
Nanotechnologie hat das Potenzial, wichtige technologische Lösungsbeiträge zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie beispielsweise der Energieversorgung zu leisten. Durch den Einsatz nanostrukturierter Materialien wird es deutliche Fortschritte bei der modernen Gebäudetechnik oder im Hinblick auf energiesparende Beleuchtungstechnologien geben. Sie werden Möglichkeiten für verbessertes Recycling oder sogar deren Ersatz bieten können. Und auch bei der medizinischen Versorgung unserer älter werdenden Gesellschaft werden Nanomaterialien unverzichtbar sein. Mit dem Aktionsplan Nanotechnologie 2015 der Bundesregierung liegt nun ein integriertes Konzept vor, Nanotechnologie zu nutzen, ohne Mensch und Umwelt zu gefährden.
Es ist das klar definierte Ziel der Hightech-Strategie für Deutschland, die Wertschöpfungspotenziale der Schlüsseltechnologien, also auch der Nanotechnologie, zu nutzen, um nicht zuletzt den TechnologieStandort Deutschland zu sichern und zu stärken. Um die Anwendungen der Nanotechnologie für Deutschland nutzen zu können, müssen aber zugleich die Auswirkungen der Nanotechnologie auf Mensch und Umwelt erforscht und mit der Öffentlichkeit diskutiert werden.
In diesem Spannungsfeld bewegt sich der Aktionsplan Nanotechnologie 2015.
Die Ziele des Aktionsplans 2015 sind:
Aus diesen Zielen leiten sich sechs Aktionsfelder ab:
Nanotechnologie beschäftigt sich mit der Forschung und Konstruktion in sehr kleinen Strukturen: ein Nanometer (nm) entspricht einem millionstel Millimeter. Nano (griech: Zwerg) umfasst Forschungsgebiete aus der belebten und unbelebten Natur. Anwendungen entstehen in der Energietechnik (Brennstoff- und Solarzellen), in der Umwelttechnik (Materialkreisläufe und Entsorgung) oder in der Informationstechnik (neue Speicher und Prozessoren) aber auch im Gesundheitsbereich. Nanotechnologie ist ein Oberbegriff für unterschiedlichste Arten der Analyse und Bearbeitung von Materialien, denen eines gemeinsam ist: Ihre Größendimension beträgt ein bis einhundert Nanometer (ein Nanometer ist ein millionstel Millimeter). Die Nanotechnologie nutzt die besonderen Eigenschaften, die für viele Nanostrukturen charakteristisch sind. Die mechanischen, optischen, magnetischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften dieser kleinsten Strukturen hängen nicht allein von der Art des Ausgangsmaterials ab, sondern in besonderer Weise von ihrer Größe und Gestalt. Das heißt, dass Nanomaterialien mit gleicher Zusammensetzung aber unterschiedlicher Morphologie sich völlig anders verhalten können. Voraussetzung für die Nanotechnologie ist die Entdeckung der Arbeitsmöglichkeiten mit einzelnen Bausteinen der Materie sowie das damit zunehmende Verständnis der Selbstorganisation dieser Bausteine. So gesehen ist Nanotechnologie Ergebnis der natürlichen Evolution wissenschaftlichen Handelns, da das Verständnis und gezielte Manipulation kleinster Strukturen ein vergleichsweise junges Feld ist.
Die Nanotechnologie erarbeitet z.B. die Grundlagen für immer kleinere Datenspeicher mit immer größerer Speicherkapazität für hochwirksame Filter zur Abwasseraufbereitung, für photovoltaische Fenster, für Werkstoffe, aus denen sich in der Automobilindustrie ultraleichte Motoren und Karosserieteile fertigen lassen, oder für künstliche Gelenke, die durch organische Nanooberflächen für den menschlichen Körper verträglicher sind. Aufgrund der Vielseitigkeit dieser faszinierenden Querschnittstechnologie ist es unmöglich, hier alle Anwendungsbereiche aufzuzählen. Ein Anstieg der Nutzung von Nanotechnologie ist in immer mehr Bereichen zu beobachten.
Die industrielle Eroberung der Nanometer-Dimension hat bereits eingesetzt. Ähnlich wie in der Informationstechnik geht die Erforschung der physikalischen Grundlagen und die Entwicklung und Markteinführung erster Produkte Hand in Hand. In der Elektronik gehört die nanoskalige Strukturierung bei der Chipherstellung oder bei der Entwicklung neuer Festplatten für Computer schon heute zum Handwerk. Aber auch für viele andere in Deutschland wichtige Industriebranchen wie Chemie, Pharma, Automobilbau, Informationstechnik oder Optik hängt die künftige Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte von der Erschließung des Nanokosmos ab. Die künftigen Fortschritte der Nanotechnologie sind entscheidend für die weitere Entwicklung dieser Industriesektoren.
Durch die Forschungspolitik der EU und des BMBF nimmt heute nicht nur die Forschung in der Nanowissenschaft international einen der vordersten Plätze ein. Auch die auf Nanotechnologie-Produkte ausgerichteten Firmen haben an Anzahl und Renommee deutlich zugelegt. Grob geschätzt besitzen die USA und Europa etwa gleich viele Unternehmen mit Bezug zur Nanotechnologie. Etwa die Hälfte der in Europa ansässigen Firmen stammt aus Deutschland. Auf dem Gebiet der Nanotechnologie ist die Bundesrepublik dadurch die Nummer 1 in Europa.
Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die konsequente Förderpolitik. Mit rund 440 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln steht Deutschland dabei in Europa an der Spitze. Das BMBF hat Projekte zur Nanotechnologie seit Anfang der 90er Jahre gefördert. Seit 1998 wurden allein die im Rahmen der Projektförderung des BMBF bereitgestellten Fördermittel für Nanotechnologie vervierfacht. Als unterstützende Infrastruktur wurden parallel dazu Kompetenzzentren aufgebaut. Die Anstrengungen des BMBF für die Nanotechnologie sollen nochmals deutlich gesteigert werden, damit wir unsere Chancen schneller und nachhaltiger nutzen können als die Konkurrenz.
Aus dieser guten Position heraus kommt es darauf an, die Weichen für die künftige Entwicklung richtig zu stellen und vor allem die Anwendungspotenziale für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu erschliessen. Die Innovationsinitiative "Nanotechnologie erobert Märkte" zielt darauf ab, die in den einzelnen Fachgebieten geförderten Aspekte der Nanotechnologie zu einer nationalen Gesamtstrategie zu bündeln.
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Status quo der Nanotechnologie in Deutschland
2011, 93 Seiten
Bestell-Nr.: 30666
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2011, 58 Seiten
Bestell-Nr.: 30635
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2011, 62 Seiten
Bestell-Nr.: 30606
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Status Quo of Nanotechnology in Germany
2009, 93 Seiten
Bestell-Nr.: 30477
Download [PDF - 3,57 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/nanode_report_2009_en.pdf)

