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Forschung
Eisbär auf schmilzender Eisscholle

Forschung zu Klimaschutz und Klimawirkungen

Forschung und Innovation sind die zentralen Voraussetzungen, um einen nachhaltigen Umgang mit dem Klimawandel zu finden. Erforderlich sind passgenaue Antworten, damit Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine verlässliche Wissensgrundlage erhalten, um Schlussfolgerungen zum Umgang mit der globalen Erwärmung und ihren Folgen zu ziehen. Wichtig ist dabei, dass die Klimaforschung nicht abstrakt bleibt und für die Bürgerinnen und Bürger verständliche und vermittelbare Informationen liefert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt daher verstärkt den Dialog von Bürgerinnen und Bürgern mit der Wissenschaft.

Die Ergebnisse der Klimaforschung tragen maßgeblich dazu bei, das gesellschaftliche und politische Bewusstsein für die Herausforderungen des Klimawandels zu prägen. Vor diesem Hintergrund und eingebettet in die internationalen Anstrengungen der Klimapolitik verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit seiner Klimaforschungsstrategie drei übergeordnete Schwerpunkte:

  • Innovationsdynamik für nachhaltiges Wachstum entfalten.
  • Praktische Kompetenz in der Nutzung von Klimawissen aufbauen.
  • Die vordringlichsten Wissenslücken zum Klimawandel durch exzellente Forschung ermitteln und schließen.

Unsere Forschung soll dazu beitragen, die Grenzen des Wissens zu erweitern und gleichzeitig dem Bedarf an handlungsorientiertem Wissen und innovativen Lösungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Rechnung tragen. Im Kern geht es dabei um die Förderung von Forschung, die relevant, innovativ und exzellent ist. Die Ergebnisse sollen praktisch nutzbar sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führen wir mit unserer Klimaforschung verschiedene Forschungsansätze systematisch zusammen.

Wenn der Klimawandel und seine Folgen im Einzelfall besser bewertbar werden, entstehen daraus Impulse für neue Entscheidungswege, Maßnahmen oder innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Wir wollen daher die spezifischen Problemstellungen in einzelnen Politikfeldern oder Branchen aufgreifen und direkt adressieren. Dafür ist eine wirksame Verknüpfung von sozioökonomischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen erforderlich. Für diesen Ansatz stehen beispielsweise die Forschungsaktivitäten im Bereich der Climate Services. Die Kooperation mit dem "Finanz-Forum: Klimawandel" oder das Programm "KMU-innovativ" sind Beispiele für besonders wirtschaftsnahe Innovationsförderung.

Klimawissen kann direkt in die gesellschaftliche Praxis integriert werden, wenn gemeinsam mit den Anwendern exemplarische Lösungen für Klimaschutz und Anpassung entwickelt, erprobt und umgesetzt werden. Eine konkrete praktische Relevanz wird mit Forschungsprogrammen erreicht, in denen Forschung und Praxis sich untereinander austauschen und eine gemeinsame Forschungsagenda für den Wissensbedarf aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft definieren. Forschung steht hier im Kontext von Vorgaben für Planungs-, Investitions- oder Politikprozesse und orientiert sich durchgehend an den jeweiligen Anforderungen der Anwender des Wissens. Gute Beispiele für diesen Ansatz sind die Forschungsinitiativen im Bereich der Anpassungsforschung, wie KLIMZUG (Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten) oder auch die Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasste Landnutzung in Afrika (WASCAL und SASSCAL).

Wir wollen zentrale Lücken im Verständnis des Klimasystems schließen sowie Klimatrends und -folgen verlässlich abschätzen. Dafür fördert das BMBF seit langem exzellente Forschung. Dabei werden Grundlagenforschung und Modellentwicklung auf gemeinsame Ziele ausgerichtet und das Zusammenwirken von Infrastrukturen gefördert. Exemplarisch dafür sind die Programme zu Wolken- und Niederschlagsprozessen im Klimasystem (HD(CP)²) und zur Entwicklung eines Modellsystems für mittelfristige regionale Klimaprognosen und extreme Wetterausprägungen (MiKlip) sowiedie innovativen Forschungsinfrastrukturen der Atmosphärenforschung und Klimamodellierung.

Unsere Forschung stellt sich außerdem verstärkt der Frage nach den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des voranschreitenden Klimawandels. Fragen von Praxispartnern dienen hier als Ausgangspunkt für exzellente Forschung. Es geht dabei um Möglichkeiten und Formen der politischen Steuerung und Gestaltung. Dazu sind eine umfassende Betrachtung sozioökonomischer Faktoren und Zusammenhänge sowie die Bewertung unterschiedlicher Entwicklungspfade in Bezug auf Kosten, Risiken und Chancen erforderlich. Für diesen Ansatz stehen Förderschwerpunkte wie die "Ökonomie des Klimawandels", der Klimafolgenmodell-Vergleich "ISI‐MIP" oder der forschungspolitische Dialog zum Climate Engineering.

Zusatzinformationen

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/8493.php)

Hintergrund-Infos

Unter http://www.klimanavigator.de/  können sich alle Interessierten einen Überblick über die hiesige klima-relevante Forschung verschaffen und Einblick in den gegenwärtigen Stand des Wissens gewinnen. Die Webplattform dient als Wegweiser auf der Suche nach Expertenwissen und ist ein BMBF-gefördertes Kooperationsprojekt zahlreicher deutscher Klimaforschungseinrichtungen.

 

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