Navigationsbereich


Forschung
Menschenmassen auf der Messe Düsseldorf

Sicherheitsforschung - Forschung für die zivile Sicherheit

Sicherheit ist die Basis für ein freies Leben und ein wichtiger Faktor für unseren Wohlstand in Deutschland. Durch den Fortschritt verändern sich auch die Herausforderungen der zivilen Sicherheit ständig. Versorgungsnetze sind Lebensnerven unserer Gesellschaft. Sie können trotz robuster Technik schon durch kleinste Störungen ausfallen. Naturkatastrophen werden durch den Klimawandel gefährlicher. Aber auch Großveranstaltungen, die immer mehr Zulauf erhalten, können zu einer Herausforderung werden. Wie kann die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger vor terroristischen Anschlägen verbessert werden? Was kann die Forschung tun, um die Auswirkungen von Naturkatastrophen zu mildern? Solchen Fragen geht die zivile Sicherheitsforschung im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung nach.

Die Globalisierung eröffnet Deutschland vielfältige Zukunftschancen. Wirtschaft und Gesellschaft profitieren von einer umfassenden Einbindung in die internationalen Handels- und Reiseströme, von freien Kommunikationsstrukturen sowie gut ausgebauten Infrastrukturen. Mit diesen Chancen sind aber auch Risiken verbunden. Die zunehmende Komplexität von Energie- und Verkehrsnetzen, Internet und Telekommunikation oder Warenketten für Lebensmittel und Gesundheit führen zu neuen Verwundbarkeiten. Weitere Bedrohungen sind Naturkatastrophen, der weltweit operierende Terrorismus und die organisierte Kriminalität.

Frachtcontainer und Verladekräne im Hamburger HafenInternationaler Seehandel im Hamburger Hafen (Quelle: Hafen Hamburg / Heinz-Joachim Hettchen)Wenn wir zukünftig die individuelle Freiheit, die Unversehrtheit aller Bürgerinnen und Bürger sowie lebenswichtige staatliche und wirtschaftliche Infrastrukturen wirksam sichern wollen, müssen wir neue Wege und Lösungen finden, Herausforderungen dieser Art zu begegnen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 2007 mit dem Rahmenprogramm der Bundesregierung "Forschung für die zivile Sicherheit" umfassende Sicherheitslösungen. Diese Lösungen schützen und retten Leben nicht nur im Katastrophenfall, sondern machen auch den Alltag der Menschen sicherer - sei es im Wohnumfeld, im öffentlichen Nahverkehr oder bei großen Veranstaltungen. Seit 2007 wurden knapp 400 Millonen Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt. Zusätzlich hat die Industrie fast 100 Millionen Euro an Eigenmitteln investiert.

Die Projekte im Rahmen des zivilen Sicherheitsforschungsprogramms beschäftigen sich mit realitätsnahen Szenarien, dazu gehört zum Beispiel die Sicherheit bei Fußballspielen oder auf Konzerten. Die Forschung konzentriert sich sowohl auf die Prävention von Schäden als auch auf Maßnahmen zur Krisenbewältigung. Damit Sicherheitslösungen auf die Bedürfnisse in der Praxis abgestimmt werden können, arbeiten Forschende aus Natur-, Technik- und Geisteswissenschaften mit Endanwendern, wie zum Beispiel der Polizei und Rettungskräften sowie der Industrie, eng zusammen. Die kontinuierliche Einbeziehung gesellschaftlicher Aspekte spielt hierbei eine zentrale Rolle. Ziel ist es, umfassende Sicherheitslösungen zu erforschen, die die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit wahren.

Große Menschenmenge auf dem Friedensplatz in Dortmund Public Viewing auf dem Friedensplatz in Dortmund (Quelle: Dortmund-Agentur / Anja Kador)Aus dem Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung sind konkrete Innovationen hervorgegangen, die sich in der Praxis bewähren. Beispielsweise können nun die Ursachen von Lebensmittelverunreinigungen schneller als bisher aufgeklärt werden. Forscherinnen und Forscher aus Bonn, Jena und Berlin entwickelten mobile Minilabore, mit denen Lebensmittel vor Ort auf Erreger und deren Konzentration untersucht werden können. Darüber hinaus ermöglicht ein innovatives Softwaresystem die Rückverfolgung der verunreinigten Lebensmittel vom Verbraucher zum Hersteller.

