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Forschung

Bioethische Regelungen in den Forschungsrahmenprogramm der EU

Die nationalen bioethischen Regelungen in den Mitgliedstaaten der EU unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander. Deshalb zielt die Europäische Union darauf ab, in ihren Forschungsrahmenprogrammen eine gemeinsame Grundlage für Finanzierungsmodalitäten zu ethisch sensiblen Forschungsarbeiten zu entwickeln. Im 7. Forschungsrahmenprogramm werden entsprechend der Forderung Deutschlands keine embryonenverbrauchenden Forschungsprojekte gefördert.

Zusammenfassend sieht das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU (7.FRP) in Artikel 6 folgende bioethischen Regelungen vor:

Verbot der Finanzierung von Arbeiten

  • zum reproduktiven Klonen
  • zur Keimbahnintervention
  • und zur Herstellung von Embryonen zu Forschungszwecken, was auch das so genannte therapeutische Klonen ausschließt.


Grundsätzlich wird auch im 7. FRP die Forschung an humanen embryonalen Stammzellen gefördert. Die Veränderung gegenüber dem 6. Forschungsrahmenprogramm besteht darin, dass die Kommission sich mit einer Protokollerklärung verpflichtet hat, keine Projekte zur Förderung vorzuschlagen, die die Zerstörung von Embryonen vorsehen. Das gilt auch für die Gewinnung neuer embryonaler Stammzellen.

Im 7. FRP werden außerdem weder Forschungsaktivitäten gefördert, die in allen Mitgliedstaaten verboten sind, noch werden in einzelnen Mitgliedstaaten solche Forschungsarbeiten unterstützt, die dort aufgrund gesetzlicher Bestimmungen verboten sind.

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