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Wissenschaftler untersuchen die Prozesse und Wechselwirkungen im Gesamtsystem Erde, um die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe zu verstehen und die Einflüsse des Menschen besser abschätzen zu können. Diese Fragestellungen sind Gegenstand der Forschungsförderung im Bereich Meeres- und Polarforschung sowie der Geowissenschaften.
Seit 50 Jähren täglich neue Daten: die längste Meeresmessreihe der Welt
Die Meerestemperatur vor der Nordseeinsel Helgoland ist in den vergangenen 50 Jahren um 1,7 Grad angestiegen. Das hat die Auswertung der längsten Meeresmessreihe der Welt ergeben, die das Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung in der Dauermessstation auf Helgoland erhoben hat. "Mit der Messstation haben die Forscher die Möglichkeit, Veränderungen des Meeres und seiner Bewohner über einen sehr langen Zeitraum zu untersuchen", sagte Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung anlässlich des Jubiläums zum 50. Geburtstag der Forschungsstation. "Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis von Umweltveränderungen."Die Biologische Anstalt Helgoland (BAH) liegt mitten im Meer und bietet ideale Bedingungen für meeresbiologische Forschung: Untersuchungen im Wasser rund um Helgoland können durch Experimente und Zuchtversuche in den Laboren vor Ort optimal ergänzt werden.
Seit 1962 unterhält die Biologische Anstalt Helgoland im Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) eine Dauermessstation auf der Nordseeinsel. Im Rahmen der institutionellen Förderung des AWI durch das BMBF wurde diese Datenreihe aufgenommen und nachhaltig verfügbar gemacht.
Die "Veranstaltung - 50 Jahre Helgoland Roads" vom 17.-20.09.2012 des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung mit der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) ist eine Aktion des Wissenschaftsjahres 2012 - Zukunftsprojekt Erde.
Bereits im August 2011 unterzeichnete Bundesforschungsministerin Schavan zusammen mit der damaligen niedersächsischen Wissenschaftsministerin Wanka auf der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde den Vertrag zum Bau und zur Bereederung des neuen Tiefseeforschungsschiffes SONNE. Im Laserzentrum der Meyer Werft in Papenburg erfolgte dann im Dezember 2012 der Brennstart der ersten Stahlplatte zum Bau des Forschungsschiffs. Die Kiellegung der Sonne findet am 12.04.2013 statt. Dieses Ereignis wird Bundesforschungsministerin Wanka eröffnen.
Das Forschungsschiff Sonne. ©Meyer WerftDas Bundesministerium für Bildung und Forschung setzt damit die Erneuerung der deutschen Forschungsflotte fort.
Das Schiff soll 2015 das aus der Fahrt gehende 36 Jahre alte Tiefseeforschungsschiff SONNE ablösen, das zahlreiche Fahrten vor allem im Pazifik und Indischen Ozean machte. Die alte SONNE war 1969 als Fischereischiff gebaut und 1977 zum Forschungsschiff umgebaut worden. Heimathafen der neuen SONNE wird Wilhelmshaven. Die Haupteinsatzgebiete des neuen Schiffs liegen im Indischen und im Pazifischen Ozean. Beide Weltmeere haben großen Einfluss auf das Weltklima, weshalb ihre Erforschung immer wichtiger wird. Die SONNE wird aber auch dazu beitragen, andere wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragen zu beantworten, vor allem hinsichtlich der Versorgung mit marinen Rohstoffen und des Eingreifens des Menschen in die Ökosysteme. Für eine Meeresforschung in verschiedenen Disziplinen wird das neue Schiff beste Voraussetzungen bieten. Damit verfügt die deutsche Meeresforschung künftig in Europa über ein Alleinstellungsmerkmal. Das Forschungsschiff selbst wird energieeffizient und besonders umweltfreundlich sein.
Bei der Auftragsvergabe hatte sich die Tiefseeforschungsschiff GmbH & Co.KG, ein Zusammenschluss der Meyer Werft (Papenburg) und der Reederei RF Forschungsschiffahrt (Bremen), in einem europaweiten wettbewerblichen Ausschreibungsverfahren gegen starke Konkurrenz durchgesetzt. Der Auftrag gibt nicht nur einen starken Impuls für die deutsche maritime Wirtschaft, er sichert auch Arbeitsplätze in der deutschen Werftindustrie, der Reederei sowie bei zahlreichen deutschen Zulieferbetrieben.
Gemeinsam mit den Küstenländern Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen hatte Ministerin Schavan im Jahr 2008 den Bau des neuen Tiefseeforschungsschiffes vereinbart. Auch der Wissenschaftsrat hatte dies empfohlen. Die Kosten in Höhe von 124,4 Millionen Euro übernimmt das BMBF zu 90 Prozent, die Küstenländer investieren zusammen 10 Prozent, wovon Niedersachsen gut die Hälfte trägt.
| Länge über alles | 114,80 m |
| Breite über alles | 20,60m |
| Leistung | 6.480 kW |
| Geschwindigkeit | 12 kn |
| Tiefgang | 6,40 m |
| Vermessung | 8.600 BRZ |
Im Meeresforschungsprogramm der Bundesregierung sind Forschungsarbeiten zu den verschiedenen marinen Bereichen zusammengefasst.
Das Polarforschungsprogramm der Bundesregierung beinhaltet Forschungsthemen in den Polarregionen der nördlichen und südlichen Hemisphäre unserer Erde:
Weitere Forschungsschwerpunkte, die unsere Lebensbedingungen zukünftig sichern, liegen auf folgenden Gebieten:
Es ist vorgesehen, zur Umsetzung der Küstenforschungsagenda drei Förderbekanntmachungen zu veröffentlichen. Die Themen, zu denen Projektvorschläge eingereicht werden können lauten:
1. Grundlagen für ein verbessertes Verständnis von Küstenmeerökosystemen,
2. Wechselwirkungen, Austausch- und Transportprozesse zwischen Meeresgrund und Wassersäule,
3. Entwicklung und Bewertung von Konzepten für innovative Infrastrukturen und Systeme im Küstenbereich.
Neben der Förderung der wissenschaftlich-fachlichen Themenfeldern ist auch ein Begleitprojekt geplant, mit dem in enger Abstimmung mit dem BMBF und dem Projektträger die inhaltliche und organisatorische Durchführung der Förderinitiative begleitet werden soll.
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(URL: http://www.bmbf.de/en/7605.php)
[PDF - 274,4 kB]
Juni 2011 (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/Entwicklungsplan_Meer.pdf)
[PDF - 569,2 kB]
(URL: http://www.bmbf.de/pubRD/Entwicklungsplan_Meer_Anhang.pdf)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/de/7277.php)
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(URL: http://www.bmbf.de/press/3434.php)
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(URL: http://www.bmbf.de/press/3342.php )
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Auf Forschungsfahrt mit der FS Poseidon (URL: http://blogbuch-fs-poseidon.welt.de/)
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(URL: http://www.stralsund-intern.de/kultur/00741/Ministerin-Schavan-eroeffnete-Ozeaneumsausstellung.html)
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