
Deutsch-Türkische Universität in der Türkei
Die Türkisch-Deutsche Universität (Türk-Alman Üniversitesi) in Istanbul ist eine staatliche Einrichtung, die der türkischen Hochschulgesetzgebung unterliegt. Ihr Bau wurde auf der Grundlage des Abkommens zwischen der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland initiiert. Bereits am 30. Mai 2008 unterzeichnete Bundesforschungsministerin Annette Schavan gemeinsam mit dem damaligen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und dessen türkischem Amtskollegen Ali Babacan in Berlin die "Vereinbarung über die Gründung einer Deutsch-Türkischen Universität in der Türkei". Im Oktober 2010 efolgte die Grundsteinlegung. Die Universität ist als Leuchtturmprojekt der deutsch-türkischen Hochschulkooperation konzipiert; sie umfasst zunächst vier Fakultäten: Rechts- und Naturwissenschaften, Wirtschafts-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften. Das BMBF und der Deutsche- Akademische- Austauschdienst (DAAD) sind bei der Umsetzung des Projektes maßgeblich beteiligt. Der Lehrbetrieb soll im Wintersemester 2013/2014 starten.
Mit der fortschreitenden Einbindung der Türkei in den europäischen Integrationsprozess haben auch die bilateralen deutsch-türkischen Beziehungen weiter an Bedeutung gewonnen. Einerseits ist dies auf das außergewöhnliche Wirtschaftswachstum der Türkei zurückzuführen. Andererseits hat gerade Deutschland wegen der 1,7 Millionen hier lebenden türkischen Staatsbürger und den zahlreichen Deutschen mit türkischer Herkunft ein besonderes Interesse an guten Beziehungen zur Türkei. 25,9 % der im Jahr 2008 eingebürgerten Personen hatten einen türkischen Migrationshintergrund, diese stellen damit die größte Personengruppe dar.
Im Vordergrund steht dabei natürlich die wirtschaftliche Zusammenarbeit: Mehr ca. 4000 deutsche Unternehmen haben bereits Niederlassungen in der Türkei gegründet und/oder größere Investitionen getätigt. Das Außenhandelsvolumen mit der Türkei liegt derzeit bei etwa 20 Milliarden Euro.
Die deutsche Wissenschaft genießt in der Türkei hohes Ansehen. Bereits seit 1951 wird der wissenschaftliche Austausch mit der Türkei gefördert, dieser ist allerdings immer noch ausbaufähig. Derzeit orientieren sich türkische Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vorwiegend an angelsächsischen Universitäten. Damit das große Kooperationspotenzial für Deutschland nicht verloren geht, baut das BMBF die Zusammenarbeit mit der Türkei in Bildung, Wissenschaft und Forschung beständig weiter aus.
Seit 1984 besteht eine formelle Zusammenarbeit zwischen dem Wissenschaftlichen und Technischen Forschungsrat der Türkei (TÜBITAK) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Den rechtlichen Rahmen für die Wissenschaftlich- Technologische Zusammenarbeit (WTZ) zwischen Deutschland und der Türkei bildet bisher eine Einzelvereinbarung zwischen dem Projektträger im Forschungszentrum Jülich GmbH und dem TÜBITAK vom 10.01.1997 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die gemeinsamen Förderprogramme für Forschung werden durch die Aktivitäten und die Förderinstrumente der beiden großen Stipendienorganisationen Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) und Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) flankiert.
Die türkische Regierung setzt seit längerem auf einen dynamischen Auf- und Ausbau der Hochschullandschaft des Landes und hat sich auch für die Zukunft ehrgeizige Ziele gesetzt. So sollen weitere Universitäten errichtet, das wissenschaftliche Personal bis 2013 auf 150.000 Beschäftigte und die nationalen Forschungsausgaben auf 2 Prozent des BIP gesteigert werden. Der Erfolg dieser Initiative spiegelt sich eindrucksvoll in dem Anstieg internationaler Publikationen und Patente wieder. Zum 6. EU-Forschungsrahmenprogramm hat die Türkei erstmalig mit 250 Millionen Euro den größten Beitrag der Beitrittskandidaten geleistet, und Sie ist auch am 7. Europäischen Forschungsrahmenprogramm als assoziiertes Mitglied beteiligt.
Die Kooperation mit der Türkei ist einer der Schwerpunkte in der internationalen Zusammenarbeit des BMBF, besonders in den Bereichen
Neben der Implementierung gemeinsamer Deutsch-Türkischer Förderprogramme werden gezielte Veranstaltungen zur Initiation und Intensivierung von Kooperationen durchgeführt.
Im April 2006 wurde im Rahmen des Deutsch-Türkischen Kooperationsrates die Arbeitsgruppe "Wissenschaft, Forschung und Technologie" ins Leben gerufen, in der das BMBF und der türkische Wissenschafts- und Forschungsrat (TÜBITAK) mit weiteren zentralen Akteuren aktuelle Fragen der bilateralen Zusammenarbeit in Forschung und Technologie diskutieren und vorantreiben.
Am 30. Mai 2008 unterzeichnete Bundesforschungsministerin Annette Schavan gemeinsam mit dem damaligen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und dessen türkischem Amtskollegen Ali Babacan in Berlin die "Vereinbarung über die Gründung einer Deutsch-Türkischen Universität in der Türkei". Die Universität ist konzipiert als sichtbares Leuchtturmprojekt der deutsch-türkischen Hochschulkooperation. Im Oktober 2010 legten der damalige Bundespräsident Christian Wulff, Bundesministerin Annette Schavan und der türkische Staatspräsident Abdullah Gül gemeinsam den Grundstein.
Die Universität wird als staatliche Einrichtung mit zunächst vier Fakultäten gegründet: Rechts- und Naturwissenschaften, Wirtschafts-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften. Das BMBF und der Deutsche- Akademische- Austauschdienst (DAAD) sind bei der Umsetzung des Projektes maßgeblich beteiligt.
Im Rahmen ihrer Türkeireise im Oktober 2010 unterzeichnete Bundesministerin Schavan gemeinsam mit ihrem Kollegen Yildirim, Minister für Verkehr und Telekommunikation, eine Vereinbarung über wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit im Bereich der Informations- und Kommunikations¬technologien. Die Vereinbarung bildet den Rahmen für die Gründung eines gemeinsamen deutsch-türkischen Forschungszentrums für Informations- und Kommunikationstechnologien (German-Turkish Advanced ICT Research Center, GT-ARC) mit Standorten in Istanbul und Berlin. Das Forschungszentrum wird von der deutschen und türkischen Wirtschaft als Partner aktiv unterstützt. Es passt als "public-private partnership" nahtlos in die Hightech-Strategie der Bundesregierung. Mit zwei Standorten und einem gemeinsamen wissenschaftlichen Team stellt es eine neue Qualität der Zusammenarbeit dar.
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