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Proteom

Unter Proteom versteht man die Gesamtheit aller Proteine (Eiweiße, Eiweißstoffe), die in einer bestimmten Zelle zu einer bestimmten Zeit vorhanden sind. Zum Beispiel das Proteom des Menschen (Proteine, die in den menschlichen Zellen vorhanden sind), der Kartoffelknolle oder der Bakterienzelle. Im Gegensatz zum Genom, der Gesamtheit aller Gene, ist das Proteom nicht statisch, sondern ständigen Änderungen unterworfen. Laufend entstehen neue Proteine und nicht mehr benötigte werden wieder abgebaut. Dies wird am Beispiel des Schmetterlings deutlich. In seinen unterschiedlichen Entwicklungsstadien Ei, Raupe, Puppe und fertiger Schmetterling ist das Genom gleich, das Proteom dagegen unterschiedlich.
Ein Proteom kann ganz verschiedene Ausmaße haben. So umfasst das Proteom beim Menschen 500.000 bis 1.000.000 Proteine und bei der Bakterienzelle je nach Art 1.000 bis 10.000.
Mit der Proteomforschung lässt sich untersuchen, wie lebende Systeme auf Umweltveränderungen reagieren, indem sie neue Proteine auf- oder vorhandene abbauen. Dies ist besonders spannend, da die Proteine die eigentlichen Akteure des Zellgeschehens sind und bei ihnen oft auch die molekulare Ursache vieler Krankheiten zu finden sind.

Zum Artikel: Proteomforschung

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