Ein weiteres Beispiel: Dank der zivilen Sicherheitsforschung können Opfer von Großunfällen nun rascher versorgt werden. Der Grad ihrer Verletzungen wird auf einem Computer-Chip digital erfasst und direkt an die Leitstellen und die umliegenden Kliniken gesendet.
Für ein weiteres Szenario, einen langandauernden, flächendeckenden Stromausfall, wurde in Berlin ein neues Logistik-System für die Kraftstoffversorung von Notstromaggregaten entwickelt. Es überwacht den Füllstand der Treibstofftanks und fordert bei Bedarf automatisch Treibstofflieferungen an. Das System hilft, den Notbetrieb in Krankenhäusern und bei Rettungsdiensten aufrechtzuerhalten.

Diese und weitere Beispiele für den gelungenen Transfer von innovativen Sicherheitslösungen aus der Forschung in die Praxis wurden beim zweiten BMBF-Innovationsforum "Zivile Sicherheit" unter dem Leitmotiv "Antworten der Forschung" im Mai 2014 in Berlin vorgestellt.

BMBF-Staatssekretär Dr. Georg Schütte bei seiner EröffnungsredeStaatssekretär Dr. Georg Schütte beim BMBF-Innovationsforum "Zivile Sicherheit" am 7. Mai 2014 (Quelle: BMBF/VDI Technologiezentrum GmbH - Leo Seidel) Bei der Eröffnung der Veranstaltung hob Staatssekretär Dr. Georg Schütte hervor: "Wir wollen weiterhin in einer friedlichen und sicheren Gesellschaft leben. Für die Sicherheitsforschung bedeutet dies, sich den ständig wandelnden Herausforderungen und Risiken zu stellen und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Als Bundesregierung werden wir das Rahmenprogramm "Forschung für die zivile Sicherheit" daher weiterentwickeln."

 


 

  • Hightech-Strategie

    Forschungsprogramm für die zivile Sicherheit

    Ziel des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung ist, durch die Entwicklung innovativer Lösungen die zivile Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen und dabei die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit zu wahren. Das Besondere am Sicherheitsforschungsprogramm ist dabei, dass es kein reines Technologieprogramm ist, sondern dass Innovation auch innovative organisatorische Konzepte und Handlungsstrategien beinhaltet. Interdisziplinäre Projekte, Wissenstransfer in die Öffentlichkeit, gesellschaftswissenschaftliche Forschung zu Fragen des Datenschutzes und der Ethik sowie Transparenz sind in der Sicherheitsforschung Voraussetzungen für den Programmerfolg. Das Programm ist zudem in einen europäischen Rahmen eingepasst.
     weiterlesen: Forschungsprogramm für die zivile Sicherheit
    (URL: http://www.bmbf.de/de/11773.php)
  • Wissenschaftler sitzen im Gespräch um einen runden Tisch

    Hightech-Strategie

    Fortschreibung des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit"

    Die Bundesregierung hat am 25.01.2012 mit dem neuen Rahmenprogramm "Forschung für die zivile Sicherheit" die Fortführung des Sicherheitsforschungsprogramms beschlossen. Als Beitrag zur Schwerpunktfindung hat das BMBF einen interdisziplinär angelegten Agenda-Prozess im Dialog mit den Akteuren der zivilen Sicherheitsforschung initiiert.
     weiterlesen: Fortschreibung des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit"
    (URL: http://www.bmbf.de/de/15181.php)
  • Hightech-Strategie

    Forschungsprojekte im Überblick

    Die Resonanz auf die Förderbekanntmachungen des Sicherheitsforschungsprogramms ist sehr groß: Informationen zu den Forschungsvorhaben sind hier bereitgestellt, eingeteilt in "Szenarienorientierte-" und "Querschnittsorientierte Sicherheitsforschung" bzw. die Schwerpunkte "KMU-Innovativ" sowie "Internationale Kooperationen". Technologische und gesellschaftliche Fragestellungen werden im Kontext betrachtet.
     weiterlesen: Forschungsprojekte im Überblick
    (URL: http://www.bmbf.de/de/12874.php)
  • Hightech-Strategie

    Veranstaltungen im Rahmen der zivilen Sicherheitsforschung

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Fachszene in der zivilen Sicherheitsforschung durch die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. Sie geben Akteuren aus Forschung, Industrie, den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und weiteren zuständigen Bundes- und Landesressorts ein Forum für die Vernetzung und den fachlichen Austausch. So können unter anderem frühzeitig strategische Partnerschaften aufgebaut und Impulse für einen erfolgreichen Innovationstransfer gesetzt werden.
     weiterlesen: Veranstaltungen im Rahmen der zivilen Sicherheitsforschung
    (URL: http://www.bmbf.de/de/22105.php)
  • Hightech-Strategie

