Hightech-Strategie

KMU-Förderung

Kleine und mittelständische Unternehmen prägen verschiedene Branchen, die mit den Lebenswissenschaften verbunden sind. Das BMBF fördert gezielt Forschungs- und Entwicklungsvorhaben dieser innovativen KMU.

Für die Zielgruppe der innovativen KMU bietet das BMBF seit 2007 die Förderinitiative "KMU-innovativ" an. Hier können zu den halbjährlichen Stichtagen 15. April und 15. Oktober Projektskizzen eingereicht werden. Derzeit wird KMU-innovativ in acht Technologiefeldern angeboten, darunter in der Biotechnologie. Mit dem Einreichungsstichtag am 15. Oktober 2011 wurde KMU-innovativ auf die Medizintechnik ausgedehnt.

Mit "KMU-innovativ" verfolgt das BMBF das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen in der Spitzenforschung zu stärken sowie die Forschungsförderung insbesondere für erstantragstellende KMU noch attraktiver zu gestalten. Dazu hat das BMBF das Antrags- und Bewilligungsverfahren vereinfacht sowie die Beratungsleistungen für KMU ausgebaut.

Neben nationalen FuE-Projekten fördert das BMBF auch transnationale Kooperationen in der Biotechnologie, z.B. über das ERA-Net "Eurotrans-Bio" oder die deutsch-israelische Initiative BIO-DISC.

 

