21.01.2011
Strategieprozesse: Ideen für die Zukunft in Bildung und Forschung
Bildung ist eine Basis für ein ganzes Leben, Forschung eröffnet bislang unbekannte Möglichkeiten für alle Lebensbereiche. Bildung und Forschung brauchen weit in die Zukunft reichende Perspektiven. Sie sind die Fundamente, auf denen unsere Zukunft entsteht. Die Förderung von Bildung und Forschung durch das BMBF muss dieser langfristigen Sichtweise gerecht werden. Durch wissenschaftliche Beratung und die Organisation von Strategieprozessen mit Vertretern verschiedenster gesellschaftlicher Gruppen entwickelt das BMBF seine Politik mit Unterstützung von Wissenschaft und Gesellschaft weiter.
Die Förderung von Wissenschaft und Forschung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung muss sich daran messen lassen, welchen - insbesondere auch langfristigen - Nutzen dieser Einsatz öffentlicher Mittel für die Gesellschaft hat und wie dieser Nutzen auf lange Sicht erhalten werden kann. Eine solche Bewertung muss zukunftsgerichtet sein und muss verschiedene Ebenen beachten.
Eine erste ist die Vorsorge: Der Schutz der Umwelt und der Klimawandel, die Versorgung mit Energie, aber auch die Bevölkerungsentwicklung sind Prozesse mit einer Dauer von mehreren Jahrzehnten. Wir können diese Prozesse heute nicht exakt vorausbestimmen, die wissenschaftlich untermauerte Vorhersage der Entwicklung macht es dennoch notwendig, die Forschung zu fördern, die Vorsorge gegen schädliche Entwicklungen trifft.
Eine zweite Ebene ist die Sicherung der Grundlagen unseres Wohlstandes und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Viele Forschungsergebnisse haben hohe wirtschaftliche Bedeutung. Sie sind für hoch entwickelte Technologienationen die Grundlage ihrer internationalen Konkurrenzfähigkeit. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Ergebnisse der Forschung in Produkte und Dienstleitungen einfließen und - besonders in Bereichen wie der Gesundheitsforschung - die Forschung auch die Menschen erreicht, denen sie Hilfe bringt. Um international an der Spitze zu bleiben, kommt es aber entscheidend darauf an, die zukünftige Richtung der Forschung möglichst frühzeitig aufzuspüren und zu unterstützen.
Die dritte Ebene ist der Fortschritt in Wissenschaft und Forschung ganz allgemein. Erkenntnisse und Entdeckungen der Forschung sind oft nicht vorher bestimmbar - das macht ihren wissenschaftlichen Reiz und ihren gesellschaftlichen Wert aus. Diese Forschung hat ihren Ausgangspunkt in wissenschaftlichen Fragen, deren Beantwortung ebenfalls einer Unterstützung bedarf.
Strategieprozesse in Bildung und Forschung gehen daher im Grunde von zwei Fragen aus: Wo stehen wir und wohin weist die zukünftige Entwicklung? Aus den Ergebnissen von Analysen und Szenarien kann dann im Dialog mit Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen konkret entwickelt werden, mit welchen Schwerpunkten und Maßnahmen sich die Ziele von Bildungs- und Forschungspolitik erreichen lassen.
