
Elektronische Bauteile in Computern und in Mobiltelefonen, in der Haushalts-, Unterhaltungs- oder Automobiltechnik erleichtern unser Leben - im Beruf ebenso wie im Alltag - und sind unverzichtbar für Innovationen in allen modernen Technologiebereichen.
Etwa 90 Prozent aller "echten" Innovationen im Automobil (im Unterschied zu Detailverbesserungen) gehen auf das Konto elektronischer Systeme. Bei hochwertigen Modellen liegt der Anteil an der Wertschöpfung bereits bei 35 Prozent. Dieser Trend wird sich verstärken, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Elektrifizierung von Fahrzeugantrieben bis hin zum reinen Elektroauto.
Welche Herausforderungen und welcher Aufwand hinter all den Neuentwicklungen stehen, ist allerdings nur Fachleuten bekannt. Für das Auge meist unsichtbar unter der Produktoberfläche verborgen, müssen elektronische Systeme mit höchster Komplexität in extrem kurzer Zeit zu einem akzeptablen Preis entworfen, hergestellt und auf den Markt gebracht werden und absolut zuverlässig sowie energieeffizient funktionieren. Rasant anwachsende Leistungsfähigkeit und stetige Miniaturisierung charakterisieren dabei seit Jahrzehnten die Entwicklung in der Elektronik.
Die Mikro- und Nanoelektronik ist eine Schlüsseltechnologie, die für die gesamte produzierende Industrie von großer Bedeutung ist. Im Rahmen des Forschungsprogramms IKT 2020 fördert das BMBF Innovationen, die die technologische Spitzenstellung Deutschlands in der Elektronik stärken, die Wettbewerbsfähigkeit sichern und die Attraktivität des Standorts Deutschland erhöhen.
Der Förderrahmen im Bereich Elektronik sieht vor:
Schwerpunkte der Förderung sind die Anwendungsfelder Automobil, Medizin, Logistik, Energie sowie Maschinenbau, in denen Innovationen maßgeblich IKT-getrieben sind. Durch Forschung und Entwicklung sollen vor allem die Qualitätsziele Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Nutzerfreundlichkeit und Ressourceneffizienz erreicht werden. Zudem sollen Brücken zwischen Technologien und Anwendungsfeldern gebaut werden, um Forschungsergebnisse möglichst rasch in wirtschaftliche Erfolge umzumünzen.
Den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kommt bei dieser zielgerichteten Umsetzung von (Forschungs-)Ergebnissen in industrielle Anwendungen und Produkte eine besondere Bedeutung zu. Als reaktionsschnelle und flexible Wirtschaftseinheiten sind sie wichtige Innovationsmotoren und können Forschungsergebnisse besonders rasch in Anwendungen überführen. Die Forschungsförderung, die im Rahmen des Programmes KMU-innovativ IKT erfolgt, trägt nachhaltig dazu bei, die Attraktivität des Hightech Standortes Deutschland zu sichern und in Zukunft weiter auszubauen.
Forschungskooperationen über nationale Grenzen hinweg tragen entscheidend dazu bei, den zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Mikro- und Nanoelektronik erfolgreich begegnen zu können. Sie bilden schon heute im internationalen Wettbewerb einen wichtigen Faktor, da auf diese Weise frühzeitig internationale Standards gesetzt werden können, die von Beginn an eine führende Marktposition ermöglichen. Bereits in den vergangenen Jahren hat das BMBF durch seine europäischen Förderaktivitäten wie die EUREKA-Programme JESSI, MEDEA, und MEDEA+ entscheidend dazu beigetragen, die Position der europäischen Halbleiterindustrie zu stärken und auszubauen. Dieser Weg wird sowohl durch die Forschungsförderung im Rahmen des EUREKA Programms CATRENE (Cluster for Application and Technology Research in Europe on NanoElectronics) als auch der europäischen Technologie-Initiative ENIAC (European Nanoelectronics Initiative Advisory Council) fortgesetzt, um auch weiterhin die Entwicklung von strategisch wichtigen Anwendungsbereichen der Nanoelektronik in Europa gezielt gemeinsam gestalten und vorantreiben zu können.

Forschung für Innovationen
2007, 80 Seiten
Download [PDF - 2,93 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/ikt2020.pdf)
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Innovation for tomorrow's world (URL: ftp://ftp.cordis.lu/pub/nanotechnology/docs/nano_brochure_en.pdf)