05.08.2011
System Erde
Wie verkraftet unser Planet die Veränderungen und wechselseitigen Beeinflussungen, die in einem komplexen System zusammenwirken und denen er ständig unterworfen ist?
Der Mensch wirkt seit der industriellen Entwicklung aktiv auf das System Erde ein. In wechselseitiger Beeinflussung wird sich wiederum unser Lebensraum verändern. Wir brauchen das Wissen darüber, ob das System Erde die Auswirkungen der Industriegesellschaften und des weltweit steigenden Konsums ohne weiteres verkraftet. Die Belastungen in der Atmosphäre, der Treibhauseffekt, die klimarelevanten Meeresströmungen und die Eismassen an den Polen liefern ebenso wichtige Hinweise für einen nachhaltigen Umhang mit unserem Heimatplaneten wie die Vernichtung der Regenwälder und die sich daraus ergebenden Veränderungen. Antworten auf diese und andere Fragen kann es nur geben, wenn das "SystemErde" erforscht und verstanden wird.
Das Verständnis globaler Kreisläufe und des Zusammenwirkens von Geosphäre (des festen Erdkörpers), Cryosphäre (der Eismassen), Hydrosphäre (des flüssigen Wassers) und Biosphäre (der gesamten Flora und Fauna) versetzt uns in die Lage, Strategien gegen Versteppung, Ernährungskrisen und Migrationsdruck zu entwerfen, Katastrophenschutz und -vorsorge zu verbessern sowie neue Wege zur Krisenprävention, Friedens- und Konfliktforschung zu finden.
Weitere Forschungsschwerpunkte
Forschungsinfrastruktur
Das komplexe System Erde zu erforschen, setzt neben exzellenten Wissenschaftlern auch eine leistungsfähige Forschungsinfrastruktur voraus.
Hierzu zählen vor allem auch wissenschaftliche Großgeräte und Instrumente, die für Forschung auf Weltniveau in vielen Bereichen unverzichtbar sind. Diese modernen Hightech-Anlagen fungieren als Kristallisationskern für nationale und internationale Kooperationen. Darüber hinaus sind die Entwicklung und der Einsatz solcher Geräte die Basis für eine breite wissenschaftlich-technologische Entwicklung und wirken so als Treiber für Hightech-Innovationen. BMBF fördert daher Beiträge zur Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung von "Großgeräten und Instrumenten" zum Ausbau der Forschungsinfrastruktur.
Meeresforschung, Polarforschung, Geowissenschaften
Welche Prozesse und Wechselwirkungen im Gesamtsystem Erde ermöglichen es, die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe besser zu verstehen und die Einflüsse des Menschen besser abzuschätzen?
Geowissenschaftler untersuchen die Prozesse und Wechselwirkungen im Gesamtsystem Erde, um die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe zu verstehen und die Einflüsse des Menschen besser abschätzen zu können. Diese Fragestellungen sind Gegenstand der Forschungsförderung im Bereich Meeres - und Polarforschung sowie der Geowissenschaften. Im Meeresforschungsprogramm der Bundesregierung sind Forschungsarbeiten zu den verschiedenen marinen Bereichen zusammengefasst.
- Meeresbezogene Klimaforschung
- Marine Umweltforschung
- Marine geowissenschaftliche Forschung
- Geräte und Systeme
Das Polarforschungsprogramm der Bundesregierung beinhaltet Forschungsthemen in den Polarregionen der nördlichen und südlichen Hemisphäre unserer Erde:
- Polar- und Meeresforscher untersuchen das System Ozean-Eis-Atmosphäre und dessen Einfluss auf das globale Klima.
- Geowissenschaftler rekonstruieren die Geschichte der polaren Regionen und Ozeane.
Weitere Informationen unter www.planeterde.de.
Weitere Themen
Aus dem Themenbereich Forschung
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat in seinem Politikpapier mit dem Titel "Klimapolitik nach Kopenhagen: Mut zum Erfolg", das am 30. April 2010 in Bonn vorgestellt wurde, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in seinen derzeitigen Forschungs- und Förderschwerpunkten zu Klimaschutz und Klimawandel bestätigt. Es ist ein Anreiz, sich noch stärker in die europäische und globale Klimapolitik einzubringen.
weiterlesen: Klimapolitik nach Kopenhagen: Mut zum Erfolg
(URL: http://www.bmbf.de/de/14689.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
Klimawandel, weltweites Bevölkerungswachstum, Bedrohung der biologischen Vielfalt, Konflikte bei der Landnutzung, Wasserknappheit sowie Rohstoff- und Energiemangel: Der fortschreitende globale Wandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Wirkung des anthropogen bedingten Klimawandels wird sich in den kommenden Jahrzehnten verstärken. Damit steigen die Anforderungen an das Wissen über klimasystemare Zusammenhänge. Die Klimaforschung muss für kurz- und mittelfristige Klimaänderungen Prognosefähigkeit entwickeln und damit Antworten auf planungsrelevante Bedarfe geben.
weiterlesen: Forschung zu Klimaschutz und Klimawirkungen
(URL: http://www.bmbf.de/de/8493.php)
Aus dem Themenbereich Hightech-Strategie
Der globale Klimawandel stellt uns vor Aufgaben, die nur mit allen verfügbaren Kompetenzen bewältigt werden können. Deshalb hat das BMBF gemeinsam mit Wissenschaft und Wirtschaft die Hightech-Strategie zum Klimaschutz erarbeitet. Hierin bündelt das BMBF die Kräfte aus Forschung und Industrie und richtet sie an klaren strategischen Zielen aus. Auf dem 2. Klima-Forschungsgipfel am 16. Oktober stellte Bundesministerin Dr. Annette Schavan die Hightech-Strategie zum Klimaschutz und erste Maßnahmen zu ihrer Umsetzung vor.
weiterlesen: Der Klima-Forschungsgipfel
(URL: http://www.bmbf.de/de/8186.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
Nach dem Energiekonzept der Bundesregierung verpflichtet sich Deutschland, die Emissionen der anthropogenen Treibhausgase bis zum Jahr 2050 um 80 % bis 95 % zu vermindern. Dies erfordert in allen Bereichen massive Anstrengungen zur Reduktion der Emission von Kohlendioxid - kurz CO
2. Kohlendioxid entsteht insbesondere bei der Verbrennung von Kohle, Öl, Gas und Biomasse. Trotz der geplanten Steigerung der Energieeffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien wird der Einsatz fossiler Brennstoffe auf absehbare Zeit notwendig bleiben.
weiterlesen: Speicherung von Kohlendioxid
(URL: http://www.bmbf.de/de/7869.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat für die neue maritime Forschungsflotte den Weg frei gemacht: In den kommenden acht Jahren wird der Bund dafür annähernd 850 Millionen Euro investieren. Gebaut wird das Nachfolgeschiff der 36 Jahre alten Kieler "Poseidon", die zum Geomar-Zentrum für Ozeanforschung gehört.
weiterlesen: Meeres- und Polarforschung für Klima und Umwelt
(URL: http://www.bmbf.de/de/7605.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
Die Polregionen sind Klimakammern der Erde. Der Austausch zwischen Ozean, Eis und Atmosphäre gibt wichtige Informationen über klimatische Veränderungen. Noch fehlen mathematische Modelle, um die Daten zuverlässig interpretieren zu können. Für das Verständnis des Klimas ist die Forschung in Arktis und Antarktis deswegen von großer Bedeutung.
weiterlesen: Polarforschung: Dem Klimageschehen auf der Spur
(URL: http://www.bmbf.de/de/2647.php)
Aus dem Themenbereich Forschung