Weitere Themen
Aus dem Themenbereich Ministerium
Das Datenportal beinhaltet Zahlen und Fakten zu den Themenbereichen Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Innovation einerseits und Bildung andererseits. Diese werden um internationale Vergleiche ergänzt.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/16578.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
In sieben so genannten Zukunftsfeldern neuen Zuschnitts haben die Fraunhofer-Institute für System- und Innovationsforschung (FhG ISI) und für Arbeitswirtschaft und Organisation (FhG IAO) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im BMBF-Foresight-Prozess eine Vielzahl von langfristigen Forschungsfragen formuliert. Sie sollen einen Beitrag dazu leisten, den globalen Herausforderungen zu begegnen. Für die Weiterentwicklung der Hightech-Strategie sind die Informationen aus der Foresight-Untersuchung ebenso wichtig wie für die Ausarbeitung von Programmatiken für den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/12673.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
Das Bundeskabinett hat die von Bundesforschungsministerin Annette Schavan vorgelegte "Forschungsagenda der Bundesregierung für den demographischen Wandel: Das Alter hat Zukunft" beschlossen. Es ist das erste ressortübergreifende Forschungskonzept zu diesem Thema. Mit der Agenda richtet die Bundesregierung die Forschungsprogramme der Bundesministerien konsequent auf Herausforderungen und Chancen des demographischen Wandels aus. "Wir wollen durch Forschung die Entwicklung von neuen Lösungen, Produkten und Dienstleistungen vorantreiben, die die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen verbessern. Wir wollen dadurch zum Wohle aller Generationen bislang verborgene Schätze einer Gesellschaft des längeren Lebens heben", sagte Schavan anlässlich der Bekanntgabe der Agenda.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4657.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Welche neuen Technologien entwickeln sich? Wie ist die deutsche Forschungslandschaft darauf vorbereitet? Was sollte unternommen werden, um aus neuen Ideen innovative Produkte und Dienstleistungen zu machen? Wie kann die Forschungsförderung dabei unterstützend wirken? Mit Innovations- und Technikanalysen sollen Aktionsfelder des gesellschaftlich akzeptierten technologischen Fortschritts identifiziert und Optionen für politisches Handeln entwickelt werden.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1324.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Daten und Fakten sind Grundlagen für rationales Entscheiden. Vergleiche mit anderen Ländern verraten uns, wo wir stehen. Die Analyse von Innovationsprozessen erlaubt, aus einzelnen Erfolgen zu lernen. Im Bereich Analysen und Statistiken des BMBF werden Fakten erhoben und analysiert, um Bildung und Forschung in Deutschland beständig verbessern zu können. Seit 2008 legt die unabhängige Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) regelmäßig Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Stärken und Schwächen des deutschen Innovationssystems werden im internationalen und zeitlichen Vergleich analysiert; Perspektiven des Forschungs- und Innovationsstandortes Deutschlands auf Grundlage neuester wissenschaftlicher Untersuchungen bewertet.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6577.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Technologievorausschau und -beobachtung spielt für Länder eine Rolle, die im internationalen Technologiewettlauf ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern wollen. Die Vorausschau dient der Identifizierung von Technologien, die für die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sein werden. Mit dem gewonnenen Wissen werden Prioritäten in der Forschungs- und Technologiepolitik gesetzt. In Vorausschau-Aktivitäten dieser Art werden Wissenschaftler und Experten aus der Industrie sowie anderen gesellschaftlichen Gruppen einbezogen. Der jüngste BMBF-Foresight-Prozess von September 2007 bis Mai 2010 hat sieben "Zukunftsfelder neuen Zuschnitts" identifiziert.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6502.php)
Aus dem Themenbereich Wissenschaft
Was in Deutschland geforscht, erfunden und entwickelt wird, geht uns alle an. Deshalb ist es wichtig, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der breiten Öffentlichkeit über ihre Arbeit in den Labors und Büros sprechen. Seit vielen Jahren bietet die Initiative "Wissenschaft im Dialog" Möglichkeiten eines solchen Austauschs an. So sollen Bürgerinnen und Bürger nicht nur informiert werden, auch ihre Meinung ist gefragt. Die Veranstaltungen der Wissenschaftsjahre und des Wissenschaftssommers sollen Neugierde wecken und die Bedeutung wissenschaftlicher Fragestellungen verdeutlichen.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1758.php)
Aus dem Themenbereich Ministerium
Zukunftsorientierte Politik muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Frauen in allen Bereichen und auf allen Ebenen, vor allem auch in Führungspositionen, angemessen vertreten sind. Die unterschiedlichen Sichtweisen und Denkansätze von Frauen und Männern müssen genutzt werden - im Interesse von Fortschritt in Bildung, Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt. Dies ist eine Schwerpunktaufgabe des BMBF.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/474.php)