Eine gute Ausbildung ist heute wichtiger als je zuvor. Das gilt für den Einzelnen wie für unsere Gesellschaft insgesamt. Wissen und die Anwendung von Wissen sind das größte Potenzial, das wir in Deutschland haben. Bildungsförderung ebnet den Weg - unabhängig von Einkommen und Herkunft; Begabtenförderung ermöglicht jungen, leistungsstarken Menschen, ihre Talente zu entfalten. Beide Instrumente zusammen leisten gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels einen wichtigen Beitrag, dem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen.
Der Bildungsaufstieg von jungen Menschen oder Menschen, die bereits im Berufsleben stehen und sich weiterentwickeln wollen, darf nicht an finanziellen Hürden scheitern. Um dies zu ermöglichen und zu fördern, setzt die Bundesregierung auf verschiedene Formen der Bildungsfinanzierung im Dreiklang von BAföG, Bildungsdarlehen und Stipendien - auch für ein Studium im Ausland oder Aufstieg und Weiterbildung. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Möglichkeiten der Bildungsfinanzierung.
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ermöglicht ein Studium unabhängig vom Einkommen der Eltern. Es stellt sicher, dass Jugendliche und junge Erwachsene eine ihrer Eignung und Neigung entsprechende Ausbildung absolvieren können. Derzeit werden jährlich rund 870.000 Schüler/innen und Studierende nach dem BAföG gefördert. Für das BAföG stellt das BMBF jährlich circa 1,4 Milliarden Euro unmittelbar aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung, zusätzlich rund 700 Millionen Euro über die KfW für den Staatsdarlehensanteil beim Studierenden-BAföG.
Damit noch mehr Studierende von der Förderung profitieren können, wird das BAföG regelmäßig verbessert. Der maximale BAföG-Höchstsatz beträgt jetzt 670 Euro pro Monat, die Altersgrenze hat der Bund für Masterstudiengänge auf 35 Jahre angehoben. Zudem wurde die Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund erheblich erleichtert.
Für das BAföG gilt: Studierende an Höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen erhalten die Förderung grundsätzlich zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen. Der Bildungskredit wird von der KfW ausbezahlt. Der Bildungskredit kann in monatlichen Raten oder vorab als Ganzes an die KfW zurückgezahlt werden. Mehr Informationen erhalten Sie hier.
Eine Übersicht über alle BAföG-Neuerungen erhalten Sie hier.
Das Deutschlandstipendium richtet sich an besonders begabte, leistungsfähige und engagierte Studierende in Deutschland, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Es dient nicht nur der Studienfinanzierung, sondern setzt auch Anreize für Spitzenleistungen. Und da die Stipendien nicht auf das BAföG angerechnet werden sollen, profitieren begabte Studierende aus einkommensschwachen Familien gleich doppelt von der Förderung. Das Deutschlandstipendium beträgt 300 Euro im Monat und wird aus privaten und staatlichen Geldern ko-finanziert. Die Hälfte des Stipendiums werben die Hochschulen bei privaten Förderern ein, meist sind dies Unternehmen aus der Region. Die andere Hälfte gibt das Bundesbildungsministerium dazu. Auf diese Weise wurden bereits rund 30 Millionen Euro an privaten Mitteln mobilisiert und der Grundstein für den Aufbau einer Stipendienkultur in Deutschland gelegt.
Die Zahl der Deutschlandstipendien hat sich 2012 verdoppelt: 10977 Stipendien haben die Hochschulen in diesem Jahr vergeben, 2011 waren es 5375. Damit ist gut anderthalb Jahre nach seiner Einführung bereits rund jedes vierte öffentlich geförderte Stipendium für Studierende ein Deutschlandstipendium.
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.deutschland-stipendium.de/
Der KfW-Studienkredit bildet eine wichtige Ergänzung zu BAföG und Stipendienangeboten und richtet sich an alle Studierenden an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. Der Kredit läuft mit einem einheitlichen Zinssatz, unabhängig vom Studienfach, dem eigenen Einkommen oder dem Einkommen der Eltern. KfW-Studienkredite sind zu verzinsen. Es sollte daher jede/r zunächst klären, ob eine Förderung durch die Eltern oder nach dem BAföG möglich ist.
