soll für die Partner offen gestaltet werden, d. h.
Am 23. April 2009 öffneten zum neunten Mal in Folge Unternehmen, Forschungszentren, Hochschulen, Behörden und weitere Einrichtungen in ganz Deutschland anlässlich des Girls' Day - Mädchen-Zukunftstags ihre Labors, Büros und Werkstätten für interessierte Mädchen. Bundesweit erkundeten in diesem Jahr über 127.000 Schülerinnen Berufe in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften. Seit 2001 haben damit über 900.000 Teilnehmerinnen frauenuntypische Berufsfelder erproben können. Die Beteiligung von Betrieben, Hochschulen und Forschungseinrichtungen stieg seit dem Start der Aktion kontinuierlich auf mehr als 9.000 Veranstaltungen zum Girls' Day 2009.
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Annette Schavan empfing in Vertretung von Bundeskanzlerin Angela Merkel 24 Schülerinnen der 7. und 9. Klasse zum Girls' Day im Bundeskanzleramt. Die Veranstaltung bildete bereits am Vortag den Auftakt für den bundesweiten Aktionstag. Bundesministerin Schavan: "Im spannenden Feld von Technik und Naturwissenschaften brauchen wir in Deutschland alle Talente. Hier gibt es reizvolle Berufe und sehr gute Karrierechancen. Mit dem Girls' Day wollen wir Mädchen dazu ermutigen, sich für technische Fragen, naturwissenschaftliche Ausbildungen und Studiengänge zu öffnen und sie dabei unterstützen, das ganze Spektrum an beruflichen Möglichkeiten zu erkennen."
Frau Staatsekretärin Cornelia Quennet-Thielen begrüßte eine Mädchengruppe im Forschungszentrum caesar. Die Mädchen besuchten einerseits einen partikelfreien Raum, den sog. Reinraum. Hier geht es insbesondere um die Frage, wie ein Computerchip oder die Linse eines Handys hergestellt wird. Andererseits konnten die Teilnehmerinnen live die Funktionsweise des Elektronenmikroskops ausprobieren. Bei diesen praktischen Übungen schaute Frau Quennet-Thielen den Mädchen über die Schulter und informierte sich über die Manipulation und Inspektion eines Insektenpräparats..
Weitere Informationen: http://www.girls-day.de/
Joblab ist ein multimediales Planspiel auf CD-Rom, das Schülerinnen die Möglichkeit gibt, sich interaktiv mit ihren Berufs- und Lebensvorstellungen auseinander zu setzen. Die Nutzerinnen entdecken neue Berufsbilder und können in der Simulation jeweilige Vor- und Nachteile abwägen. Ziel ist eine perspektivreiche Lebensplanung unter Einbeziehung der technisch orientierten Zukunftsberufe. Joblab thematisiert getrennt Ausbildungsberufe und Studienberufe.
Weitere Informationen: http://www.joblab.de/
Die Informations-, Kommunikations- und Lernplattform stellt für Mädchen einen eigenen virtuellen Raum zur Verfügung, in dem sie sich selbstbestimmt unter ihresgleichen bewegen, kommunizieren und kreativ sein können. Die Umsetzung von innovativen Ideen und die Bündelung bereits bestehender Online-Angebote für Mädchen gehört ebenso dazu, wie die Entwicklung von zielgruppengerechten E-Learning-Angebote auf unterschiedlichen Bildungsniveaus. Im Januar 2008 wurde LizzyNet an die Unternehmensgruppe M. Dumont Schauberg übergeben. Die LizzyNet-Angebote bleiben weiterhin kostenfrei nutzbar.
Weitere Informationen: http://www.lizzynet.de/
Roberta nutzt die Faszination von Robotern, um Schülerinnen Naturwissenschaften, Technik und Informatik spannend und praxisnah zu vermitteln. Lehr- und Lernmaterialien, mit dem geschulte Roberta-KursleiterInnen Roboterkurse durchführen können, wurden entwickelt und erprobt. Die Roboterkurse wurden so aufgebaut, dass sie besonders Mädchen ansprechen. Attraktivität und Qualität der Kurse wurden durch eine unabhängige Begleitforschung evaluiert. Zur lokalen Unterstützung der KursleiterInnen wurde ein bundesweites Netzwerk regionaler Zentren aufgebaut.
Weitere Informationen: http://www.iais.fraunhofer.de/roberta.html
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Chancengleichheit in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen als Impuls für Unternehmen (URL: http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A6132+Arbeitswelt+in+Bewegung/~/pub/arbeitswelt_in_bewegung.pdf)
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(URL: http://www.studienwahl.de/fmg.htm)
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