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Biochip

Ein Biochip ist ein elektronisches Bauteil oder ein elektronischer Apparat in Miniaturform. Im Gegensatz zu "normalen" Chips aus der Elektronik befinden sich auf Biochips keine Schaltkreise, sondern eine Vielzahl biologischer oder biochemischer Nachweise oder Tests. Trägermaterial ist meist speziell beschichteter Kunststoff oder beschichtetes Glas. Auf diesem Träger werden Zellen, Zellteile, Proteine oder größere Biomoleküle aufgebracht, mit deren Hilfe biologische Reaktionen im Miniaturmaßstab auf dem Chip durchgeführt und gemessen werden können. Ein Beispiel sind Herzzellen, an denen die Reaktion auf neue Herzmedikamente auf einem Biochip getestet werden können.
Biochips werden häufig nach den Substanzen unterteilt, die in den Tests bestimmt werden sollen. Das können sein: Abschnitte der Erbsubstanz DNS (DNS-Chips) oder Proteine (Proteinchips). Biochips sind sehr effizient, denn sie enthalten auf einer kleinen Fläche (ungefähr 1-Cent-Stück-Größe) bis zu 1,5 Millionen Abschnitte. So lassen sich eine Vielzahl von Proben bzw. Parametern gleichzeitig analysieren. Vor allem bei der Genforschung haben Biochips eine große Bedeutung. Forscherinnen und Forscher haben mit Biochips die Möglichkeit, die Aktivitäten von Genen zu beobachten. Damit wollen sie ergründen, ob sich bestimmte Krankheiten auf veränderte Gene zurückführen lassen.

Zum Artikel: Biophotonik - Licht für das Leben

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