Status Quo der Nanotechnologie in Deutschland
2009, 96 Seiten
Bestell-Nr.: 30454
Download [PDF - 4,35 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/nanode_report_2009.pdf)

Erfolgsgeschichten aus dem Förderwettbewerb NanoFutur
2009, 43 Seiten
Download [PDF - 1,53 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/nachwuch_fuer_nanotechnologie.pdf)

Chancen und Risiken
2008, 68 Seiten
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2007, 34 Seiten
Bestell-Nr.: 30257
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Interview von Technology Review mit Tomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMBF (URL: http://www.heise.de/tr/artikel/91272)
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2008, 68 Seiten (URL: http://www.techportal.de/uploads/publications/590/Studie_Weiterbildungsbedarf_Nanounternehmen.pdf)
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Innovation for tomorrow's world (URL: ftp://ftp.cordis.lu/pub/nanotechnology/docs/nano_brochure_en.pdf)
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2007, 155 Seiten (URL: http://www.techportal.de/docs/training/Nano_Akadem_isw_final.pdf)
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Preisträger des "IF communication award 2005" (URL: http://www.nanoreisen.de)
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Relevante Nanotechnologie-Institutionen in Deutschland (u.a. Großunternehmen, KMUs, Netzwerke, Forschungszentren, Universitätsinstitute, Einrichtungen für Förderung, Technologietransfer and Finanzierung) (URL: http://www.nano-map.de)
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Umfassender Branchenatlas von Firmen mit Bezug zur Nanotechnologie in Deutschland. Die Firmen lassen sich nach Branchen filtern und nach Stichworten durchsuchen. Ausführliche Firmenportraits bieten einen guten Überblick. (URL: http://www.nanoingermany.com/)
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(URL: http://www.infonano.de/)
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Informationen über Start-Up Unternehmen aus dem Bereich Nanotechnologie (URL: http://www.chemstart.org/)