Forschung

System Erde

Wie verkraftet unser Planet die Veränderungen und wechselseitigen Beeinflussungen, die in einem komplexen System zusammenwirken und denen er ständig unterworfen ist?
Der Mensch wirkt seit der industriellen Entwicklung aktiv auf das System Erde ein. In wechselseitiger Beeinflussung wird sich wiederum unser Lebensraum verändern. Wir brauchen das Wissen darüber, ob das System Erde die Auswirkungen der Industriegesellschaften und des weltweit steigenden Konsums ohne weiteres verkraftet. Die Belastungen in der Atmosphäre, der Treibhauseffekt, die klimarelevanten Meeresströmungen und die Eismassen an den Polen liefern ebenso wichtige Hinweise für einen nachhaltigen Umhang mit unserem Heimatplaneten wie die Vernichtung der Regenwälder und die sich daraus ergebenden Veränderungen. Antworten auf diese und andere Fragen kann es nur geben, wenn das "SystemErde" erforscht und verstanden wird.
Das Verständnis globaler Kreisläufe und des Zusammenwirkens von Geosphäre (des festen Erdkörpers), Cryosphäre (der Eismassen), Hydrosphäre (des flüssigen Wassers) und Biosphäre (der gesamten Flora und Fauna) versetzt uns in die Lage, Strategien gegen Versteppung, Ernährungskrisen und Migrationsdruck zu entwerfen, Katastrophenschutz und -vorsorge zu verbessern sowie neue Wege zur Krisenprävention, Friedens- und Konfliktforschung zu finden.

Weitere Forschungsschwerpunkte

Forschungsinfrastruktur

Das komplexe System Erde zu erforschen, setzt neben exzellenten Wissenschaftlern auch eine leistungsfähige Forschungsinfrastruktur voraus.
Hierzu zählen vor allem auch wissenschaftliche Großgeräte und Instrumente, die für Forschung auf Weltniveau in vielen Bereichen unverzichtbar sind. Diese modernen Hightech-Anlagen fungieren als Kristallisationskern für nationale und internationale Kooperationen. Darüber hinaus sind die Entwicklung und der Einsatz solcher Geräte die Basis für eine breite wissenschaftlich-technologische Entwicklung und wirken so als Treiber für Hightech-Innovationen. BMBF fördert daher Beiträge zur Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung von "Großgeräten und Instrumenten" zum Ausbau der Forschungsinfrastruktur.

Meeresforschung, Polarforschung, Geowissenschaften

Welche Prozesse und Wechselwirkungen im Gesamtsystem Erde ermöglichen es, die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe besser zu verstehen und die Einflüsse des Menschen besser abzuschätzen?
Geowissenschaftler untersuchen die Prozesse und Wechselwirkungen im Gesamtsystem Erde, um die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe zu verstehen und die Einflüsse des Menschen besser abschätzen zu können. Diese Fragestellungen sind Gegenstand der Forschungsförderung im Bereich Meeres - und Polarforschung sowie der Geowissenschaften. Im Meeresforschungsprogramm der Bundesregierung sind Forschungsarbeiten zu den verschiedenen marinen Bereichen zusammengefasst.
  • Meeresbezogene Klimaforschung
  • Marine Umweltforschung
  • Marine geowissenschaftliche Forschung
  • Geräte und Systeme

Das Polarforschungsprogramm der Bundesregierung beinhaltet Forschungsthemen in den Polarregionen der nördlichen und südlichen Hemisphäre unserer Erde:

  • Polar- und Meeresforscher untersuchen das System Ozean-Eis-Atmosphäre und dessen Einfluss auf das globale Klima.
  • Geowissenschaftler rekonstruieren die Geschichte der polaren Regionen und Ozeane.

Weitere Informationen unter www.planeterde.de.

  • Forschung

    Klimapolitik nach Kopenhagen: Mut zum Erfolg

    Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat in seinem Politikpapier mit dem Titel "Klimapolitik nach Kopenhagen: Mut zum Erfolg", das am 30. April 2010 in Bonn vorgestellt wurde, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in seinen derzeitigen Forschungs- und Förderschwerpunkten zu Klimaschutz und Klimawandel bestätigt. Es ist ein Anreiz, sich noch stärker in die europäische und globale Klimapolitik einzubringen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14689.php)
  • Forschung