Geförderte Projekte




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KMU-Förderung

Landkarte: Deutschland GO-Bio 2B: Aufbau von esiRNA Ressourcen für lange, nicht-kodierende RNAs GO-Bio 2B: R-Cube: Entwicklung eines Reaktors für die industrielle Herstellung von RNAi-Therapeutika GO-Bio 4: Neue Proteindetektionsassays zur hochsensitiven point-of-care und Immundiagnostik GO-Bio 4: Entwicklung Intelligenter siRNA für therapeutische Anwendungen KMU-innovativ-3: Doppel-CISH-und LCD-Array-Analysen zum Nachweis von Translokationen (und z.T. auch Amplifikationen) in Sarkomen GO-Bio 3: Multi-Organ-Bioreaktoren für die prädiktive Substanztestung im Chipformat GO-BIO 3: PoreGenic - Patch-on-Chip-System für Wirkstofftests und Grundlagenforschung an adhärent vernetzten Zellen GO-Bio: Aseptischer Katheter - ein innovatives Medizinprodukt basierend auf desinfizierenden Gelen und Versiegelungen für Venenkatheter und andere Zugänge in der Medizin Verbundvorhaben: Pilotstudie zum Abbau von Translationshemmnissen in der Regenerativen Medizin; Teilprojekt 1 KMU-innovativ-2: Verbundprojekt: Entwicklung physiologischer,gut verträglicher und hoch wirksamer Therapien für Krebs / Infektionen unter Berücksichtigung biomimetischer Prinzipien, Teilprojekt 1. GO-Bio: Verbundprojekt BioCard: Multiparametrische Biomarker-Bestimmung auf Wegwerfchips: Neue Wege in der Point of Care- und Home-Diagnostik (Teilprojekt 2) KMU-innovativ-2: Verbundprojekt: Entwicklung physiologischer, gut verträglicher und hochwirksamer Therapieverfahren für Krebs/Infektionen unter Berücksichtigung biomimetischer Prinzipien, Teilprojekt 2. GO-Bio 4: Chipzytometrie als neue Technologie zur tiefgreifenden Zellanalyse GO-Bio Machbarkeit: Verbundprojekt ColoCure - Verlängerung der Lebenserwartung bei fortgeschrittenem Darmkrebs (Teilprojekt 2) GO-Bio 3: RNA-Therapeutika: präklinische und klinische Entwicklung und Lizensierung eines gegen Virus-Hepatitis gerichteten RNA-Oligonukleotids Mesentech - Eine neuartige, regenerative Zelltherapie zur Behandlung von Patienten mit Netzhautdegenerationen (Altersabhängigen Makuladegeneration, diabetischen Retinopathie) auf der Basis von Stammzellen des Knochenmarks GB-LSI: Epigenetische Frühdiagnostik von Karzinomen, insbesondere des Prostata- und Blasenkarzinoms (ProVios) Go-Bio 1B: Pharmakologisch optimierte Ribonukleinsäuren als rekombinante Impfstoffe und Immunadjuvantien KMU-innovativ-2: Bromelain, Entwicklung eines oral verfügbaren rekombinanten pflanzlichen Wirkstoffs zur Therapie rheumatischer Erkrankungen GO-Bio Machbarkeit: Verbundprojekt ColoCure - Verlängerung der Lebenserwartung bei fortgeschrittenem Darmkrebs (Teilprojekt 1) GO-Bio: Entwicklung und Kommerzialisierung einer Antikörper-Pipeline zur Behandlung therapierefraktärer, lebensbedrohlicher Infektionen mit Viren der Herpesgruppe GO-Bio 2B: Entwicklung, Produktion und initiale Erprobung von gentechnisch optimierten anti-Tumor-Antikörpern GO-Bio: Hista-Protect - Halbquantitativer Schnelltest zur Vermeidung histaminbedingter Nahrungsmittelunverträglichkeit KMU-innovativ-2: Neue Gen-Diagnostika zur Prognose des Risikos und des Verlaufs von Prostatakarzinom-Erkrankungen (Gen-Dia) Ascenion Spinnovator GO-Bio 4: Entwicklung neuer Impfstoffe gegen Erreger chronischer und nosokomialer Infektionen GO-BIO: T-Plus - Gründungs-Scouting und Gründungs-Coaching in den Life Sciences zur Stärkung der Transferstrukturen an der LMU München GO-Bio: Verbundprojekt BioCard: Multiparametrische Biomarker-Bestimmung auf Wegwerfchips: Neue Wege in der Point of Care- und Home-Diagnostik (Teilprojekt 1) GO-Bio 2B: Entwicklung von innovativen fluoreszierenden Nanosonden für Forschungsanwendungen und High-Content Analysen (Chromobodies) GO-Bio 4: SNIM® RNA - eine neue Klasse von RNA Biopharmaka GO-Bio Machbarkeit: FasCiPlex - Synthetische Multi-Enzymkomplexe zum wirtschaftlichen Abbau von Biomasse zu Zucker GO-Bio 4: Dynamic Biosensors: Gründungsvorhaben zur Kommerzialisierung der switchSENSE Technologie, einer Chip-basierten Plattform zur effizienten Analyse von Proteinen GO-Bio 1B: iPRIOR - Online Plattform zur Toxizitätsberechnung und Priorisierung chemischer Verbindungen für die Arzneimittelentwicklung und REACH GO-Bio 3B: Verbesserte Biomedizinische Bildgebung mittels multispektraler optoakustischer Tomographie: Phase II -Translation in die Klinik Zusatzmodul zur Stärkung des Technologietransfers GO-Bio 3: DENOVO - Entwicklung einer Plattformtechnologie für das Targeting genetischer Vakzine auf der Basis eines natürlichen Opsonins GO-Bio: Airchill - Gekühlte Beatmung GO-Bio 3: Immuntherapie gegen Staphylococcus aureus

Legende

  •  Unternehmen
  •  Forschungsinstitute
  •  Hochschulen
  •  Sonstige

Erfolge der Förderung

Die mittlerweile 550 deutschen Biotechnologie-Firmen zeigen ein kontinuierliches Umsatz- und Beschäftigungswachstum, wie die jährlich im Auftrag des BMBF durchgeführte Firmenumfrage zeigt. Zu diesem Erfolg hat die Förderung des BMBF maßgeblich beigetragen: Im Jahr 1999 wurde die Fördermaßnahme BioChance begonnen, um die anspruchsvollen Forschungsarbeiten der damals zahlreichen Firmengründungen in der Biotechnologie zu unterstützen. Der 2004 aufgelegte Nachfolger BioChancePlus gab die Beschränkung auf neugegründete Unternehmen auf und legte den Fokus stärker auf eine Einbindung der Firmen in Wertschöpfungsketten und Kooperationen. Seit 2007 wird die Förderung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Biotechnologie unter dem Dach von KMU-innovativ fortgeführt.

