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Forschung
Junger Arzt schaut durch ein Mikroskop

Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung

Nach wie vor ist die Zahl der Menschen, die an Volkskrankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Infektions-, Lungen- oder neurodegenerativen Erkrankungen leiden beziehungsweise neu erkranken, besorgniserregend. Optimale Forschungsbedingungen zu schaffen, um Volkskrankheiten zu bekämpfen, ist ein zentrales Anliegen der neu gegründeten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG). Das Bundesforschungsministerium wird bis 2015 über 750 Millionen Euro für diese Zentren zur Verfügung stellen, um so den so genannten Translationsprozess vom Forschungsergebnis zur Anwendung beim Patienten zu optimieren und Prävention und Therapie der Volkskrankheiten zu verbessern.

Insgesamt 41 Standorte mit mehr als hundert beteiligten Hochschulen, Universitätsklinika und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bilden die vier neuen Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung in den Bereichen Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrankheiten und Krebs. Die Deutschen Zentren für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und für Diabetesforschung (DZD) mit nun insgesamt 14 Standorten und 20 Mitgliedseinrichtungen wurden bereits im Jahr 2009 gegründet.

Übersichtskarter der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. In den einzelnen Zentren arbeiten die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen interdisziplinär zusammen, um neue medizinische Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung zu bringen. Mit diesem Ziel vor Augen verfolgen die DZG eine Forschungsstrategie, welche die bisherigen Forschungsaktivitäten ergänzen und in einzigartiger Weise miteinander verbinden. Das heißt, dass die Mitglieder der Deutschen Zentren nicht nur intern in den jeweiligen Zentren, sondern auch darüber hinaus vernetzt sind mit den jeweils anderen Zentren und auch weiteren universitären und außeruniversitären Partnern in Deutschland. Diese Tatsache spiegelt sich darin wider, dass die Anzahl der externen Partnerschaften deutlich zunimmt.

Im Fokus der Forschungsarbeiten stehen unter anderem eine verbesserte Vorsorge und Diagnose bis hin zu Konzepten für individualisierte Therapien, die gemeinsam auf eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten zielen. Diese langfristig angelegte Förderung stärkt das hohe Innovationspotential der Gesundheitsforschung.

Eine effiziente Translationsforschung macht die Zusammenarbeit mit privatwirtschaftlichen Unternehmen notwendig. Die DZG legen deshalb einen Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit von Forschungsergebnissen und auf Kooperation mit Unternehmen. Mit Hilfe der leistungsfähigen Gesundheitswirtschaft in Deutschland soll es gelingen, innovative diagnostische Verfahren und therapeutische Ansätze im Interesse einer wirtschaftlichen und bezahlbaren Gesundheitsversorgung breit anzuwenden.

Beratergremien, die mit international hochrangigen Experten besetzt sind, begleiten die Arbeit der DZG, um zu garantieren, dass die Zentren an der Spitze des wissenschaftlichen Fortschritts aktiv sind und bleiben. In regelmäßigen Abständen sollen zudem externe, ebenfalls international besetzte Gutachtergremien die Zentren mit Blick auf wissenschaftliche Exzellenz und strategische Ausrichtung evaluieren.

Zusatzinformationen

Publikationen

  • Rahmenprogramm Gesunheitsforschung der Bundesregierung ID = 1777

    Titelbild der Publikation

    2010, 48 Seiten

    Download [PDF - 6,60 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/Rahmenprogramm_Gesundheitsforschung.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

 

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