Bildung

Trends in International Mathematics and Science Study

"Trends in International Mathematics and Science Study", kurz TIMSS genannt, ist eine international vergleichende Schulleistungsuntersuchung, die von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) alle vier Jahre durchgeführt wird. TIMSS bietet die Möglichkeit, die Leistungen von Schülerinnen und Schülern in Mathematik und Naturwissenschaften am Ende der Grundschule im internationalen Vergleich zu testen. Ziel von TIMSS ist es vor allem, Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Lehrplänen und Unterrichtsmethoden zu gewinnen. Die Studie wird alle vier Jahre durchgeführt.

 

TIMSS 2011

Mit TIMSS 2011 wurden in Deutschland nach 2007 zum zweiten Mal Leistungen von Schülerinnen und Schülern der 4. Klasse in der Grundschule in Mathematik und den Naturwissenschaften im internationalen Vergleich erhoben. Die Stichprobe umfasste bundesweit 197 Schulen und 3.995 Viertklässler. International nahmen an der Grundschuluntersuchung von TIMSS 2011 59 Staaten und Regionen teil. Die gemeinsame Durchführung von TIMSS und der Grundschulleseuntersuchung IGLU im Jahr 2011 ergab sich turnusgemäß.

In Deutschland wurde TIMSS 2011 wie auch schon TIMMS 2007 vom Institut für Schulentwicklungsforschung an der Technischen Universität Dortmund (IFS) unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Wilfried Bos durchgeführt. Die TIMMS-Projektgruppe wurde durch ein nationales Konsortium unterstützt. In Mathematik wurden Schülerleistungen in Arithmetik, Geometrie/Messen und Daten ermittelt. In den Naturwissenschaften wurden Kenntnisse in Biologie, Physik und Geographie erhoben, die in der Grundschule im Sachunterricht vermittelt werden. Neben der Erhebung der Schülerleistungen in diesen Fächern wurden die Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte und Schulleitungen zu den Lernbedingungen in Mathematik und den Naturwissenschaften befragt, um den Einfluss der schulischen und häuslichen Umgebung auf die Schülerleistungen zu erfassen.

Die Ergebnisse von TIMSS 2011 wurden am 11. Dezember 2012 veröffentlicht. Demnach liegen die Leistungen der Grundschülerinnen und Grundschüler in Deutschland in Mathematik und den Naturwissenschaften im internationalen Vergleich im oberen Drittel. In beiden Bereichen erreichen die Schülerinnen und Schüler bessere Leistungen als der Durchschnitt der teilnehmenden EU- und OECD-Staaten. Allerdings besteht ein großer Abstand zu den Staaten in der Spitzengruppe.

Im Vergleich zu TIMSS 2007 haben sich die Leistungen der Grundschülerinnen und Grundschüler in der 4. Klasse nicht statistisch signifikant verändert. Die Leistungsstreuung - d. h. die Spanne zwischen leistungsstarken und -schwachen Schülern - ist vergleichsweise gering. Auffällig ist, dass in Deutschland im internationalen Vergleich wenige Kinder auf der obersten Kompetenzstufe zu finden sind. Der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Leistungen der Schülerinnen und Schüler ist in Deutschland wie in vielen anderen Staaten hoch und Kinder mit Migrationshintergrund schneiden vergleichsweise schlechter ab. Ihre Leistungen haben sich jedoch gegenüber TIMSS 2007 signifikant verbessert. Positiv ist weiter, dass die Grundschulkinder eine ausgesprochen positive Einstellung zur Mathematik und den Naturwissenschaften haben.

Weitere Informationen und eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse finden Sie auf der Homepage des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der Technischen Universität Dortmund.

Der Bericht "TIMSS 20011 - Mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich" kann im Buchhandel erworben werden.

 

 

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    IGLU / PIRLS 2011

    IGLU ("Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung"), international PIRLS ("Progress in International Reading Literacy Study") genannt, ist eine international vergleichende Schulleistungsuntersuchung, die von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) alle fünf Jahre durchgeführt wird. IGLU erfasst die Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern am Ende der Grundschulzeit. Der Fokus richtet sich dabei nicht nur auf die Schülerleistungen, sondern auch auf deren schulische und häusliche Bedingungsfaktoren. Deutschland beteiligt sich an IGLU seit der ersten Studie im Jahr 2001.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6626.php)