Im Rahmen von BioChance und BioChancePlus flossen insgesamt 169 Millionen Euro Fördermittel an 260 Biotechnologie-Unternehmen. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum flossen über 3 Milliarden Euro privater Wagniskapitalinvestitionen in die deutsche Biotechnologie-Branche. Von BioChance profitierten 15 Prozent der maximal fünf Jahre alten Biotechnologiefirmen in Deutschland, der Nachfolger BioChancePlus erreichte knapp 40 Prozent seiner Zielgruppe. Rund ein Drittel der eingereichten Projektanträge wurde bewilligt. In 86 Prozent der geförderten Projekte konnten technologische Innovationen realisiert werden - etwa in Form neuer und verbesserter Produkte und Dienstleistungen - beziehungsweise konnten wesentliche Entwicklungsstufen auf dem Weg zu technologischen Innovationen im Rahmen der geförderten Projekte erreicht werden. In nahezu der Hälfte der Förderprojekte wurden Erfindungen durch eine Patentanmeldung abgesichert.

Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gemeinsam mit Prognos und dem Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim erstellte Evaluation beurteilt die abgeschlossene Förderung durch BioChance und BioChancePlus als sehr erfolgreich. Die Fördermaßnahmen waren eine angemessene Reaktion den Entwicklungsstand und die damit verbundenen Schwierigkeiten der Biotechnologie-Branche in Deutschland. Die Unternehmen waren mit der administrativen Umsetzung der Förderung hochzufrieden. Die im Rahmen von BioChance und BioChancePlus geförderten Biotechnologie-Unternehmen konnten ihre Aktivitäten in Forschung und Entwicklung (FuE) im Vergleich zu einer Kontrollgruppe nicht-geförderter Unternehmen deutlich ausbauen: Es gelang ihnen, für jeden Euro staatlicher FuE-Förderung rund 1,50 Euro aus eigener Tasche bzw. aus anderen Finanzierungsquellen wie etwa Risikokapital in FuE zu investieren. Nur wenige Jahre nach Ende der Förderung sind 20 Prozent der geförderten Projekte ein kommerzieller Erfolg. Bei weiteren 70 Prozent erwarten die Unternehmen, dass sich in den nächsten Jahren ein kommerzieller Erfolg einstellen wird. Nur 10 Prozent der geförderten Vorhaben haben sich als Fehlschlag erwiesen.

  • Forschung

    Erfolge der Förderung: Blinde können wieder sehen

    Der Verlust des Augenlichts ist seit Menschengedenken der Stoff von Alpträumen - Blinden das Augenlicht zurückzugeben ein Traum. Für zehntausende Menschen in Deutschland ist ein langsames, unaufhaltbares Erblinden Realität. Schuld sind oft degenerative Netzhauterkrankungen, bei denen die Sehzellen im Auge absterben. Mit der Zeit geht das Augenlicht unaufhaltsam und unwiederbringlich verloren. Nun ist es gelungen, mithilfe eines Chips quasi ein Sehzellenimplantat zu erfinden. Auch Menschen, die schon jahrelang blind gewesen sind, können damit ihre Umgebung wieder wahrnehmen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/19522.php)
  • Forschung

