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Genetik

Genetik oder Vererbungslehre (griech.: geneá = Abstammung) ist ein Teilgebiet der Biologie, das sich mit dem Aufbau und der Funktion von Erbanlagen (Genen) und deren Weitergabe von Generation zu Generation beschäftigt. Man unterscheidet die klassische, molekulare und angewandte Genetik.

Die klassische Genetik untersucht, in welcher Kombination die Gene bei den Nachkommen vorkommen und wie dadurch die Ausprägung bestimmter Merkmale beeinflusst wird. Vorreiter hierfür war Johann Gregor Mendel, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts Ergebnisse über die Vererbung bestimmter Merkmale bei der Erbse veröffentlichte.

Die molekulare Genetik geht über die klassische Genetik hinaus: Sie untersucht, wie die Gene aufgebaut sind und wie die in Form von DNS vorhandene genetische Information zum Aufbau von Proteine (Eiweißen) genutzt wird.

Unter Ausnutzung der Ergebnisse beider Bereiche beschäftigt sich die angewandte Genetik u. a. mit der Züchtung von Pflanzen und Tieren mit bestimmten erwünschten - oder auch nicht erwünschten - Eigenschaften. So werden beispielsweise Tomaten gentechnisch so verändert, dass sie nicht so schnell matschig werden ("Anti-Matsch-Tomate") und damit länger lager- und transportfähig bleiben.

Ein Eingriff in das Erbgut von Menschen, um Eigenschaften zu verändern, ist nicht erlaubt. Die Genetik spielt aber bei der Erforschung von Krankheiten und Arzneimitteln für den Menschen eine große Rolle. Die Forscherinnen und Forscher erhoffen sich damit, Krankheitsursachen besser zu verstehen und Krankheiten früher zu erkennen. Ziel ist es auch, Proteine zu identifizieren und so neue und verbesserte Arzneimittel zu entwickeln.

Zum Artikel: Genomforschung

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