Die Desoxyribonukleinsäure DNS (engl.: DNA deoxyribonucleic acid) ist ein Makromolekül, das aus den chemischen Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Phosphor und Stickstoff zusammengesetzt ist. Die DNS ist der Träger der genetischen Information und wie folgt aufgebaut: Sie sieht aus wie eine Strickleiter, bei der die Holme um eine gedachte Achse schraubenförmig gewunden sind (Doppelhelixstruktur).
Beim Menschen schätzt man die Länge der Strickleiter auf rund drei Milliarden Sprossen. Die Sprossen bestehen aus je zwei organischen Basen, den Basenpaaren. Das sind entweder Adenin in Verbindung mit Thymin oder Guanin in Verbindung mit Cytosin. Die Holme werden aus Hunderttausenden Zucker- und Phosphatbausteinen gebildet. Die DNA liegt in menschlichen Zellen in Form von Chromosomen vor. Jede menschliche Zelle enthält 46 Chromosomen. Zum Vergleich: Das Schwein hat 42, die Taube 16 Chromosomen.
Die Struktur der DNS wurde 1953 von James Watson und Francis Crick entschlüsselt. Dafür erhielten sie 1962 zusammen mit Maurice Wilkins den Nobelpreis für Medizin. Seitdem forschen Wissenschaftler mit Nachdruck am Erbgut. Zur Jahrtausendwende gelang es, das menschliche Erbgut nahezu vollständig zu entschlüsseln. Man erhofft sich nun beschleunigte Fortschritte bei der Heilung von Erbkrankheiten oder bei der Entwicklung neuer Medikamente.