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Forschung
Grafik des menschlichen Körpers und Logo der neuen Systemmedizin-Broschüre

Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung

Den Lebenswissenschaften kommt bei der Lösung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts eine wichtige Rolle zu. Die Erforschung von Volkskrankheiten und die Individualisierung der Medizin, aber auch die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln und die Bereitstellung von Alternativen zu fossilen Energieträgern erfordern vielfach neue Ansätze, Methoden und Technologien. Die Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung ermöglicht in Gesundheitsforschung und Bioökonomie die Entwicklung der notwendigen Verfahren und den Wissenstransfer in die Anwendung.

Biologische Prozesse sind zumeist durch das komplexe und dynamische Zusammenspiel vielzähliger Faktoren gekennzeichnet. Die Interaktionen sind dabei nicht nur auf die Ebene von Zellen begrenzt, sondern können ebenso Organe und Lebewesen umfassen. Bei Veränderungen der Erbinformation oder durch Umwelteinflüsse kann die Funktion einzelner Komponenten oder ganzer Netzwerke empfindlich gestört werden.

Die Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung beschäftigt sich mit der Aufklärung dieser Zusammenhänge. In Schwerpunkten wie der medizinischen Genomforschung, der Systembiologie, der Systemmedizin und den Neurowissenschaften werden dazu Methoden und Technologien entwickelt, die eine Analyse und Darstellung biologischer Prozesse ermöglichen. Die so erlangten Erkenntnisse und Erfindungen sind eine bedeutende Grundlage für die Etablierung neuer Diagnose- und Therapieansätze oder biotechnologischer Verfahren. Die Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung ist somit ein starker Impulsgeber in Gesundheitsforschung und Bioökonomie, der wissenschaftliche Entwicklungen bedarfsorientiert aufnimmt und für die Anwendung vorbereitet.

Darüber hinaus übernimmt die Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung gesellschaftliche Verantwortung, zum Beispiel indem durch begleitende Arbeiten die Risiken neuer Ansätze sorgfältig geprüft werden. Auch die Entwicklung von Methoden zum Ersatz beziehungsweise zur Vermeidung von Tierversuchen ist dabei ein wichtiges Ziel.

 

  • Forschung

    Medizinische Genomforschung

    Die Struktur- und Funktionsanalyse des menschlichen Genoms bietet einzigartige Möglichkeiten, die Rolle und den Beitrag genetischer Faktoren zu Gesundheit und Krankheit vertieft zu verstehen sowie den Einfluss von Umweltfaktoren bei der Krankheitsentstehung genauer zu bestimmen. Davon ausgehend können auch die Struktur und Rolle der Proteine (Proteomik), des Stoffwechsels (Metabolomik) und regulatorischer Systemkomponenten im Hinblick auf die molekularen Grundlagen von normalen und pathologisch veränderten Funktionen der Zellen und Organe erforscht werden.
     weiterlesen: Medizinische Genomforschung
    (URL: http://www.bmbf.de/de/1038.php)
  • Moleküldarstellung am Computer

    Forschung

    Systembiologie

    Biologische Prozesse sind das Ergebnis komplexer dynamischer Interaktionen in und zwischen Zellen, Organen sowie gesamten Organismen. Die Systembiologie bietet einen Forschungsansatz, dessen Ziel im Verständnis und darüber hinaus in der Vorhersage solcher Lebensvorgänge liegt. Modernste experimentelle Methoden der Biologie werden hierzu interdisziplinär mit Wissen und Technologien aus Mathematik, Informatik, Physik und Ingenieurwissenschaften verknüpft. Dieser iterative Zyklus aus Laborversuch und Modellierung begründet die besondere Leistungsfähigkeit der Systembiologie.
     weiterlesen: Systembiologie
    (URL: http://www.bmbf.de/de/1140.php)
  • Logo vom Bernstein Netzwerk

    Forschung

    Nationales Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience (NNCN)

    Das "Nationale Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience" (NNCN) ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung der Forschungsdisziplin Computational Neuroscience. Ziel des Netzwerks ist es, die Computational Neuroscience in Deutschland durch regionale Zentrierung, nationale Vernetzung und internationale Kooperationen nachhaltig zu fördern. Von zentraler Bedeutung sind dabei die Verbindung von experimentellen und theoretischen Forschungsansätzen, die Integration der Neuroinformatik und die universitäre Ausbildung junger Wissenschaftler mit interdisziplinären Trainingsprogrammen. Durch die Verknüpfung mit biomedizinischen und technologischen Fragestellungen werden neuartige Anwendungsfelder der Neurowissenschaften erschlossen.
     weiterlesen: Nationales Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience (NNCN)
    (URL: http://www.bmbf.de/de/3063.php)

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/979.php)

Publikationen

  • Maßnahmen zur Etablierung der Systemmedizin ID = 1544

    Titelbild der Publikation

    Das Forschungs- und Förderkonzept e:Med

    2012, 10 Seiten

    Download [PDF - 801,4 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/foerderkonzept_eMed.pdf)

  • Impulsgeber Lebenswissenschaften ID = 1115

    Titelbild der Publikation

    Forschung für die Innovationen der Zukunft

    2009, 61 Seiten

    Download [PDF - 4,10 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/impulsgeber_lebenswissenschaften.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • - PT Gesundheitsforschung -
    • Heinrich-Konen-Straße 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 3821-1210
    • Faxnummer: 0228 / 3821-1257
    • E-Mail-Adresse: Gesundheitsforschung@dlr.de
    • Homepage: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/
    • Geförderte Vorhaben: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/Gefoerderte%20Projekte.php
  • Projektträger Jülich (PtJ)

    • Bereich BIO
    • 52425 Jülich
    • Telefonnummer: 02461 61-5543
    • Faxnummer: 02461 61-9080
    • E-Mail-Adresse: ptj-bio@fz-juelich.de
    • Homepage: http://www.ptj.de/biooekonomie
 

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