Zur Finanzierung ihrer Lebenshaltungskosten können Studierende bis zu 650 EUR monatlich beantragen. In der Regel finanziert die KfW bis zu 14 Semester. Die maximale Höhe des KfW-Studienkredits beträgt weiterhin 54.600 Euro. Ab April 2013 können erstmals auch Zusatz-, Ergänzungs-, Aufbau- und Zweitstudiengänge sowie Promotionen gefördert werden. Zudem können künftig über den KfW-Studienkredit alle Studiengänge flexibel finanziert werden, egal ob in Vollzeit oder Teilzeit.
Weiterführende Informationen zum neuen Studienkredit finden Sie hier.
Sind Sie auf der Suche nach einem Stipendium? Mit dem Stipendienlotsen bietet das BMBF eine interaktive Plattform, um das für Sie geeignete Stipendium anhand Ihrer Wunschkriterien zu finden. Die umfassende Stipendiendatenbank lässt sich nach vielen verschiedenen Kriterien wie zum Beispiel Ausbildungsphasen, Studienfächern oder Zielregionen filtern. Der Stipendienlotse ist die zentrale Anlaufstelle für bundesweite und internationale Stipendien im privaten und öffentlichen Bereich.
Mehr Informationen unter: http://www.stipendienlotse.de/
Die individuelle Förderung hoch motivierter, qualifizierter und auch außerfachlich engagierter junger Studierender und Promovierender durch die zwölf Begabtenförderungswerke richtet sich an eigenständige und kritische Persönlichkeiten, die sich als soziale Akteure mit Entscheidungskompetenz und Verantwortungsbereitschaft verstehen. Eine Übersicht der Begabtenförderungswerke erhalten Sie hier.
Das Bildungskreditprogramm der Bundesregierung bietet Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen die Möglichkeit, einen einfachen, zinsgünstigen und den individuellen Bedürfnissen flexibel anpassbaren Kredit unabhängig von Vermögen und Einkommen zu erhalten.
Im Gegensatz zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG ist der Bildungskredit unabhängig vom eigenen Einkommen und Vermögen sowie dem der Eltern, der Ehegattin bzw. des Ehegatten oder der Lebenspartnerin bzw. dem Lebenspartner (im Sinne einer eingetragenen Lebenspartnerschaft nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz - LPartG ).
Das Kreditvolumen liegt zwischen 1.000 Euro und 7.200 Euro mit eine sehr günstigen Zinssatz durch Bundesgarantie.
Weitere Informationen finden Sie hier und im Bildungskredit-Flyer der KfW.
Das Programm Aufstiegsstipendium richtet sich an Frauen und Männer mit Berufserfahrung, die in Ausbildung und Beruf hoch motiviert und besonders talentiert sind. Die Stipendien geben einen zusätzlichen Anreiz zur Aufnahme eines Studiums und verbessern damit die beruflichen Aufstiegschancen für begabte Fachkräfte. Das BMBF fördert durch die Aufstiegsstipendien die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Seit dem Programmstart im Jahr 2008 wurden bislang bereits rund 5.000 Aufstiegsstipendien vergeben.
In einem Online-Tagebuch schildern Stipendiatinnen und Stipendiaten in regelmäßigen Abständen ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Hochschulstudium und der Förderung im Programm "Aufstiegsstipendium". Die Berichte geben Auskunft über mögliche Hürden beim Hochschulzugang und die Herausforderungen während des Studiums. Vor allem soll der Blog aber beruflich Qualifizierte dazu ermutigen, den Schritt ins Hochschulstudium und damit den Aufstieg durch Bildung zu wagen. Lerne hier einige Stipendiatinnen und Stipendiaten kennen.
Das Programm wird von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) durchgeführt.
Mehr Informationen erhlaten Sie hier.
Adressaten des Programms sind talentierte junge Fachkräfte. Das Weiterbildungsstipendium ermöglicht Absolventinnen und Absolventen beruflicher Ausbildungen drei Jahre lang die Finanzierung fachlicher oder fachübergreifender Weiterbildungsmaßnahmen, zum Beispiel zur Technikerin, zum Handwerksmeister oder zur Fachwirtin. Es werden auch fachübergreifende Weiterbildungen, zum Beispiel EDV-Kurse oder Intensivsprachkurse finanziert. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein berufsbegleitendes Studium gefördert werden. Mit den Weiterbildungsstipendien sollen Anreize für den beruflichen Aufstieg geschaffen werden.
