
Südafrika ist eines der Schwerpunktländer des BMBF für die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit (WTZ) weltweit und der bedeutendste Kooperationspartner in Afrika. Als die stärkste Wirtschaftsmacht des afrikanischen Kontinents mit großen Rohstoffreserven ist Südafrika auch ein wichtiger Partner für die deutsche Wirtschaft. Eine Reihe deutscher WTZ-Projekte hat einen engen Bezug zu Industriethemen und wird mit Beteiligung von deutschen und südafrikanischen Firmen durchgeführt.
Seit Unterzeichnung des Regierungsabkommens zur Zusammenarbeit in Forschung und Technologie im Jahre 1996 hat sich die Kooperation sehr gut in beidseitigem Interesse entwickelt. Die Kooperation umfasst ein breites Spektrum von Forschungsthemen, die auf den, in einjährigem Rhythmus stattfindenden, gemeinsamen Kommissionssitzungen festgelegt werden.
BMBF unterstützt im Rahmen seiner Fachprogramme vor allem Vorhaben in Bereichen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen, wie Wasser, Klima und Umwelt, Energie, Biodiversität, aber auch die Antarktis- und die Meeresforschung ist ein wichtiges Kooperationsgebiet.
Im Rahmen der wissenschaftlichen-technologischen Zusammenarbeit (WTZ) stehen neben Themen zur Nachhaltigkeit auch technologische Entwicklungen in Bereichen wie Biotechnologie, Nanotechnologie und Produktionstechnologien im Vordergrund.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche bilaterale Kooperationen und Projekte zwischen, Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Im Bereich der angewandten Forschung sind mehrere deutsche Forschungsinstitutionen aktiv, wie zum Beispiel die Fraunhofer Gesellschaft (FhG).
Die National Research Foundation (NRF), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und andere Institutionen unterstützen finanziell und administrativ gemeinsame Studiengänge zwischen südafrikanischen und deutschen Universitäten. .
2009
Die 20. Generalversammlung von (Third World Academy of Sciences (TWAS)) wurde vom 20.-23. Oktober in Durban abgehalten und gemeinsam vom südafrikanischen Forschungsministerium und dem BMBF finanziert. Damit wurde die Rolle der Akademien als unabhängige Beratungsinstitutionen der nationalen Regierungen gestärkt und ein Zeichen dafür gesetzt, dass BMBF an einer institutionellen Kooperation mit Entwicklungsländern ernsthaft interessert ist.
Am 26. und 27. Oktober fand in Pretoria im Rahmen des zwischen BMBF und dem Departement of Science and Technology (DST) vereinbarten Dialogs für Nachhaltigkeit die zweite Konferenz zum Thema "Innovation for Sustainability in a Changing World" statt.
Das Spektrum der Kooperationsgebiete mit Südafrika wurde durch die Konferenz "Historical Memory" vom 29.-31. Oktober in Berlin um die Sozial- und Geisteswissenschaften erweitert.
2008
Forschungsministerin Schavan besuchte Anfang Februar zusammen mit einer hochkarätigen Delegation aus Wissenschaft und Wirtschaft, der unter anderem der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Prof. Matthias Kleiner und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Hans-Jörg Bullinger angehörten, Südafrika und Namibia.
Ziel der Reise war die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südafrika. Die Ministerin besuchte unter anderem die Universitäten Kapstadt, Stellenbosch und Johannesburg sowie renommierte Forschungszentren und traf sich mit hochrangigen Vertretern deutscher und südafrikanischer Unternehmen. Mit ihrem Amtskollegen Mosibudi Mangena hat sie eine Vereinbarung zur gemeinsamen Nachhaltigkeitsforschung unterzeichnet. Außerdem hat Annette Schavan das deutsche Forschungsschiff "Polarstern" des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft empfangen, das von einer Antarktis-Expedition nach Kapstadt zurückgekehrt war.
2007
Ein Höhepunkt der deutsch-südafrikanischen Zusammenarbeit war die erfolgreiche Präsentation des Science Tunnels der Max-Planck-Gesellschaft vom 18. Mai bis zum 29. Juli 2007 in Johannesburg. Neben BMBF und dem Department of Science and Technology wurde das Vorhaben von deutschen und südafrikanischen Firmen finanziell unterstützt. Die feierliche Eröffnung fand im Beisein von Minister Mosibudi Mangena, dem damaligen deutschen Botschafter Harro Adt sowie als Ehrengast Prof. Hänsch, Nobelpreisträger für Physik 2005, statt. Weiteres Highlight war der Deutschlandbesuch des südafrikanischen Forschungsministers Mangena mit Gespräch bei Bundesministerin Schavan im August 2007 in Berlin.
2006
Nach 2004 hat Deutschland auch im Jahr 2006 an der International Science Innovation and Technology Exhibition (INSITE) teilgenommen. Der deutsche Pavillon und das Rahmenprogramm waren eine Gemeinschaftsaktion von DAAD und BMBF.
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