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Regenerative Medizin

Tissue (engl.: Gewebe) Engineering (engl.: Technik, Konstruktion) ist ein Forschungsfeld, das sich schnell entwickelt. Das Prinzip: Zellen werden entnommen, außerhalb des Körpers vermehrt und anschließend in den Körper transplantiert. Dort sollen sie gestörte Gewebe und Organfunktionen unterstützen. Häufig lassen Forscher die Zellen in vorgefertigte Formen einwachsen, zum Beispiel in feine Kunststoffgeflechte. So können sie passgenaue Ersatzgewebe züchten - etwa eine neue Ohrmuschel, mit der sich entstellende Verletzungsfolgen beseitigen lassen.

Für das Tissue Engineering verwenden Wissenschaftler bevorzugt eigene Zellen der Patienten. Dadurch ist das neue Gewebe sehr gut verträglich. Im Gegensatz zu herkömmlichen Transplantationen von Organen und Zellen fremder Spender kommt es so zu keiner Abstoßungsreaktion. Die Patienten müssen deshalb auch keine Medikamente nehmen, die das Immunsystem unterdrücken, um die Abstoßung zu verhindern. Mediziner hoffen, mithilfe des Tissue Engineering eines Tages vollständige Organe zu züchten. Große Erwartungen setzen sie dabei auf adulte Stammzellen. Diese körpereigenen Zellen können zu verschiedenen Zelltypen heranreifen. Wenn es gelänge, die Ausreifung gezielt zu steuern, könnten Stammzellen prinzipiell auch ganze Organe bilden.

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