26.03.2013
Deutschlands Rolle in der globalen Wissensgesellschaft stärken
Deutschland hat in Europa und im weltweiten Vergleich eine herausragende Position in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung. Nach Schweden ist es das innovativste Land Europas. Das ist das erfreuliche Ergebnis des sogenannten Leistungsanzeigers der EU-Kommission. Vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen treiben die Innovationskraft Deutschlands voran. "Made in Germany" bürgt international für Qualität. In einer globalisierten Welt vollzieht sich wissenschaftlicher und technologischer Fortschritt nicht mehr isoliert innerhalb der nationalen Landesgrenzen, sondern vor allem im Zusammenwirken und Austausch mit den führenden Kompetenzträgern weltweit. Das Bundeskabinett hat nun eine Strategie zur verstärkten Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung verabschiedet.
Das Bundeskabinett hat am 20. Februar 2008 die Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung mit dem Titel Deutschlands Rolle in der globalen Wissensgesellschaft stärken beschlossen. Die Bundesregierung unterstützt darin die Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung, um damit vier Ziele zu erreichen:
- Forschungszusammenarbeit stärken: Deutsche Forscherinnen und Forscher sollen noch intensiver mit den weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammenarbeiten; Deutschland soll zu einer ersten Adresse für die besten Forscherinnen, Forscher und Studierenden aus aller Welt werden.
- Innovationspotenziale erschließen: Deutsche Unternehmen sollen Kooperationen mit den führenden und neu entstehenden Hightech-Standorten und Forschungszentren weltweit sichern und ausbauen.
- Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern stärken: Zur Stärkung von Bildung und Forschung in Entwicklungsländern und für eine engere Wissenschaftskooperation mit neuen Wissenschafts- und Wirtschaftszentren wird die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit und die Entwicklungszusammenarbeit besser aufeinander abgestimmt.
- International Verantwortung übernehmen und globale Herausforderungen bewältigen: Deutschland wird mit seinen Forschungs- und Innovationspotenzialen zur Lösung der globalen Klima-, Ressourcen-, Gesundheits-, Sicherheits- und Migrationsherausforderungen beitragen, um seine politischen Ziele glaubhaft zu vertreten und umzusetzen.
Dazu werden Maßnahmen zur verbesserten Mobilität von wissenschaftlichem Personal, zur internationalen Kooperation in Forschungsprogrammen, und zu einer international abgestimmten Forschungsagenda umgesetzt. Diese werden flankiert durch eine koordinierte Präsenz der deutschen Wissenschaft im Ausland, der Information der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft und der gezielten Werbung für den Studien-, Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland.
Weitere Themen
Aus dem Themenbereich Ministerium
Globale Wettbewerbsfähigkeit und internationale Attraktivität sind zentrale Merkmale eines starken Forschungsstandortes. Mit der 2006 gestarteten Initiative "Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland" unterstützt die Bundesregierung die internationale Positionierung Deutschlands und die Bildung von strategischen Partnerschaften mit ausländischen Einrichtungen. Unter der Marke "Research in Germany" werden weltweit Kommunikations- und Veranstaltungsmaßnahmen zur Bewerbung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland durchgeführt.
(URL: http://www.bmbf.de/de/12159.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Initiiert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschnung präsentiert sich Deutschland ab 2012 mit einer weiteren Schwerpunktkampagne im Rahmen der Werbung für den Innovationsstandort Deutschland mit der Marke "Research in Germany - Land of Ideas" in Russland. Die Russische Föderation ist ein für Deutschland strategisch wichtiger Partner in Bildung, Forschung und Innovation. In einem ersten Schritt zeigen die vier ausgewählten Kampagnen-Netzwerke bei der Premiere der Open Innovations Expo in Moskau, was Deutschland in puncto Innovationen zu bieten hat, beispielsweise in den Bereichen nachhaltiges Bauen, Bioenergie oder Biophotonik.
(URL: http://www.bmbf.de/de/16920.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
Deutschland und Indien blicken auf eine langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Technologie zurück. Mit der Initiative "Indien und Deutschland - Strategische Partner für Innovation" unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die deutsch-indische Zusammenarbeit. Auf dem englischsprachigen Internetportal research-in-germany.de finden Sie weitere Informationen über gemeinsame Forschungsprojekte und den akademischen und kulturellen Austausch zwischen den beiden Staaten.
(URL: http://www.bmbf.de/de/13000.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Im Jahr 2020 wird die Umwelttechnologiebranche in Deutschland mehr Umsatz erzielen als der Kraftfahrzeug- oder Maschinenbau. Damit gilt sie als Wachstumsmarkt der Zukunft. Deutschland strebt an, auf diesem Gebiet den Weltmarkt zu erschließen. Eine gezielte Werbekampagne für das Innovationsfeld soll dabei helfen.
(URL: http://www.bmbf.de/de/11943.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Nanotechnologie gilt weltweit als eine der wichtigsten und chancenreichsten Zukunftstechnologien. Deutschland verfügt in diesem Technologiefeld über eine hohe FuE-Kompetenz. Diese soll jetzt mit Instrumenten des Forschungsmarketings im Ausland breiter bekannt gemacht werden.
(URL: http://www.bmbf.de/de/11945.php)