
Wie schon IGLU 2001 und 2006 erfasst auch IGLU 2011 die Lesekompetenz von Grundschülerinnen und Grundschülern am Ende der vierten Jahrgangsstufe. Die repräsentative Stichprobe umfasste 4.000 Schülerinnen und Schüler an 197 Schulen. In Deutschland wurde IGLU 2011 vom Institut für Schulentwicklungsforschung an der Technischen Universität Dortmund (IFS) unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Wilfried Bos durchgeführt. Die IGLU-Projektgruppe wurde durch ein nationales Konsortium unterstützt.
Die Testaufgaben berücksichtigten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade des Textverstehens sowie zwei Textsorten, die Kinder in diesem Alter üblicherweise lesen: literarische Texte wie zum Beispiel Kurzgeschichten und informierende Texte wie zum Beispiel altersgerechte Lexikonartikel oder Faltblätter. Mit Hilfe von Fragebögen wurde zudem auch erfasst, wie gerne und wie häufig Kinder lesen.
Die Ergebnisse von IGLU 2011 wurden am 11. Dezember 2012 veröffentlicht. Danach liegt Deutschland bei der Lesekompetenz im oberen Drittel der Teilnehmerstaaten. Deutschland erreicht damit ein Leistungsniveau, das vergleichbar ist mit dem Mittelwert der teilnehmenden Mitgliedstaaten der OECD und über den Mittelwert der teilnehmenden Mitgliedstaaten liegt. Deutschland liegt auf einem Niveau mit Staaten wie den Niederlanden und Schweden jedoch deutlich hinter der Spitzengruppe.
Nachdem die Leistungen bei IGLU 2006 geringfügig besser ausgefallen waren als bei IGLU 2001 liegt Deutschland bei IGLU 2011 wieder auf dem Niveau aus dem Jahr 2011. Der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Leistungen der Schülerinnen und Schüler ist hoch. Zwar schneiden Kinder mit Migrationshintergrund immer noch schlechter ab als Kinder ohne Migrationshintergrund, doch ist positiv zu vermerken, dass Kinder mit Migrationshintergrund sich bei den Leseleistungen inzwischen signifikant verbessert haben. Den Grundschulen gelingt es, die Leistungsstreuung, d. h. die Spanne zwischen leistungsstarken und -schwachen Schülern, vergleichsweise gering zu halten. Auffällig ist, dass in Deutschland im internationalen Vergleich wenige Kinder auf der obersten Kompetenzstufe zu finden sind. Positiv ist anzumerken, dass die Kinder häufig und gerne in ihrer Freizeit lesen.
Weitere Informationen und eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse finden Sie auf der Homepage des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der Technischen Universität Dortmund.
Der Bericht "IGLU 2011 - Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich" kann im Buchhandel erworben werden.
[PDF - 227,2 kB]
Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich - Zusammenfassung - (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/IGLU_zusammenfassung.pdf)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3384.php)
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