Ministerium

Tschechien

Die Tschechische Republik ist seit vielen Jahren ein wichtiger Partner Deutschlands in der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Bildung und Forschung. Dies gilt gleichermaßen für die bilaterale Kooperation und für das gemeinsame Handeln auf der europäischen Ebene.

Politischer Rahmen der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit

Die Wurzeln der Zusammenarbeit gehen auf ein Abkommen über die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit vom 2.11. 1990 zurück, das ursprünglich zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik geschlossen wurde. Außerdem existiert seit dem 30.9. 1999 ein
bilaterales Abkommen über kulturelle Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik.

In Tschechien ist in erster Linie das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MŠMT) für Forschung und Bildung zuständig. Spezielle Förderprogramme werden auch von verschiedenen anderen Ministerien oder Institutionen ausgeführt:

  • Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik (AS CR)
  • Förderagentur der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik (GA CR)
  • Ministerium für Industrie und Handel (MIT)
  • Ministerium für Gesundheit (MH)
  • Ministerium für Landwirtschaft (MA)
  • Ministerium für Umwelt (ME)

Im Rahmen des aktuellen Nationalen Forschungsprogramms (NRP 2004-2008) werden fünf thematische Programme und drei Querschnittsprogramme verfolgt.

Nationales Forschungsprogramm 2004-2008 der Tschechischen Republik

Thematische Programme   Querschnittsprogramme 
Lebensqualität   Humanpotenzial für die Forschung
Informationsgesellschaft  Integrierte Forschung und Regionale 
 Wettbewerb und Nachhaltige Entwicklung Internationale Zusammenarbeit in der Forschung 
Energie für Wirtschaft und Gesellschaft    
Moderne Gesellschaft und ihre Übergänge   

  
Die Bologna-Erklärung zur Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums ist Bestandteil des nationalen Bildungsprogramms und des Plans zur strate¬gi¬schen Entwicklung des tertiären Bildungsbereichs. An allen Hochschuleinrichtungen Tschechiens wurde das ECTS (European Credit Transfer System) oder ein zum ECTS-kompatibles System für den Transfer  und die Akkumulierung von Studienleistungen eingeführt. Der Diplom¬zusatz wird allen Studierenden, die jetzt das Studium aufnehmen, mit ihrem Abschlusszeugnis ausgestellt.

Grundlagen und Schwerpunkte der deutsch-tschechischen Kooperation

Mit FuE-Ausgaben in Höhe von 1,42 Prozent des BIP nimmt die Tschechische Republik 2005 die erste Position unter den neuen EU-Mitgliedsländern ein (zum Vergleich Deutschland: 2,51 ; EU25: 1,85 ; EU15: 1,91²). Insgesamt gibt es 27 staatliche (finanziert durch MŠMT) und 14 private Hochschulen sowie drei Militärhochschulen und eine Polizeiakademie, die durch das Verteidigungsministerium bzw. das Innenministerium finanziert werden.

In der bisherigen Kooperation mit Tschechien standen neben der Nanotechnologie und den Biowissenschaften vor allem Aspekte der Umweltforschung im Fokus. So wurden beispiels¬weise Projekte zur Elbeforschung gefördert, die eine wichtige Rolle im Internationalen Elbe¬schutzabkommen bildeten.

Förderung der Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik

Im Rahmen des Förderprogramms "Internationale Zusammenarbeit in Bildung und For¬schung, Region Mittel-, Ost- und Südosteuropa" unterstützt das BMBF die Vorbereitung gemeinsamer Projektanträge, die über nationale Fachprogramme oder über Förderprogrammen der EU finanziert werden sollen.

Darüber hinaus kann im Rahmen dieses Programms auch der Aufbau "Gemeinsamer Forschungs¬basen" unterstützt werden, die zu eng verknüpften Strukturen deutscher und  mittel- und osteuropäischer Institute und damit zu einer stärkeren Ver¬netz¬ung der Forschungs¬aktivitäten führen sollen.

Ansprechpartner

  • Internationales Büro des BMBF beim DLR e.V.

    • BeNeLux, nordische Länder, Slowakei, Tschechien
    • Dr. Hans Peter Niller
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: +49 228 3821-1468
    • Faxnummer: +49 228 3821-1400
    • E-Mail-Adresse: Hans-Peter.Niller@dlr.de
    • Homepage: http://www.internationales-buero.de/
  • Pressereferat des BMBF

    • Hannoversche Straße 28-30
    • 10115 Berlin
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    • E-Mail-Adresse: presse@bmbf.bund.de