    KMU-innovativ: Medizintechnik

    Die deutsche Medizintechnik-Branche zeichnet sich durch innovative Technologien, hohe Wachstumsraten und wichtige Beiträge für eine bessere gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung aus. Grundlage für diesen Erfolg ist die große Innovationskraft der Medizintechnik. Rund ein Drittel der auf dem Markt befindlichen Medizinprodukte sind weniger als drei Jahre alt. Besondere Bedeutung haben hier KMU, die die deutsche Medizintechnikbranche in ganz besonderer Weise prägen. Sie sind ein wichtiger Innovationsmotor und eine entscheidende Schnittstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/16663.php)
  • Forschung

    ERA-Net "EuroTransBio"

    Um die Internationalisierung der deutschen Biotechnologie-Branche zu befördern, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) transnationale Forschungsprojekte von Biotechnologie-KMU. Im ERA-Net EuroTransBio haben sich Förderagenturen aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich und Spanien auf eine gemeinsame Förderinitiative verständigt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14077.php)
  • Forschung

    Deutsch-israelische Kooperation BIO-DISC

    Deutschland und Israel arbeiten seit 1976 in der Biotechnologie zusammen. Beide Länder haben sich 2004 basierend auf der sehr erfolgreichen Vorläuferaktivität DISNAT auf eine gemeinsame bilaterale Mittelstandsförderung verständigt. Die Förderung strategischer Partnerschaften von Biotechnologie-Unternehmen mit ausländischen Unternehmen leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit dieser zumeist jungen Unternehmen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14079.php)
  • Forschung

    KMU-innovativ: Biotechnologie

    In Deutschland gibt es inzwischen fast 600 Unternehmen, die sich mit Biotechnologie befassen. Rund 500 davon sind "reine" Biotechnologie-Unternehmen, deren Geschäfte ganz oder überwiegend auf Verfahren der modernen Biotechnologie beruhen. Fast alle dieser Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Mitarbeitern. Mit "KMU-innovativ Biotechnologie - BioChance" werden FuE-Projekte von KMU unterstützt, die auf dem Gebiet der Biotechnologie tätig sind bzw. ihr Geschäftsfeld durch den Einsatz von Biotechnologie erweitern wollen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/11795.php)

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(URL: http://www.bmbf.de/en/986.php)

Dokumente

  • Leitfaden für Antragsteller

    [PDF - 142,4 kB]

    Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen in der Medizintechnik (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/leitfaden_kmu_innovativ_medizintechnik.pdf)

Publikationen

  • Rahmenprogramm Gesundheitsforschung ID = 301

    Titelbild der Publikation

    2010, 52 Seiten
    Bestell-Nr.: 30588

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 6,60 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/gesundheitsforschung.pdf)

  • Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 ID = 1233

    Titelbild der Publikation

    Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft

    2010, 52 Seiten
    Bestell-Nr.: 30570

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 3,42 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biooekonomie.pdf)

  • Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen in der Biotechnologie ID = 1187

    Titelbild der Publikation

    KMU-innovativ: Biotechnologie - BioChanceEine Handreichung für Antragsteller

    2010, 31 Seiten

    Download [PDF - 1,19 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/handreichung_kmu_innovativ_biotechnologie.pdf)

  • Biotechnologie in Deutschland ID = 1162

    Titelbild der Publikation

    25 Jahre Unternehmens-Gründungen

    2010, 156 Seiten
    Bestell-Nr.: 30529

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 5,54 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biotechnologie_in_deutschland.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH, PtJ

    • Bereich BIO
    • Dr. Peter Max Keppel
    • 52425 Jülich
    • Telefonnummer: 02461 61-3298
    • E-Mail-Adresse: bio@kmu-innovativ.de
    • Homepage: http://www.ptj.de/kmu-innovativ/biochance
    • Geförderte Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=N&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_REF=617&P_APC_THEMA=%25KMU-innovativ%25&Z_CHK=0
  • VDI Technologiezentrum GmbH

    • Projektträger Medizintechnik
    • Johannisstraße 5-6
    • 10117 Berlin
    • Telefonnummer: 030-275 9506-41
    • E-Mail-Adresse: medtech@kmu-innovativ.de