Bildung
Junge Azubis im Betrieb

Eine gute Ausbildung macht fit für die Zukunft

Ausbildung ist eine gute Investition in die Zukunft. Demografiebedingt werden sich zukünftig immer weniger Jugendliche um Ausbildungsplätze bewerben. Bereits in diesem Jahr gilt es, die künftigen Nachwuchskräfte zu sichern, die bei einer anziehenden Konjunktur dringend benötigt werden. Die Partner des Ausbildungspaktes appellierten anlässlich des "Tag des Ausbildungsplatzes" an alle Unternehmen, trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage allen ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen ein Ausbildungs- oder Qualifizierungsangebot zu machen.

Bundeswirtschaftsminister Phillip Rösler mit der Staatssekretärin des BMBF Cornelia Quennet-Thielen zum Auftakt der Informationsoffensive Berufliche Bildung - praktisch unschlagbarEtwa 60 % aller Jugendlichen in Deutschland qualifizieren sich im dualen System der Berufsausbildung.  Dual deshalb, weil die Berufsausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Im Betrieb erhält der Auszubildende eine überwiegend praktische Ausbildung. In der Berufsschule wird die betriebliche Ausbildung durch theoretische Grundlagen ergänzt. Die Ausbildung erfolgt auf der Basis von gegenwärtig rund 350 Ausbildungsordnungen für staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Sie sind die rechtliche Grundlage für die konkrete Durchführung der betrieblichen Berufsausbildung.

Berufliche Bildung - praktisch unschlagbar

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) haben am 8. November 2011 die Informationsoffensive "Berufliche Bildung - Praktisch unschlagbar" gestartet. Ziel der Offensive ist es, die hohe Attraktivität der dualen Ausbildung und die vielfältigen Chancen beruflicher Weiterbildung einer breiteren Öffentlichkeit deutlich zu machen. Zu den Maßnahmen der Offensive gehört unter anderem die Einrichtung der Webseite http://www.praktisch-unschlagbar.de/, mit der BMBF und BMWi die Vorteile der beruflichen Aus- und Weiterbildung unterstreichen und Jugendliche, Schulen, Eltern, Arbeitnehmer und Arbeitgeber informieren möchte. Weitere Elemente der Offensive sind eine bundesweite Plakat- und Anzeigenwerbung, Publikationen und Fachveranstaltungen zur beruflichen Bildung und die gezielte Nutzung sozialer Medien. Darüber hinaus werden Infomobile durch Deutschland fahren, um Interessierten direkt vor Ort Antworten auf ihre Fragen zum Thema berufliche Aus- und Weiterbildung zu geben. Die Informationsoffensive läuft bis 2013. Einen Höhepunkt wird die für den Sommer 2013 geplante und vom BMBF geförderte Berufsweltmeisterschaft "WorldSkills" in Leipzig darstellen.

Einen wichtigen Anstoß für die Informationsoffensive "Berufliche Bildung - Praktisch unschlagbar" hat der Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs gegeben, der im vergangenen Jahr bis 2014 verlängert und mit neuen Schwerpunkten versehen wurde. Bundesregierung und Wirtschaft haben im Zuge dessen vereinbart, gemeinsam öffentlichkeitswirksame Aktionen zu initiieren, die die berufliche Bildung stärken. Die Informationsoffensive wird deshalb auch von den Wirtschaftsverbänden unterstützt.

Hintergrund

Die zunehmende Globalisierung und der fortlaufende Strukturwandel in Wirtschaft und Gesellschaft führen dazu, dass sich die Qualifikationsanforderungen an Fachkräfte stetig verändern. Deshalb müssen Ausbildungsordnungen bestehender Berufe auf den neuesten Stand gebracht sowie neue Ausbildungsberufe geschaffen werden, die neue Tätigkeitsfelder erschließen. Im dualen System der beruflichen Ausbildung wird auf diese Weise gezielt qualifiziert und gefördert.

Das Ausbildungsangebot der Betriebe wird unterstützt durch überbetriebliche Lehrgänge und zusätzliche Qualifikationsangebote.

Die berufliche Ausbildung ist außerdem ein Einstieg in eine Karriere, die mit der Lehre nicht beendet ist. In der beruflichen Weiterbildung führt der Weg bis zum Meisterbrief. Neu ist ein Qualifizierungsweg, der über berufsbegleitende Fortbildungen bis zu einem Master-Abschluß an einer Hochschule führen kann. In einem reformierten und durchlässigen Bildungssystem hat deshalb Ausbildung Zukunft.

