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RFID

RFID steht für den Begriff "Radiofrequenz-Identifikation" (ursprünglich eng.: Radio Frequency Identification). RFID-Systeme bestehen aus Lesegeräten und RFID-Markierungen, so genannte "Tags". RFID-Tags bestehen aus einer Antennenspule, einem Mikrochip zur Verarbeitung von Daten und nichtflüchtigen elektronischen Speicherelementen. Durch ein von einem RFID-Lesegerät erzeugtes hochfrequentes elektromagnetisches Feld werden RFID-Tags über kurze Distanz mit Energie versorgt und damit aktiviert. Aktivierte RFID-Tags können per Funk Daten mit dem Lesegerät austauschen und dauerhaft speichern. So genannte "aktive" RFID-Tags haben zusätzlich eine eigene Energiequelle, müssen nicht von außen mit Energie versorgt werden und können aus größerer Entfernung ausgelesen werden.

RFID-Systeme sollen in absehbarer Zeit Etiketten und andere Systeme zur Kennzeichnung und Verfolgung von Waren ersetzen. Sie werden seit Jahren dazu genutzt, um Haus- und Nutztiere wie beispielsweise Katzen oder Kühe zu kennzeichnen. Dazu werden sie mit einer Spritze unter der Haut appliziert. RFID-Tags haben in der Logistik - z.B. zur Verfolgung von Containern - die Größe von Büchern. Sie lassen sich auch sehr viel kleiner herstellen und als Warenetikett einsetzen oder, wie in Japan, in Geldscheine einarbeiten. Als kleinster RFID-Tag wurde 2007 ein Chip von 0,05mm Größe vorgestellt.

Bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland wurden die Echtheit der Tickets und die Daten von Käufern durch Tickets mit RFID-Tags geprüft. Die seit Ende 2005 in Deutschland ausgestellten Reisepässe enthalten RFID-Tags, auf denen die Daten des Inhabers bzw der Inhaberin - einschließlich der biometrischen Daten - gespeichert sind. Durch den Einbau von RFID-Tags in zahlreiche Gegenstände des täglichen Lebens soll das "Internet der Dinge" entstehen.

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