Wer als Trainer in der Weiterbildung arbeitet, muss nicht nur fachlich qualifiziert sein. Auch didaktisches Know-how ist gefragt. Leider kann noch lange nicht jeder Trainer den Lehrstoff verständlich, lebendig und damit auch wirkungsvoll vermitteln. Nachhilfe in Sachen Wissensvermittlung versprechen Train-the-Trainer-Seminare. Die STIFTUNG WARENTEST hat Kurse von maximal fünf Tagen getestet.
Geschulte Testpersonen haben 15 Train-the-Trainer-Seminare verdeckt besucht. Im Fokus der Untersuchung standen die Lehrmethoden und das fachliche Niveau des Trainers. Von besonderem Interesse war, wie stark sich der Kurs an den Teilnehmern orientiert und was Anbieter und Trainer unternommen haben, um den Lernerfolg bei den Kursbesuchern zu unterstützen. Außerdem wurden das Lehrmaterial, die Kursorganisation (Räume, Equipment, Service) und die Kursinformationen im Internet geprüft. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden auf unzulässige Klauseln untersucht.
Nicht alle Seminare im Test glänzten bei der didaktischen Gestaltung mit Qualität.
Das hätten die Testpersonen aber eigentlich erwarten dürfen. Gerade ein Train-the-Trainer-Seminar sollte mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, wie eine gute Wissensvermittlung aussieht. Denn das ist ja das Thema des Seminars. Nur vier von 15 Kursen schnitten hier mit "hoher" Qualität ab, darunter mit 2490 Euro der teuerste im Test, aber mit 290 Euro auch eines der günstigsten Angebote.
Train-the-Trainer-Seminare von wenigen Tagen eignen sich vor allem für Personen, die noch sehr wenig über Didaktik und die Möglichkeiten der Wissensvermittlung wissen. Die Kurse vermitteln in erster Linie Grundlagen, im Idealfall wird den Teilnehmern Handwerkszeug für den eigenen Unterricht mit auf den Weg gegeben. Wer allerdings den routinierten Umgang mit verschiedenen Lehrmethoden einüben will, der sollte mehrmonatige Weiterbildungen besuchen.
Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier