
Betroffene von chronischen Erkrankungen und Behinderungen werden meist durch zahlreiche unterschiedliche Einrichtungen behandelt, deren Leistungen durch verschiedene Sozialversicherungsträger finanziert werden. Dennoch konzentrierte sich in der Vergangenheit die Forschung zumeist isoliert auf einzelne Bereiche. Um dies zu ändern, haben Bundesregierung und Sozialversicherungsträger 2006 ein neues Bündnis für die Versorgungsforschung geschlossen.
Damit stehen erstmals gezielt Fördermittel für medizinische, rehabilitative und sektorenübergreifende Fragestellungen zur Verfügung. Beteiligt sind die Bundesministerien für Bildung und Forschung, für Gesundheit sowie für Arbeit und Soziales, die Deutsche Rentenversicherung, die Verbände der gesetzlichen Krankenkassen auf Bundesebene und der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. Insgesamt stehen bis 2014 rund 21 Millionen Euro zur Verfügung. Eine solche Förderinitiative ist in Deutschland bisher einmalig. Mit ihr wird eine auf eine übergreifende Versorgung ausgerichtete Forschung etabliert. Dabei stehen mit den Schwerpunkten "Chronische Erkrankungen" und "Patientenorientierung" der Patient und die Patientin im Mittelpunkt der Forschung.
Das Thema findet immer mehr Beachtung in der Gesundheitsversorgung. Mit der Förderung erhält die Wissenschaft die Chance, die besten Konzepte in der Alltagspraxis auf ihre Effekte und Wirksamkeit zu prüfen.
Wie Schulungskonzepte in der Rehabilitation evaluiert werden können, wie innovative Wege der Patienteninformation im Krankenhaus aussehen und wie Patientenwünsche in der Allgemeinarztpraxis einbezogen werden können - das sind nur einige Bereiche, die Wissenschaftler untersuchen. Zahlreiche Projekte widmen sich außerdem einer patientenorientierten Versorgung, die die Grenzen der unterschiedlichen Versorgungssektoren überwindet und diese Sektoren miteinander vernetzt. So trägt der Förderschwerpunkt "Versorgungsnahe Forschung" dazu bei, das komplexe Versorgungsgeschehen für chronisch kranke Menschen wirksamer und besser überschaubar zu machen. Die Patienten werden selber aktiver in die eigene Gesundheitsversorgung einbezogen.
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Ergebnisse der gemeinsamen Förderung durch das BMBF und die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (2000 - 2008)
2008, 76 Seiten
Bestell-Nr.: 30114
Download [PDF - 1,41 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/versorgungsforschung.pdf)
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