Strategieprozesse: Ideen für die Zukunft in Bildung und Forschung
Bildung ist eine Basis für ein ganzes Leben, Forschung eröffnet bislang unbekannte Möglichkeiten für alle Lebensbereiche. Bildung und Forschung brauchen weit in die Zukunft reichende Perspektiven. Sie sind die Fundamente, auf denen unsere Zukunft entsteht. Die Förderung von Bildung und Forschung durch das BMBF muss dieser langfristigen Sichtweise gerecht werden. Durch wissenschaftliche Beratung und die Organisation von Strategieprozessen mit Vertretern verschiedenster gesellschaftlicher Gruppen entwickelt das BMBF seine Politik mit Unterstützung von Wissenschaft und Gesellschaft weiter.
Die Förderung von Wissenschaft und Forschung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung muss sich daran messen lassen, welchen - insbesondere auch langfristigen - Nutzen dieser Einsatz öffentlicher Mittel für die Gesellschaft hat und wie dieser Nutzen auf lange Sicht erhalten werden kann. Eine solche Bewertung muss zukunftsgerichtet sein und muss verschiedene Ebenen beachten.
Eine erste ist die Vorsorge: Der Schutz der Umwelt und der Klimawandel, die Versorgung mit Energie, aber auch die Bevölkerungsentwicklung sind Prozesse mit einer Dauer von mehreren Jahrzehnten. Wir können diese Prozesse heute nicht exakt vorausbestimmen, die wissenschaftlich untermauerte Vorhersage der Entwicklung macht es dennoch notwendig, die Forschung zu fördern, die Vorsorge gegen schädliche Entwicklungen trifft.
Eine zweite Ebene ist die Sicherung der Grundlagen unseres Wohlstandes und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Viele Forschungsergebnisse haben hohe wirtschaftliche Bedeutung. Sie sind für hoch entwickelte Technologienationen die Grundlage ihrer internationalen Konkurrenzfähigkeit. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Ergebnisse der Forschung in Produkte und Dienstleitungen einfließen und - besonders in Bereichen wie der Gesundheitsforschung - die Forschung auch die Menschen erreicht, denen sie Hilfe bringt. Um international an der Spitze zu bleiben, kommt es aber entscheidend darauf an, die zukünftige Richtung der Forschung möglichst frühzeitig aufzuspüren und zu unterstützen.
Die dritte Ebene ist der Fortschritt in Wissenschaft und Forschung ganz allgemein. Erkenntnisse und Entdeckungen der Forschung sind oft nicht vorher bestimmbar - das macht ihren wissenschaftlichen Reiz und ihren gesellschaftlichen Wert aus. Diese Forschung hat ihren Ausgangspunkt in wissenschaftlichen Fragen, deren Beantwortung ebenfalls einer Unterstützung bedarf.
Strategieprozesse in Bildung und Forschung gehen daher in Grunde von zwei Fragen aus: Wo stehen wir und wohin weist die zukünftige Entwicklung? Aus den Ergebnissen von Analysen und Szenarien kann dann im Dialog mit Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen konkret entwickelt werden, mit welchen Schwerpunkten und Maßnahmen sich die Ziele von Bildungs- und Forschungspolitik erreichen lassen.
Weitere Themen
Aus dem Themenbereich Ministerium
Für die nachhaltige Sicherung der Innovationsfähigkeit des Forschungs- und Bildungsstandortes Deutschland führt das BMBF seit September 2007 einen Foresight-Prozess durch. Am 22. Juni 2009 fand in Bonn die Tagung "Die Zukunft beginnt heute" statt, auf der die bisherigen Ergebnisse des Foresight-Prozesses diskutiert und Zukunftsthemen aus Forschung und Technologie präsentiert wurden.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/12673.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
Verbesserte Lebensbedingungen, Frieden, und soziale Sicherungssysteme haben in den Industrienationen einen Wandlungsprozess in der Altersstruktur der Bevölkerung zur Folge. Das Ansteigen des Altersdurchschnitts zieht wiederum Veränderungen im Lebens- und Berufsalltag nach sich. Wie geht die Gesellschaft damit um? Wie können wir Chancen nutzen und von Erfahrungen profitieren? Lösungen aus der Gesundheitsforschung sind hier ebenso gefragt wie aus Produktion und Dienstleitung, für die Aus- und Weiterbildung und für die Umgestaltung unserer Städte. Das BMBF fördert in verschiedenen Fachprogrammen Ansätze zum Umgang mit dem demografischen Wandel.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4657.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Welche neuen Technologien entwickeln sich? Wie ist die deutsche Forschungslandschaft darauf vorbereitet? Was sollte unternommen werden, um aus neuen Ideen innovative Produkte und Dienstleistungen zu machen? Wie kann die Forschungsförderung dabei unterstützend wirken? Mit Innovations- und Technikanalysen sollen Aktionsfelder des gesellschaftlich akzeptierten technologischen Fortschritts identifiziert und Optionen für politisches Handeln entwickelt werden.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1324.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Daten und Fakten sind Grundlagen für rationales Entscheiden. Vergleiche mit anderen Ländern verraten uns, wo wir stehen. Die Analyse von Innovationsprozessen erlaubt, aus einzelnen Erfolgen zu lernen. Im Bereich Analysen und Statistiken des BMBF werden Fakten erhoben und analysiert, um Bildung und Forschung in Deutschland verbessern zu können. Als Neuerung in der Berichterstattung zu Forschung und Innovation hat die international besetzte, unabhängige Expertenkommission "Forschung und Innovation" ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird zukünftig den Stand in Forschung und Innovation in Deutschland begutachten.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6577.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Technologievorausschau und -beobachtung spielt für Länder eine Rolle, die den Anschluss im internationalen Technologiewettlauf und die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht verlieren wollen. Diese Vorausschau dient dazu, Technologien zu identifizieren, die für die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sein werden. Mit dem gewonnenen Wissen werden Prioritäten in der Forschungs- und Technologiepolitik gesetzt. In Vorausschau-Aktivitäten dieser Art werden Wissenschaftler und Experten aus der Industrie sowie anderen gesellschaftlichen Gruppen einbezogen. Das BMBF hat im September 2007 einen neuen Prozess zur Technologievorausschau gestartet.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6502.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Was in Deutschland geforscht, erfunden und entwickelt wird, geht uns alle an. Deshalb ist es wichtig, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der breiten Öffentlichkeitden über ihre Arbeit in den Labors und Büros sprechen. Seit neun Jahren bietet die Initiative "Wissenschaft im Dialog" Möglichkeiten eines solchen Austauschs. Bürgerinnen und Bürger sollen nicht nur informiert werden; auch ihre Meinung ist gefragt. Die Veranstaltungen der Wissenschaftsjahre und des Wissenschaftssommers sollen die Neugierde wecken. 2010 stellt das Wissenschaftsjahr "Die Zukunft der Energie" neue Forschungsänsätz in diesem Bereich vor.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1758.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Zukunftsorientierte Politik muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Frauen in allen Bereichen und auf allen Ebenen, vor allem auch in Führungspositionen, angemessen vertreten sind. Die unterschiedlichen Sichtweisen und Denkansätze von Frauen und Männern müssen genutzt werden - im Interesse von Fortschritt in Bildung, Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt. Dies ist eine Schwerpunktaufgabe des BMBF.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/474.php)