Berufsberatung

An der Schwelle zwischen Schule und Arbeitsleben stellen sich viele Fragen: Was ist die richtige Beschäftigung für mich? Welchen Beruf will ich erlernen? Welche Voraussetzungen muss ich dafür mitbringen? Und: Was erwartet mich im Beruf? Die Antworten auf diese Fragen hängen von einer Fülle von Faktoren ab. Dazu gehören individuelle Besonderheiten genauso wie die regionale Lage am Wohn- oder Beschäftigungsort. Informationen über das regionale Angebot an Ausbildungsplätzen erteilen die örtlichen Arbeitsagenturen. Dort sitzt auch der Berater, der für die Berufsberatung zuständig ist. Wer noch nicht sofort zum Berufsberater der örtlichen Arbeitsagenturen gehen will, kann unter diesen Internet-Adressen schon eine ganze Menge an Informationen erhalten:

www.planet-beruf.de 
www.berufswahl.de 
www.arbeitsagentur.de

  • Bildung

    Die Pilotinitiative DECVET

    Bisher fehlt für die berufliche Bildung eine einheitliche Systematik, um Lernleistungen zu beschreiben und anzurechnen. Das wird sich durch die Pilotinitiative DECVET ändern.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/15504.php)
  • Bildung

    Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

    Der demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft und führt bereits heute in bestimmten Arbeitsmarktsegmenten zu einem Mangel an qualifizierten Fachkräften, etwa bei Medizin- und Erziehungsberufen, im Pflegebereich und bei sogenannten MINT-Berufen. Deshalb ist es wichtig, alle Qualifikationspotenziale im Inland zu aktivieren und zu nutzen. Zudem soll Deutschland für qualifizierte Zuwanderung attraktiver werden. Zukünftig wird es leichter, im Ausland erworbene Berufsqualifikationen anerkannt zu bekommen. Das entsprechende "Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen" tritt am 1. April 2012 in Kraft.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14070.php)
  • Bildung

    Berufsbildungsbericht 2011

    Die Ausbildungslage 2010 hat sich für Ausbildungsbewerber und Ausbildungsbewerberinnen weiter verbessert. Das lag vor allem an der Zunahme der Zahl betrieblicher Ausbildungsverträge, aber auch am demografisch bedingten Bewerberrückgang und der Verringerung der Zahl der Altbewerber und der Zahl junger Menschen im Übergangssystem.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/berufsbildungsbericht.php)
  • Bildung

    Reform der Berufsbildung

    Das zum 1. April 2005 in Kraft getretene Berufsbildungsreformgesetz zielt darauf ab, die Ausbildungschancen zu sichern und zu verbessern und eine hohe Qualität der beruflichen Ausbildung für alle jungen Menschen zu gewährleisten - unabhängig von ihrer sozialen oder regionalen Herkunft.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1644.php)
  • Bildung

    Berufsbildungsforschung

    Zu aktuellen und möglichst zeitnah zu behandelnden Forschungsfragen der Berufsbildung führt das BMBF - neben der fortlaufenden Berufsbildungsforschung des Bundesinstituts für Berufsbildung - eigene Forschungsaktivitäten durch, die in zwei verschiedenen Initiativen des BMBF gebündelt werden.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6201.php)
  • Bildung

    Regelungen der beruflichen Bildung

    Wesentliche Ursache der ökonomischen Stärke Deutschlands ist die einheitliche und gute berufliche Aus- und Fortbildung. Junge Menschen und Betriebe können zu Recht erwarten, dass ihre Bildungsanstrengungen in ein System eingebettet sind, das Zugang, Qualität, Mobilität und Innovationsfähigkeit sichert. Geregelt wird dies im novellierten Berufsbildungsgesetz (BBiG) und seinen Ausbildungsordnungen. Es ist zugleich Grundlage für Fortbildungen mit bundesweit einheitlich hoher Qualität. Einheitliche Anforderungen und Prüfungsstandards sichern die hohe Qualifikation der Beschäftigten und den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6535.php)
  • Bildung

    Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

    Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist ein national und international anerkanntes Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Ziele seiner Forschung-, Entwicklungs- und Beratungsarbeit sind, Zukunftsaufgaben der Berufsbildung zu identifiziere, Innovationen in der nationalen wie internationalen Berufsbildung zu fördern und neue praxisorientierte Lösungsvorschläge für die berufliche Aus- und Weiterbildung zu entwickeln.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/2239.php)

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/544.php)

Berufliche Bildung - Praktisch unschlagbar

Dokumente

Publikationen

  • Berufsbildungsbericht 2010 ID = 1189

    Titelbild der Publikation

    2010, 66 Seiten

    Download [PDF - 1,34 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/bbb_2010.pdf)

  • Berufsbildungsbericht 2009 ID = 1061

    Titelbild der Publikation

    2009, 72 Seiten

    Download [PDF - 1,09 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/bbb_09.pdf)

  • Berufsbildungsbericht 2008 ID = 1001

    Titelbild der Publikation

    2008, 376 Seiten

    Download [PDF - 2,93 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/bbb_08.pdf)

  • Ten Guidelines for the Modernization and Structural Improvement of Vocational Education and Training ID = 915

    Titelbild der Publikation

    - Innovation Circle on Vocational Education and Training -

    2007, 34 Seiten
    Bestell-Nr.: 30331

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 388,6 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/IKBB_zehn_leitlinien_eng.pdf)

  • 10 Leitlinien zur Modernisierung der beruflichen Bildung ID = 899

    Titelbild der Publikation

    - Ergebnisse des Innovationskreises berufliche Bildung -

    2007, 34 Seiten
    Bestell-Nr.: 30320

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 618,9 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/IKBB-Broschuere-10_Leitlinien.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)