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Forschung

Kompetenzen entwickeln und Innovationsfähigkeit erhalten

Unsere Wirtschafts- und Sozialstrukturen sind gravierenden Veränderungen ausgesetzt. Frühere Schwellenländer treten am Weltmarkt als Anbieter von Hochtechnologie mit markanten Lohnkostenvorteilen auf. Chancen auf neue Arbeitsplätze hierzulande versprechen vor allem Innovationen in Produktion und Dienstleistung in wissensbasierten Wirtschaftssektoren. Innovationen bedeuten aber nicht nur die Entwicklung und den Einsatz neuer Technik, sondern setzen voraus, dass Menschen neue Kompetenzen erwerben und damit zur Innovationsfähigkeit ihrer Unternehmen beitragen. Nur so entstehenden neue Produkte und Dienstleistungen.

Alle modernen Gesellschaften erleben gegenwärtig Veränderungen in den sozio-ökonomischen Bedingungen, durch die etablierte Wirtschafts- und Sozialstrukturen auf tief greifende Weise verändert werden. Die klassischen Industrienationen sehen sich einem technologischen und ökonomischen Anpassungsdruck ausgesetzt. Ehemalige Schwellenländer, die durch günstige Lohnstrukturen wirtschaftliche Vorteile haben, treten auf dem Weltmarkt als Anbieter von Hochtechnologie auf.

Innovationsfähigkeit gilt als Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg der etablierten Industrieländer, die Chancen auf neue Arbeitsplätze vor allem in wissensbasierten Wirtschaftssektoren sehen. Wesentliche Voraussetzung hierfür ist es, dass die Menschen ihr Können, ihre Motivation und ihre Kreativität einsetzen und in die Entwicklung neuer Produkte oder Verfahren umsetzen.

Neue Produktionsverfahren können aber nur dann erfolgreich entwickelt und eingesetzt werden, wenn sie auf Belegschaften treffen, die bereit sind, ihre Fähigkeiten zu vervollkommnen und neue Aufgaben zu erfüllen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Unternehmens- und Lernkultur sowie die lernförderliche Arbeitsgestaltung. Dies sind wesentliche Voraussetzungen, sowohl für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, als auch für die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen.

Innovation muss sich daran messen lassen, wie sie zu gesellschaftlichem Fortschritt und zu wirtschaftlichem Erfolg beiträgt. Innovationsfähigkeit braucht kompetente Menschen und wandlungsfähige Unternehmen. Denn Wachstum und Arbeitsplätze entstehen nur, wenn die Entwicklung der Fähigkeiten der Menschen, der  Belegschaften und des Managements abgestimmt erfolgt. Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung stehen gleichberechtigt nebeneinander. Ihr Zusammenspiel sorgt dafür, dass sich Arbeiten und Lernen zu einem Prozess verbinden: Kompetenz wird im Arbeitsprozess und in vielfältigen weiteren sozialen Zusammenhängen erworben und erweitert. Kompetenz strebt nach Verwirklichung. Sie wirkt am stärksten, wo die Unternehmen die Innovationskraft der Menschen fordern, aufnehmen und fördern.

Das BMBF-Förderprogramm "Arbeiten, Lernen, Kompetenzen entwickeln - Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt " will dazu beitragen, dass

  • die Menschen ihr Können, ihre Kreativität und ihre Motivation in die Arbeitswelt einbringen und ihre Kompetenzen dort auch (weiter-) entwickeln.
  • Unternehmen die Voraussetzungen für erfolgreiche Kompetenzentwicklungen schaffen und damit zur Quelle neuer Ideen, erfolgreicher Produkte und neuer Beschäftigung werden.
  • Netzwerke und Zusammenarbeit gestaltet werden, die Marktchancen und Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen.

Das BMBF-Förderprogramm verfolgt dabei drei Zielsetzungen. Es will

  • Erkenntnislücken schließen, denn es fehlen insbesondere Erkenntnisse über Hemmnisse im Innovationsprozess und Möglichkeiten zu ihrer Überwindung, über die Wechselwirkungen zwischen Organisation, Technik, Gesundheit und Kompetenzentwicklung sowie Erkenntnisse darüber, wie Innovationsfähigkeit und Innovationsbereitschaft erhalten und wirksam gefördert werden können;
  • Veränderungsprozesse ermöglichen durch praxistaugliche und flexible Lösungen - auch angesichts der sehr unterschiedlichen Zeithorizonte der Beteiligten;
  • politische Entscheidungen sachgerecht unterstützen und bei Entscheidungen über die Gestaltung von Rahmenbedingungen Fachwissen zu liefern.

Das BMBF-Förderprogramm ist lern- und innovationsfähig konzipiert. Dazu bedient es sich moderner Methoden des wissensorientierten Managements und der strategischen Früherkennung, damit politische Entscheidungen optimal vorbereitet und umgesetzt werden können. Dies schließt ein, dass die gewonnenen Erkenntnisse in die Entscheidungsprozesse zur weiteren Umsetzung des Programms einfließen.

Zusatzinformationen

Dokumente

  • Aachener Impuls

    [PDF - 473,8 kB]

    Präventionsforschung neu ausrichten - Innovationsfähigkeit stärken (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/aachener_impuls.pdf)

Publikationen

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

 

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