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Bildung

Auf dem Weg zum Europäischen Bildungsraum - der strategische Rahmen

Eine zukunftsorientierte Bildungspolitik kann heute nur unter Einbeziehung europäischer und internationaler Entwicklungen gestaltet werden. Der strategische Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung definiert die Prioritäten und Zielsetzungen der europäischen Bildungszusammenarbeit. Er ist darüber hinaus ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Strategie "Europa 2020" und der darin definierten Ziele für den Bildungsbereich.

EU-Arbeitsprogramm und strategischer Rahmen - Strukturierte europäische Bildungszusammenarbeit

Bereits 2001/2002 haben die Bildungsminister der EU die Ziele der europäischen Bildungszusammenarbeit definiert und ein detailliertes, langfristig angelegtes Arbeitsprogramm zur allgemeinen und beruflichen Bildung beschlossen. Im Mai 2009 verabschiedeten die EU-Bildungsministerinnen und -Minister den strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung ("ET 2020"), der die Zusammenarbeit in der EU bis 2020 strukturieren soll. "ET 2020" verfolgt vier strategische Ziele:

  1. Verwirklichung von lebenslangem Lernen und Mobilität
  2. Verbesserung der Qualität und Effizienz der allgemeinen und beruflichen Bildung
  3. Förderung der Gerechtigkeit, des sozialen Zusammenhalts und des aktiven Bürgersinns
  4. Förderung von Innovation und Kreativität - einschließlich unternehmerischen Denkens - auf allen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung

Das Arbeitsprogramm "ET 2020" betrifft alle Aktionen im Bildungsbereich auf Ebene der EU einschließlich des Kopenhagen-Prozesses. Die Fortschritte bei der Umsetzung des Arbeitsprogramms werden in gemeinsamen Berichten des Rates und der Kommission festgehalten. Gleichzeitig werden die nächsten Schritte verabredet. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt vielfach mit Unterstützung aus dem Programm für Lebenslanges Lernen. Über Indikatoren und Durchschnittsbezugswerte (Benchmarks) wird die Entwicklung transparent gemacht.

Mit der Verabschiedung der Strategie "Europa 2020" durch den Europäischen Rat haben die Sichtbarkeit und der Stellenwert der europäischen Bildungszusammenarbeit zugenommen. Wichtige Ziele sind die Senkung der Zahl der Schulabbrecher auf unter 10% und die Erhöhung des Anteils der 30-34jährigen mit einem tertiären oder gleichwertigen Bildungsabschluss auf mindestens 40% im Jahr 2020.

Instrumente der Zusammenarbeit

Die bessere Vergleichbarkeit von Qualifikationen im europäischen Bildungsraum ist ein zentrales Anliegen im Arbeitsprogramm der Bildungsminister. Mehr Transparenz und mehr Möglichkeiten für den Übergang zwischen allgemeiner, beruflicher und Hochschulbildung sollen einerseits die Bedingungen für lebenslanges Lernen verbessern und andererseits die berufliche Mobilität in Europa fördern. Beispiel hierfür ist die Empfehlung für einen Europäischen Qualifikationsrahmen. Der Europäische Qualifikationsrahmen soll im Zusammenspiel mit nationalen Qualifikationsrahmen die Zuordnung von erworbenen Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu insgesamt acht Referenzniveaus ermöglichen. Der Qualifikationsrahmen versteht sich also als Übersetzungshilfe zwischen den nationalen Qualifikationssystemen. Auch ECTS (Europäisches System zur Anrechnung von Studienleistungen), ECVET (Europäisches Leistungspunktesystem für die Berufsbildung) und europass fördern die Mobilität in Europa durch die erleichterte Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen.

Mit derartigen Referenzinstrumenten und Schlussfolgerungen bzw. Empfehlungen des Rates sollen zudem nationale Reformen angeregt und unterstützt werden. Beispiele hierfür sind Empfehlungen zu Schlüsselqualifikationen, zur Qualität der Hochschulbildung und der beruflichen Bildung sowie zur Effizienz und Gerechtigkeit in der Bildung. Zentral ist auch der strukturierte Erfahrungsaustausch. In einer Reihe thematischer Arbeitsgruppen werden von Vertretern der Mitgliedstaaten aktuelle Themen von gemeinsamem Interesse diskutiert.

Der BMBF fördert mit Unterstützung durch die Nationale Agentur Bildung für Europa die Umsetzung des Arbeitsprogramms der Bildungsminister durch Informationsveranstaltungen, Fachkonferenzen und Tagungen.

Nähere Informationen zur Bildungszusammenarbeit auf EU-Ebene finden Sie in der BMBF-Publikation "EU-Bildungspolitik" und auf der regelmäßig aktualisierten Webseite zur EU-Bildungspolitik.

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/542.php)

Dokumente

  • Die Mobilität junger Menschen zu Lernzwecken fördern (2010)

    [PDF - 305,6 kB]

    Screenshot eines Dokuments

    Stellungnahme von BMBF und KMK zum Grünbuch der EU-Kommission

    - nicht barrierefrei - (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/stellungnahme_gruenbuch_mobilitaet.pdf)

  • Arbeitsprogramm 2020 (2009)

    [PDF - 96,1 kB]

    Screenshot eines Dokuments: Arbeitsprogramm 2020

    Schlussfolgerungen des Rates zu einem strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung ("ET 2020")

    - nicht barrierefrei - (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/arbeitsprogramm_umsetzung_ziele_bildung.pdf)

  • Neuester Fortschrittsbericht zum Arbeitsprogramm

    [PDF - 76,0 kB]

    November 2009 (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/fortschrittsbericht_arbeitsprogramm_eu.pdf)

Publikationen

  • EU-Bildungspolitik ID = 1213

    Titelbild der Publikation

    2010, 53 Seiten

    Download [PDF - 1,72 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/eu_bildungspolitik.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)