
Für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland ist zur Steigerung der eigenen Leistungsfähigkeit wichtig, mit den besten Partnern weltweit zu kooperieren und aktiver Teil internationaler Einrichtungen zu sein, die mit Partnerländern gemeinsam finanziert und betrieben werden.
In den internationalen Forschungszentren werden der Wissenschaft moderne, weltweit einzigartige Großgeräte für Forschungen auf allerhöchstem Niveau zur Verfügung gestellt. In der physikalischen Grundlagenforschung gehören hierzu:
CERN, mit Sitz in Genf (Schweiz), ist die weltweit größte Forschungseinrichtung für physika-lische Grundlagenforschung auf dem Gebiet der fundamentalen Teilchen und Wechselwir-kungen der Materie (Hochenergiephysik). Die Untersuchungen der elementaren Bausteine der Materie und der sie zusammenhaltenden Kräfte werden mit Hilfe von großen Teilchenbe-schleunigern und Detektoren durchgeführt. Neben herausragenden Erfolgen in der Physik, für die CERN-Wissenschaftlern u. a. 1984 und 1992 der Nobelpreis für Physik verliehen wurde, hat CERN mannigfache technologische Innovationen aufzuweisen. CERN ist die Wiege des World Wide Web. http://www.cern.ch
Der Hauptsitz der ESO ist Garching bei München (Deutschland). Zu ihren Aufgaben zählen der Bau und Betrieb und die Instrumentierung von astronomischen Observatorien, wie dem weltweit leistungsfähigsten optischen Teleskop "Very Large Telescope" (VLT) auf dem Paranal in der chilenischen Atacama-Wüste. ESO ist auch europäischer Partner für das neue Hochleistungs-Radioteleskop "Atacama Large Millimeter Array" (ALMA), das in den nächsten Jahren in Zusammenarbeit mit den USA in Chile gebaut wird. http://www.eso.org
Das ILL ist in Grenoble (Frankreich) angesiedelt. Es ist die leistungskräftigste stationäre Neutronenquelle der Welt und wird von Deutschland, Frankreich und Großbritannien betrie-ben. Sie dient Forschungen zur Struktur und Dynamik fester und flüssiger Materie in Physik, Biologie, Chemie und Medizin und in den Materialwissenschaften. http://www.ill.fr
Die ESRF in Grenoble (Frankreich) ist die leistungsfähigste Quelle für Synchrotronstrahlung in Europa. An ihr werden Forschungen über kondensierte Materie in Physik, Chemie, Biologie, Medizin, Meteorologie, Materialwissenschaften, Geophysik und Archäologie durchgeführt. Die von 12 Mitgliedstaaten finanzierte Einrichtung weitet durch Kooperation mit ILL und EMBL (http://www.embl.org) ihre Forschungsmöglichkeiten in den Lebenswissenschaften in der Partnerschaft für Strukturbiologie (PSB) deutlich aus. http://www.esrf.fr
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