
Nanotechnologie gilt als Zukunftstechnologie schlechthin. Statt "immer höher, immer weiter" lautet ihr Motto "immer kleiner, immer schneller, immer effizienter". Die Nanotechnologie nutzt (neuartige) Effekte allerkleinster Strukturen im Bereich weniger Nanometer, was weit mehr ist, als nur gleiche Funktionalitäten auf kleinerem Raum zu realisieren! Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie sind immens. Die künftigen Fortschritte der Nanotechnologie entscheiden mit über die weitere Entwicklung zukunftsträchtiger Branchen. Das Bundesforschungsministerium hat hierzu die "Nano-Initiative - Aktionsplan 2010" vorgestellt.
Nanotechnologie beschäftigt sich mit der Forschung und Konstruktion in sehr kleinen Strukturen: ein Nanometer (nm) entspricht einem millionstel Millimeter. Nano (griech: Zwerg) umfasst Forschungsgebiete aus der belebten und unbelebten Natur. Anwendungen entstehen in der Energietechnik (Brennstoff- und Solarzellen), in der Umwelttechnik (Materialkreisläufe und Entsorgung) oder in der Informationstechnik (neue Speicher und Prozessoren) aber auch im Gesundheitsbereich. Nanotechnologie ist ein Oberbegriff für unterschiedlichste Arten der Analyse und Bearbeitung von Materialien, denen eines gemeinsam ist: Ihre Größendimension beträgt ein bis einhundert Nanometer (ein Nanometer ist ein millionstel Millimeter). Die Nanotechnologie nutzt die besonderen Eigenschaften, die für viele Nanostrukturen charakteristisch sind. Die mechanischen, optischen, magnetischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften dieser kleinsten Strukturen hängen nicht allein von der Art des Ausgangsmaterials ab, sondern in besonderer Weise von ihrer Größe und Gestalt. Das heißt, dass Nanomaterialien mit gleicher Zusammensetzung aber unterschiedlicher Morphologie sich völlig anders verhalten können. Voraussetzung für die Nanotechnologie ist die Entdeckung der Arbeitsmöglichkeiten mit einzelnen Bausteinen der Materie sowie das damit zunehmende Verständnis der Selbstorganisation dieser Bausteine. So gesehen ist Nanotechnologie Ergebnis der natürlichen Evolution wissenschaftlichen Handelns, da das Verständnis und gezielte Manipulation kleinster Strukturen ein vergleichsweise junges Feld ist.
Die Nanotechnologie erarbeitet z.B. die Grundlagen für immer kleinere Datenspeicher mit immer größerer Speicherkapazität für hochwirksame Filter zur Abwasseraufbereitung, für photovoltaische Fenster, für Werkstoffe, aus denen sich in der Automobilindustrie ultraleichte Motoren und Karosserieteile fertigen lassen, oder für künstliche Gelenke, die durch organische Nanooberflächen für den menschlichen Körper verträglicher sind. Aufgrund der Vielseitigkeit dieser faszinierenden Querschnittstechnologie ist es unmöglich, hier alle Anwendungsbereiche aufzuzählen. Ein Anstieg der Nutzung von Nanotechnologie ist in immer mehr Bereichen zu beobachten.
Die industrielle Eroberung der Nanometer-Dimension hat bereits eingesetzt. Ähnlich wie in der Informationstechnik geht die Erforschung der physikalischen Grundlagen und die Entwicklung und Markteinführung erster Produkte Hand in Hand. In der Elektronik gehört die nanoskalige Strukturierung bei der Chipherstellung oder bei der Entwicklung neuer Festplatten für Computer schon heute zum Handwerk. Aber auch für viele andere in Deutschland wichtige Industriebranchen wie Chemie, Pharma, Automobilbau, Informationstechnik oder Optik hängt die künftige Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte von der Erschließung des Nanokosmos ab. Die künftigen Fortschritte der Nanotechnologie sind entscheidend für die weitere Entwicklung dieser Industriesektoren.
Durch die Forschungspolitik der EU und des BMBF nimmt heute nicht nur die Forschung in der Nanowissenschaft international einen der vordersten Plätze ein. Auch die auf Nanotechnologie-Produkte ausgerichteten Firmen haben an Anzahl und Renommee deutlich zugelegt. Grob geschätzt besitzen die USA und Europa etwa gleich viele Unternehmen mit Bezug zur Nanotechnologie. Etwa die Hälfte der in Europa ansässigen Firmen stammt aus Deutschland. Auf dem Gebiet der Nanotechnologie ist die Bundesrepublik dadurch die Nummer 1 in Europa.
Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die konsequente Förderpolitik. Mit rund 440 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln steht Deutschland dabei in Europa an der Spitze. Das BMBF hat Projekte zur Nanotechnologie seit Anfang der 90er Jahre gefördert. Seit 1998 wurden allein die im Rahmen der Projektförderung des BMBF bereitgestellten Fördermittel für Nanotechnologie vervierfacht. Als unterstützende Infrastruktur wurden parallel dazu Kompetenzzentren aufgebaut. Die Anstrengungen des BMBF für die Nanotechnologie sollen nochmals deutlich gesteigert werden, damit wir unsere Chancen schneller und nachhaltiger nutzen können als die Konkurrenz.
Aus dieser guten Position heraus kommt es darauf an, die Weichen für die künftige Entwicklung richtig zu stellen und vor allem die Anwendungspotenziale für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu erschliessen. Die Innovationsinitiative "Nanotechnologie erobert Märkte" zielt darauf ab, die in den einzelnen Fachgebieten geförderten Aspekte der Nanotechnologie zu einer nationalen Gesamtstrategie zu bündeln.
Aufgrund der unbestreitbaren Relevanz der Nanotechnologie für die aktuelle und zukünftige Forschung und deren Umsetzung in Produkte der Hochtechnologie hat die Bundesregierung nach der strategischen Neuausrichtung der Forschung im Jahr 2002 im Jahr 2006 einen erweiterten Aktionsrahmen vorgelegt, in dem Erforschung und Verbreitung der Nanotechnologie gebündelt sind.
Die "Nano-Initiative - Aktionsplan 2010" schuf erstmals einen einheitlichen und ressortübergreifenden Aktionsrahmen. In Abstimmung des BMBF mit den Bundesministerien für Arbeit und Soziales (BMAS), Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Verteidigung (BMVg), Gesundheit (BMG), und Wirtschaft und Technologie (BMWi) wurden die Voraussetzungen geschaffen um
Zur Erschließung der Markt- und Beschäftigungspotenziale im Bereich der Nanotechnologie wurden bislang vier Leitinnovationen gefördert. Weitere Leitinnovationen werden in der "Nano-Initiative" benannt, die für die folgenden Jahre fortgeschrieben wird.
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Status Quo of Nanotechnology in Germany
2009, 93 Seiten
Bestell-Nr.: 30477
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Status Quo der Nanotechnologie in Deutschland
2009, 96 Seiten
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Erfolgsgeschichten aus dem Förderwettbewerb NanoFutur
2009, 43 Seiten
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Chancen und Risiken
2008, 68 Seiten
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2007, 34 Seiten
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Innovationen für die Welt von morgen - 3. Auflage -
2006, 56 Seiten
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BMBF fördert Nanotechnologie für textile Anwendungen (URL: http://www.bmbf.de/press/1995.php)
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Interview von Technology Review mit Tomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMBF (URL: http://www.heise.de/tr/artikel/91272)
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2008, 68 Seiten (URL: http://www.techportal.de/uploads/publications/590/Studie_Weiterbildungsbedarf_Nanounternehmen.pdf)
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Innovation for tomorrow's world (URL: ftp://ftp.cordis.lu/pub/nanotechnology/docs/nano_brochure_en.pdf)
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2007, 155 Seiten (URL: http://www.techportal.de/docs/training/Nano_Akadem_isw_final.pdf)
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Preisträger des "IF communication award 2005" (URL: http://www.nanoreisen.de)
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Relevante Nanotechnologie-Institutionen in Deutschland (u.a. Großunternehmen, KMUs, Netzwerke, Forschungszentren, Universitätsinstitute, Einrichtungen für Förderung, Technologietransfer and Finanzierung) (URL: http://www.nano-map.de)
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Umfassender Branchenatlas von Firmen mit Bezug zur Nanotechnologie in Deutschland. Die Firmen lassen sich nach Branchen filtern und nach Stichworten durchsuchen. Ausführliche Firmenportraits bieten einen guten Überblick. (URL: http://www.nanoingermany.com/)
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(URL: http://www.infonano.de/)
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Informationen über Start-Up Unternehmen aus dem Bereich Nanotechnologie (URL: http://www.chemstart.org/)