Die SBB koordiniert im Auftrag und mit Mitteln des BMBF die bundesweite Durchführung des Förderprogramms.
Mehr Informationen erhalten Sie hier.
Der Blick über den Tellerrand wird für den akademischen Nachwuchs immer wichtiger. Sprachkenntnisse, Studien- und Arbeitserfahrung im Ausland, Wissen über fremde Kulturen und ein internationales persönliches Netzwerk sind heute im Berufsleben oftmals nicht mehr wegzudenken. Deshalb fördert das BMBF den internationalen Austausch an deutschen Hochschulen. Über zahlreiche Programme werden Studienaufenthalte im Ausland gefördert.
Der DAAD ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen mit der Aufgabe, die akademischen Beziehungen mit dem Ausland vor allem durch den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern zu fördern. Er ist die Internationalisierungs-Agentur der deutschen Hochschulen und zugleich eine "Mittler-Organisation" der staatlichen Außen-, Europa-, Entwicklungs- und Hochschulpolitik.
Aus Mitteln des BMBF werden unter anderen folgende Programme finanziert:
Mehr Informationen auf Seiten des DAAD und unter der Kampagne go out!, eine gemeinsame Initiative des BMBF und des DAAD.
Studierende, die ihren ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben, können für einen fachorientierten Studienaufenthalt im Ausland eine Förderung nach dem BAföG erhalten. Dies gilt auch, wenn jemand sein Pflichtpraktikum im Ausland absolvieren will. Die Zuschläge werden grundsätzlich in derselben Form wie die Grundförderung geleistet. Einzige Ausnahme ist der Zuschlag für die Studiengebühren, er wird stets in voller Höhe als Zuschuss gewährt, muss also später nicht zurückgezahlt werden.
Für die einzelnen Bestimmungen, Voraussetzungen und Förderkriterien siehe bafög.de.
Das Einzelprogramm ERASMUS unterstützt Auslandssemester sowie Auslandspraktika von Studierenden, die Mobilität von Dozent(inn)en, den Informationsaustausch im Rahmen von Netzwerken sowie die Entwicklung europäischer Curricula. Bis 2013 sollen mindestens drei Millionen Studierende die Möglichkeit eines Auslandsstudiums erhalten haben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des DAAD - Nationale Agentur für EU-Hochschulprogramme und auf Seiten der Europäischen Kommission.
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3377.php)
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(URL: http://www.bmbf.de/press/3376.php)
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(URL: http://www.bmbf.de/de/892.php)
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(URL: http://www.bmbf.de/press/3294.php)
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Bundesstatistik 2011 zeigt: Die meisten Gelder werden ohne Zweckbindung vergeben / Quennet-Thielen: "Beginn einer neuen Stipendienkultur" (URL: http://www.bmbf.de/press/3289.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3284.php)
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(URL: http://www.bmbf.de/press/3277.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3223.php)
Kein Interview gefunden.
Eröffnungsrede der Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen Anlässlich des Dialogs "Viel erreicht, viel vor - das Deutschlandstipendium" am 30. Mai 2012 in Berlin
Download[PDF - 72,2 kB] barrierefrei
[URL: /pub/reden/stqt_20120530.pdf][PDF - 22,9 kB]
Auswahlverfahren 2008 - beispielhafte Stipendiatinnen und Stipendiaten - barrierefrei - (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/aufstiegsstipendium_auswahlverfahren_2008.pdf)

Informationen zur Ausbildungsförderung
2012, 8 Seiten
Download [PDF - 324,4 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/bafoeg_flyer.pdf)

Studieren mit Berufserfahrung
2013,
Bestell-Nr.: 30389
Download [PDF - 477,7 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/aufstiegsstipendien.pdf)

2012, 6 Seiten
Bestell-Nr.: 30579
Download [PDF - 1,32 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_deutschlandstipendium.pdf)

Der Online-Wegweiser für Stipendien
2012, 6 Seiten
Bestell-Nr.: 30741
Download [PDF - 932,9 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_stipendienlotse.pdf)
Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3417.php)
(URL: http://www.bmbf.de/de/294.php)
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Hier gibt es alle Infos rund ums BAföG (URL: http://www.bafög.de/)
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