
Seit der Mitteilung der Europäischen Kommission "Hin zu einem Europäischen Forschungsraum" im Januar 2000 stellt die Idee eines gemeinsamen Europäischen Forschungsraums (EFR) einen zentralen Leitgedanken für die Ausrichtung sämtlicher Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen der Europäischen Union dar. Als Ziel des Europäischen Forschungsraums galt damals die Vernetzung der zwischen den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission bis dato weitgehend unkoordinierten Maßnahmen im Bereich der Forschung und Entwicklung auf Programm- und Projektebene.
Im Jahr 2007 zog die Europäische Kommission eine erste Zwischenbilanz und legte unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft Vorschläge für eine Neuausrichtung des EFR anhand von sechs zentralen Zielen vor:
Im Mai 2008 startete der Rat der Europäischen Union dann den sogenannten Ljubljana-Prozess mit dem Ziel einer verbesserten und stärkeren Gestaltung des EFR durch den Aufbau einer strategischen Partnerschaft zwischen Mitgliedstaaten, assoziierten Staaten und der Europäische Kommission so wie durch die Entwicklung einer langfristigen Vision für den EFR mit folgenden Merkmalen:
Auf der Sitzung des Rates für Wettbewerbsfähigkeit am 2. Dezember 2008 wurde diese Vision durch die Ratsschlussfolgerungen "Definition einer Vision 2020 für den Europäischen Forschungsraum" genauer definiert:
Zur Realisierung des Ljubljana-Prozess und der Vision 2020 wurden im Anschluss die folgenden fünf EFR-Initiativen aufgelegt:
Mit dem Vertrag von Lissabon vom 9. Dezember 2009 wurde der EFR erstmals primärrechtlich verankert (Art. 179 AEUV) und erhielt mit Art. 182 AEUV Abs. 5 eine eigene Kompetenzgrundlage, die EFR-Maßnahmen zusätzlich zum Forschungsrahmenprogramm der EU ermöglicht. 2010 folgte mit dem neuen Mandat von ERAC (European Research Area Committee, zuvor CREST) als strategischem Beratungsgremium mit seinen fünf EFR-Arbeitsgruppen eine Governance-Struktur, welche die oben genannten fünf EFR-Initiativen abdeckt.
In der Leitinitiative Innovationsunion, die als Bestandteil der Europa 2020-Strategie die grundlegende Richtung der europäischen Politik vorgeben soll, wurde im Oktober 2010 das Ziel ausgerufen, den EFR bis 2014 zu vollenden. Dieses Bestreben wurde auf dem Rat für Wettbewerbsfähigkeit am 4. Februar 2011 von den Mitgliedsstaaten bestätigt. Dazu hat die Europäische Kommission von September bis November 2011 eine öffentliche Konsultation zum EFR-Rahmen , der auf den fünf EFR-Initiativen aufbaut, durchgeführt. Die Ergebnisse wurden am 30. Januar 2012 auf einem "Wrap-up Event" in Brüssel präsentiert. Darauf basierend basierend veröffentlichte die Europäische Kommission am 17. Juli 2012 eine weiteren Mitteilung zum EFR: "Eine verstärkte Partnerschaft im Europäischen Forschungsraum im Zeichen von Exzellenz und Wachstum". Sie entwickelt den bestehenden Ljubljana-Prozess weiter. Die jetzt in der Mitteilung als EFR Prioritäten benannten 5 Handlungsfeldern sind mit 3 EFR-Initiativen des Ljubljana-Prozesses deckungsgleich. Neu ist die Prioritäten "Geschlechter-Gleichstellung und Gender-Mainstreaming in der Forschung". Die Priorität "Effektivere nationale Forschungssysteme" deckt sich zum Teil mit der ursprünglich angedachte EFR-Initiative "Moderne Hochschulen".
Die Europäische Kommission spricht in der Mitteilung Handlungsempfehlungen zu folgenden fünf Prioritäten aus:
Zur EFR-Initiative "Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung" hat die Europäische Kommission eine separate Mitteilung für September 2012 angekündigt.
Detailliertere Informationen zur Kommissionsmitteilung erhalten Sie auf der Seite des EU-Büros des BMBF (http://www.eubuero.de/era-kommissionsmitteilung.htm)
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Vorläufiger Bericht der Europäischen Kommission zur EFR-Konsultation (Englisch) (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/era-summary-report-2012_en.pdf)
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Deutscher Beitrag zur Forschungspartnerschaft der Mitgliedsstaaten und assoziierten Staaten der Europäischen Union und der Kommission (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/deutscher_beitrag_zur_partnerschaft_fuer_forscher.pdf)
[PDF - 125,0 kB]
(URL: http://www.bmbf.de/pubRD/deutscher_beitrag_zur_partnerschaft_fuer_forscher_en.pdf)
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- nicht barrierefrei - (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/EUREKA_FLYER_2010.pdf)
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Stellungnahme der Bundesregierung zum Grünbuch der EU-Kommission (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/stellungnahme_breg_zum_gruenbuch_eu_kommission.pdf)
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