    Gesellschaftliche Aspekte der zivilen Sicherheitsforschung

    Sicherheit und Freiheit sind kein Gegensatz. Sie stehen aber in einem Spannungsverhältnis. Zu wenig Sicherheit bedroht unseren freiheitlichen Lebensstil. Zu viel Sicherheit kann unsere persönliche Freiheit und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gefährden. Zivile Sicherheitsforschung, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sie versteht, hat dieses Spannungsfeld immer im Blick. Sie wird dazu beitragen, eine ausgewogene Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu bewahren.
     weiterlesen: Gesellschaftliche Aspekte der zivilen Sicherheitsforschung
    (URL: http://www.bmbf.de/de/12651.php)
  • Hightech-Strategie

    Nationale Förderung in der Sicherheitsforschung

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat bisher 28 Förderbekanntmachungen im Programm "Forschung für die zivile Sicherheit" veröffentlicht.
     weiterlesen: Nationale Förderung in der Sicherheitsforschung
    (URL: http://www.bmbf.de/de/11770.php)
  • Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel bei der Vorführung des fliegenden Roboters

    Hightech-Strategie

    Internationale Kooperationen in der zivilen Sicherheitsforschung

    Naturkatastrophen, Terrorismus, organisierte Kriminalität oder Großunfälle machen bekanntlich nicht an nationalen Grenzen Halt. Daher ist es nur folgerichtig, Fragen nach der Gewährleistung von öffentlicher Sicherheit nicht allein im nationalen Diskurs zu erörtern, sondern einen europäischen bzw. internationalen Gedankenaustausch anzustreben. Dabei sind Frankreich, Indien, Israel, Österreich sowie die USA wichtige Partner. Es gilt, die vielfältigen Ansätze für Synergien zu nutzen, um Forschung und Innovation zu gestalten. Diese sollen sowohl die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger verbessern, als auch die Chancen der internationalen Märkte im Blick behalten.
     weiterlesen: Internationale Kooperationen in der zivilen Sicherheitsforschung
    (URL: http://www.bmbf.de/de/13409.php)
  • Forschung

    Europäische Sicherheitsforschung

    Bis 2013 stellt die EU mehr als 50 Milliarden Euro für das 7. Forschungsrahmenprogramm zur Verfügung. Für die Forschungsförderung im Themenbereich "Sicherheit" werden im Zeitraum von 2007 bis 2013 insgesamt 1,4 Milliarden Euro bereitgestellt.
     weiterlesen: Europäische Sicherheitsforschung
    (URL: http://www.bmbf.de/de/13012.php)
  • Hightech-Strategie

    Die Forschungslandkarte: "SecurityResearchMap"

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Vernetzung der Akteure in der zivilen Sicherheitsforschung in Deutschland unter anderem durch die interaktive Forschungslandkarte "SecurityResearchMap".
     weiterlesen: Die Forschungslandkarte: "SecurityResearchMap"
    (URL: http://www.bmbf.de/de/13162.php)

Zusatzinformationen

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/6293.php)

Publikationen

  • Forschung für die zivile Sicherheit in Deutschland ID = 1708

    Titelbild der Publikation

    Ergebnisse und Perspektiven

    2014, 39 Seiten

    Download [PDF - 3,00 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/erfolgsbroschuere_zivile_sicherheit_2014.pdf)

  • Forschung für die zivile Sicherheit ID = 1637

    Titelbild der Publikation

    Gesellschaftliche Aspekte

    2013, 33 Seiten

    Download [PDF - 715,7 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/sicherheitsforschung_gesellschaftliche_aspekte.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • VDI Technologiezentrum GmbH

    • PT Sicherheitsforschung
    • Dr. Karin Wey
    • VDI-Platz 1
    • 40468 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 / 6214-433
    • Faxnummer: 0211 / 6214-484
    • E-Mail-Adresse: wey@vdi.de
    • Homepage: http://sicherheitsforschung.vditz.de
    • Geförderte Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-VDI&P_APC_REF=522&Z_CHK=0
  • VDI Technologiezentrum GmbH

    • PT Sicherheitsforschung
    • Dr. Andreas Hoffknecht
    • VDI-Platz 1
    • 40468 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 / 6214-456
    • Faxnummer: 0211 / 6214-139
    • E-Mail-Adresse: hoffknecht@vdi.de
    • Homepage: http://www.vditz.de/forschungsfoerderung/sicherheitsforschung/

Presseecho

08.02.2014: Stuttgarter Zeitung
Großer Aufwand wegen kleinem Restrisiko
06.02.2014: Berliner Zeitung
Das passiert, wenn in Berlin der Strom ausfällt
28.11.2013: Frankfurter Allgemein Zeitung
Kampf der Kulturen
01.11.2013: Weser Kurier
Container per 3D-Röntgen durchleuchten
20.10.2013: Weser-Kurier
Herausforderung für Export-Häfen
23.10.2013: Aachener Zeitung
Annakirmesbesuch für die Wissenschaft

 

© 2014 Bundesministerium für Bildung und Forschung