
Der Förderschwerpunkt "Sozial-ökologische Forschung" zeichnet sich dadurch aus, dass Wissen fachübergreifend zusammengeführt wird, um wissenschaftliche Beiträge zur Lösung konkreter gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsprobleme zu leisten: Klimaschutz und Biodiversität, nachhaltige Gestaltung der Ver- und Entsorgungssysteme (Wasser, Energie, Abfall), nachhaltiger Konsum oder der Umgang mit neuartigen "systemischen" Risiken, wie die Durchdringung aller Lebensbereiche mit Informations- und Kommunikationstechnologien oder dem Einsatz neuer Technologien (wie z. B. Nano- und Gentechnologie), stehen im Zentrum der Arbeiten.
In aller Regel erfordert dies ein interdisziplinäres Zusammenwirken von Forschenden der Natur- und Gesellschaftswissenschaften. Da es sich um lebensweltliche Probleme handelt, muss aber über das Wissenschaftssystem hinausgegangen und das in der Praxis vorhandene Expertenwissen berücksichtigt werden (Transdisziplinarität). Daher werden gesellschaftliche Akteure wie Verbraucher, Kommunen, Unternehmen und Zivilgesellschaft, in unterschiedlicher Form in den Forschungsprozess eingebunden. Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung, also die ökologische Modernisierung der Gesellschaft, ohne aber das Bedürfnis der Menschen nach sozialer Gerechtigkeit und Wohlstand zu vernachlässigen. Eine hochkomplexe Aufgabe, die auf der Forschungsagenda der Bundesregierung an hervorgehobener Stelle steht.
Unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer Programmevaluation begann im Jahr 2006 die zweite Phase des Förderschwerpunkts. Dabei kam dem Aufbau von Forschungskapazitäten (Capacity Building) in den Universitäten und außeruniversitären Instituten eine wichtige Rolle zu. Der Forschungszugang wurde anhand der Erfahrungen der ersten Förderphase präzisiert und noch stärker auf die Frage zugeschnitten, wie gesellschaftliche Handlungsprozesse zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung auf der Basis weitgehend vorhandenen Wissens unterstützt werden können.
Aufbauend auf den positiven Erfahrungen der ersten Förderphase wurde darüber hinaus seit 2009 die Förderung von Nachwuchsgruppen auf dem Gebiet der sozial-ökologischen Forschung fortgeführt. Zwölf ausgewählte Nachwuchsgruppen forschen an unterschiedlichen Aspekten aus den Themenbereichen Klimaschutz, Biodiversität und Politikberatung.
Mit der gezielten Förderung thematischer, interdisziplinär zusammengesetzter Nachwuchsgruppen wird herausragenden jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit gegeben, sich bis ins Jahr 2013 auf dem Gebiet der inter- und transdisziplinären Forschung weiter zu qualifizieren. Auch soll die Verbindung zwischen außeruniversitärer und universitärer Forschung dadurch intensiviert werden.
Neben der Infrastrukturförderung und der Nachwuchsförderung werden zusätzlich thematische Vorhaben gefördert. Die thematische Projektförderung greift aktuelle Probleme auf, die sich aufgrund von Zielkonflikten zwischen dem gesellschaftlichen System und der natürlichen Umwelt ergeben.
Zehn Forschungsverbünde im Themenschwerpunkt "Vom Wissen zum Handeln - Wege zum nachhaltigen Konsum" schlossen ihre Forschungsarbeiten Ende 2011 ab. Die Projekte stellten sich der Aufgabe, Blockaden, die einer Umsetzung vom Wissen zum Handeln entgegenstehen, zu identifizieren und zu analysieren. Ausgangspunkte waren dabei die Verbraucherperspektive und das individuelle Handeln.
Der neueste Themenschwerpunkt "Soziale Dimensionen von Klimaschutz und Klimawandel", in dem 2011 zwölf Projekte die Forschung aufgenommen haben, soll dazu beitragen,
Informationen zu den verschiedenen Projekten finden Sie im Internetauftritt des Förderbereichs unter www.sozial-oekologische-forschung.org.
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(URL: http://www.bmbf.de/pubRD/BMBF_Nachhaltiger_Konsum_ND.pdf)

Contributions Made by Social-Ecological Research
2009, 40 Seiten
Download [PDF - 3,46 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/climate_protection_demands_action.pdf)

Beiträge der Sozial-ökologischen Forschung
2008, 40 Seiten
Download [PDF - 1,68 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/klimaschutz_erfordert_handeln.pdf)
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