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Logo des Deutsch-Südafrikanischen Wissenschaftsjahres

Globale Verantwortung gemeinsam tragen: Das Deutsch-Südafrikanische Wissenschaftsjahr

Das Deutsch-Südafrikanische Jahr der Wissenschaft 2012/2013 soll die Zusammenarbeit beider Länder stärken und neue Netzwerke ins Leben rufen, insbesondere unter Nachwuchswissenschaftlern. Deutsche und südafrikanische Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen sind dazu aufgerufen, sich in Projekten und Veranstaltungen mit verschiedenen Fragen zu befassen: Wie passen wir uns an den Klimawandel an, ohne unser Wachstum zu bremsen? Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Wie können wir die vorhandenen Ressourcen nachhaltig nutzen? Was können Wissenschaft und Forschung beitragen?

Politikberatung durch die Wissenschaft: Podiumsdiskussion im Deutsch-Südafrikanischen Wissenschaftsjahr in Berlin

Die wissenschaftsbasierte Beratung von Politik und Gesellschaft steht im Zentrum der Podiumsdiskussion "Bridging two Hemispheres", die im Rahmen des Deutsch-Südafrikanischen Wissenschaftsjahrs am 19. März in Berlin stattfindet. Sie wird von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Academy of Science of South Africa, sowie der Jungen Akademie, der South African Young Academy of Science und der Global Young Academy ausgerichtet und bezieht die Perspektiven junger Wissenschaftler ein.

Die Teilnehmer der englischsprachigen Podiumsdiskussion analysieren Bedingungen, Risiken und Potenziale wissenschaftlicher Politikberatung im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung, zum Beispiel in der Klima- und Agrarpolitik. Beleuchtet werden soll auch die Rolle junger Wissenschaftler in Bezug auf eine unabhängige und zuverlässige Politikberatung. Darüber hinaus wird erörtert, welchen Beitrag das weltweit wachsende Netzwerk junger Akademien, in denen sich herausragende Nachwuchswissenschaftler versammeln, dazu leisten kann.

Podiumsdiskussion: "Bridging Two Hemispheres -
Policy Advice and Sustainability Research in Germany and South Africa"
Georges-Casalis-Saal, Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin
Dienstag, 19. März, 18.30 Uhr
Anmeldung unter: www.leopoldina.org/de/form/anmeldung-sustainability-research-2013/

Südafrika ist eines der Schwerpunktländer des BMBF für die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit (WTZ) weltweit und der bedeutendste Kooperationspartner in Afrika. Als die stärkste Wirtschaftsmacht des afrikanischen Kontinents mit großen Rohstoffreserven ist Südafrika auch ein wichtiger Partner für die deutsche Wirtschaft. Eine Reihe deutscher WTZ-Projekte hat einen engen Bezug zu Industriethemen, beteiligt sind deutsche und südafrikanische Firmen. Auch in der regionalen Kooperation mit den Ländern des südlichen Afrikas sowie bei der Umsetzung der EU-Afrika-Strategie kommt Südafrika eine Schlüsselrolle zu.

 

 

Sechs Fachkommissionen

Anlässlich des Staatsbesuchs von Präsident Mandela 1996 in Deutschland wurde die Einsetzung einer "Bilateralen Gemischten Kommission" (BNK) zur Förderung der bilateralen Zusammenarbeit vereinbart. Die Initiative war Ausdruck des Interesses auf beiden Seiten, eine langfristige und ein breites Spektrum umfassende Partnerschaft zwischen beiden Ländern aufzubauen. Die Kommission setzt sich aus Vertretern der bestehenden sechs Fachkommissionen für Entwicklung, Verteidigung, Umwelt, Wirtschaft, Wissenschaft/Forschung und Kultur zusammen und tagt alle zwei bis drei Jahre. Innerhalb der Bundesregierung liegt die Gesamtfederführung beim Auswärtigen Amt, die Zuständigkeiten für die jeweiligen Fachkommissionen bei BMZ, BMVg, BMU, BMWi, BMBF und der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes.

Seit Unterzeichnung des Regierungsabkommens zur Zusammenarbeit in Forschung und Technologie im Jahre 1996 hat sich die Kooperation sehr gut in beidseitigem Interesse entwickelt. Die Kooperation umfasst ein breites Spektrum von Forschungsthemen, die auf den, inzwischen in einjährigem Rhythmus stattfindenden, gemeinsamen Fachkommissionssitzungen (JC) zwischen BMBF und dem Department of Science and Technology (DST) festgelegt werden.

Die letzte "Bilaterale Gemischte Kommission" fand im April 2010 in Pretoria statt und wurde von deutscher Seite von Außenminister Westerwelle geleitet, auf südafrikanischer Seite von Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane. Die Fachkommission für Wissenschaft/Forschung (JC) tagte unmittelbar vor der BNK.

Schwerpunkte der Kooperation

BMBF unterstützt im Rahmen seiner Fachprogramme vor allem Vorhaben in Bereichen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen, wie Wasser, Klima und Umwelt, Energie, Biodiversität, aber auch die Antarktis- und die Meeresforschung ist ein wichtiges Kooperationsgebiet.

Im Rahmen der wissenschaftlichen-technologischen Zusammenarbeit (WTZ) stehen neben Themen zur Nachhaltigkeit auch technologische Entwicklungen in Bereichen wie Biotechnologie, Nanotechnologie und Produktionstechnologien im Vordergrund.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche bilaterale Kooperationen und Projekte zwischen, Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Insgesamt gibt es knapp 100 Hochschulkooperationen zwischen deutschen und südafrikanischen Hochschulen. Im Bereich der angewandten Forschung sind mehrere deutsche Forschungsinstitutionen aktiv, wie zum Beispiel die Fraunhofer Gesellschaft (FhG).