    Forschung zu Klimaschutz und Klimawirkungen

    Die vom Menschen freigesetzten Treibhausgase verursachen eine Steigerung der Erdtemperatur. Als Folge werden mit hoher Wahrscheinlichkeit extreme Wetterereignisse wie Stürme, Hochwasser und Dürreperioden zunehmen. Das belegt der Klimawandel-Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change der UNO. 1992 hatten sich 189 Staaten auf die UN-Klimarahmenkonvention geeinigt. Darauf baut das Kyoto-Protokoll mit dem Ziel auf, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Heute hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass auch Strategien zur Anpassung an den Klimawandel nötig sind. Die Klimakonferenz von Durban hatte am 11. Dezember 2011 nach langen Verhandlungen den Weg zu einem rechtsverbindlichen Klimaschutzabkommen zwischen allen Staaten geebnet. Das BMBF fördert nun praxisorientierte Handlungsstrategien.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/8493.php)
  • Hightech-Strategie

    Der Klima-Forschungsgipfel

    Der globale Klimawandel stellt uns vor Aufgaben, die nur mit allen verfügbaren Kompetenzen bewältigt werden können. Deshalb hat das BMBF gemeinsam mit Wissenschaft und Wirtschaft die Hightech-Strategie zum Klimaschutz erarbeitet. Hierin bündelt das BMBF die Kräfte aus Forschung und Industrie und richtet sie an klaren strategischen Zielen aus. Auf dem 2. Klima-Forschungsgipfel am 16. Oktober stellte Bundesministerin Dr. Annette Schavan die Hightech-Strategie zum Klimaschutz und erste Maßnahmen zu ihrer Umsetzung vor.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/8186.php)
  • Forschung

    Speicherung von Kohlendioxid

    Nach dem Energiekonzept der Bundesregierung verpflichtet sich Deutschland, die Emissionen der anthropogenen Treibhausgase bis zum Jahr 2050 um 80 % bis 95 % zu vermindern. Dies erfordert in allen Bereichen massive Anstrengungen zur Reduktion der Emission von Kohlendioxid - kurz CO2. Kohlendioxid entsteht insbesondere bei der Verbrennung von Kohle, Öl, Gas und Biomasse. Trotz der geplanten Steigerung der Energieeffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien wird der Einsatz fossiler Brennstoffe auf absehbare Zeit notwendig bleiben.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7869.php)
  • Forschung

    19. August 2011 - 20. August 2011

    Meeres- und Polarforschung für Klima und Umwelt

    Wissenschaftler untersuchen die Prozesse und Wechselwirkungen im Gesamtsystem Erde, um die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe zu verstehen und die Einflüsse des Menschen besser abschätzen zu können. Diese Fragestellungen sind Gegenstand der Forschungsförderung im Bereich Meeres- und Polarforschung sowie der Geowissenschaften.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7605.php)
  • Forschung

    Seebeben - und das Tsunami-Frühwarnsystem

    Seit November 2005 wurde unter deutscher Leitung ein Tsunami-Frühwarnsystem - German Indonesian Tsunami Early Warning System (GITEWS) - in der geologisch kritischsten Zone des Indischen Ozeans, dem Sunda-Bogen, in Indonesien installiert. Bereits im November 2008 konnte der Pilotbetrieb aufgenommen werden. Das GITEWS trägt seitdem entscheidend zum Schutz vor Naturkatastrophen wie Tsunamis bei. In die Entwicklung des Systems sind u.a. Erkenntnisse aus der Erdbebenforschung eingeflossen, die das Deutsche GeoforschungsZentrum (GFZ) in Potsdam gemeinsam mit weiteren Institutionen betreibt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/2402.php)
  • Forschung

    Polarforschung: Dem Klimageschehen auf der Spur

    Die Polregionen sind Klimakammern der Erde. Der Austausch zwischen Ozean, Eis und Atmosphäre gibt wichtige Informationen über klimatische Veränderungen. Noch fehlen mathematische Modelle, um die Daten zuverlässig interpretieren zu können. Für das Verständnis des Klimas ist die Forschung in Arktis und Antarktis deswegen von großer Bedeutung.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/2647.php)
  • Hightech-Strategie

    Wasser - Ressource für das Leben

    Wasser ist das wichtigste Nahrungsmittel. Etwa die Hälfte aller Krankenbetten in Entwicklungs- und Schwellenländern ist mit Patienten belegt, die an Krankheiten leiden, die durch unsauberes Trinkwasser verbreitet und verursacht werden. Die Staats- und Regierungschefs der Vereinten Nationen haben sich 2000 verpflichtetet, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Beim "Integrierten Wasser Ressourcen Management" (IWRM) soll durch eine nachhaltige Bewirtschaftung oberirdischer Gewässer, Grundwasserleiter und Küstengewässer die Ressource Wasser besser und schonend genutzt werden.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/3934.php)

Dokumente

Publikationen

  • klimazwei - Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen ID = 851

    Titelbild der Publikation

    2007,

    Download [PDF - 177,8 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_klimazwei.pdf)

  • klimazwei - Research for climate protectionand protection from climate impacts ID = 852

    Titelbild der Publikation

    2007,

    Download [PDF - 178,7 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_klimazwei_eng.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)