Gemeinsame Studiengänge zwischen südafrikanischen und deutschen Universitäten erhalten administrative und finanzielle Unterstützung durch die National Research Foundation (NRF), den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) sowie Dritte.

Weitere Länder, mit denen ein Dialog zur Nachhaltigkeitsforschung geführt wird, sind: Brasilien, Indien und China sowie Russland. Mit Südafrika ist der Dialogprozess bisher am weitesten fortgeschritten.

Partner seit vielen Jahren

2010

  • Besuch des Ministers S.E. Dr. Blade B. Nzimande vom Department of Higher Education am 8. und 9. März 2010 in Berlin anlässlich des Round Table Gesprächs zum Thema "Skills Development and the Dual System: Possible Ways of Cooperation". Dabei kam es auch zu einer Begegnung  mit Ministerin Schavan kam. Minister Nzimande bekundete in diesem Kontext Interesse, mit dem BMBF im Bereich "Berufliche Bildung" zu kooperieren. Gegenbesuche von Vertretern des BMBF beim Department of Higher Education erfolgten im April und im Oktober 2010 und dienten zur Sondierung von zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten.
  • Die südafrikanische Akademie (ASSAF) und die deutsche Akademie der Wissenschaften Leopoldina haben sich im Rahmen der TWAS-Konferenz im Oktober 2009 auf Wunsch des namibischen Ministeriums für Bildung verständigt, Namibia beim Aufbau einer Akademie der Wissenschaften zu unterstützen und 2010 gemeinsame Aktivitäten zur Zielerreichung durchgeführt.
  • Unterstützung eines Filmprojektes
    Die weltweite Bedeutung biologischer Krusten in verschiedenen Klimazonen und die Erkenntnisse, die bei ihrer Erforschung in Australien, Grönland, Südafrika, der Schweiz und Deutschland gewonnen wurden, wurden in einem populärwissenschaftlichen Film dargestellt. Dieser Film (Dauer: 52 Minuten) wurde in Zusammenarbeit mit ARTE und dem Hessischen Rundfunk (HR) produziert und im Frühjahr 2011 ausgestrahlt.

2009

  • Die 20. Generalversammlung von (Third World Academy of Sciences (TWAS)) wurde vom 20.-23. Oktober in Durban abgehalten und gemeinsam vom südafrikanischen Forschungsministerium und dem BMBF finanziert. Damit wurde die Rolle der Akademien als unabhängige Beratungsinstitutionen der nationalen Regierungen gestärkt und ein Zeichen dafür gesetzt, dass das BMBF an einer institutionellen Kooperation mit Entwicklungsländern ernsthaft interessert ist.
  • Am 26. und 27. Oktober fand in Pretoria im Rahmen des zwischen BMBF und dem Departement of Science and Technology (DST) vereinbarten Dialogs für Nachhaltigkeit die zweite Konferenz zum Thema "Innovation for Sustainability in a Changing World" statt.
  • Das Spektrum der Kooperationsgebiete mit Südafrika wurde durch die Konferenz "Historical Memory" vom 29.-31. Oktober in Berlin um die Sozial- und Geisteswissenschaften erweitert.

2008 und früher

  • Bundesforschungsministerin Schavan besuchte Anfang Februar 2008 zusammen mit einer hochkarätigen Delegation aus Wissenschaft und Wirtschaft Südafrika und Namibia. Der Delegation gehörten unter anderem der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Prof. Matthias Kleiner und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Hans-Jörg Bullinger an. Die Reise führte zu einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südafrika. Die Ministerin besuchte unter anderem die Universitäten Kapstadt, Stellenbosch und Johannesburg sowie renommierte Forschungszentren und traf sich mit hochrangigen Vertretern deutscher und südafrikanischer Unternehmen. Mit ihrem Amtskollegen Mosibudi Mangena hat sie eine Vereinbarung zur gemeinsamen Nachhaltigkeitsforschung unterzeichnet. Außerdem hat Annette Schavan das deutsche Forschungsschiff "Polarstern" des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft empfangen, das von einer Antarktis-Expedition nach Kapstadt zurückgekehrt war.
  • Im Juli 2007 fand die erfolgreiche Präsentation des Science Tunnels der Max-Planck-Gesellschaft in Johannesburg statt. Neben dem BMBF und dem Department of Science and Technology wurde das Vorhaben von deutschen und südafrikanischen Firmen finanziell unterstützt. Die feierliche Eröffnung fand im Beisein von Minister Mosibudi Mangena, dem damaligen deutschen Botschafter Harro Adt sowie dem Ehrengast Prof. Hänsch, Nobelpreisträger für Physik 2005, statt. Ein weiteres Highlight war der Deutschland-Besuch des südafrikanischen Forschungsministers Mangena mit Gespräch bei Bundesministerin Schavan im August 2007 in Berlin.

Zusatzinformationen

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Trailer zum Deutsch-Südafrikanischen Jahr der Wissenschaft

Publikationen

  • Förderkonzept Vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten ID = 1306

    Titelbild der Publikation

    2011, 21 Seiten

    Download [PDF - 925,0 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/vernachlaessigte_armutsassoziierte_krankheiten.pdf)

  • Research funding concept Neglected and poverty-related diseases ID = 1308

    Titelbild der Publikation

    2011, 21 Seiten

    Download [PDF - 416,9 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/neglected_poverty_related_diseases.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Internationales Büro des BMBF beim DLR e.V.

    • Südafrika, Subsahara Afrika (Süd)
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    • Heinrich-Konen-Straße 1
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